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Trennung in Aussicht

21.06.2018 22:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit 5 Jahren mit meinem Mann verheiratet und wir haben 2 Kinder. Es wird in nächster Zeit vermutlich eine Trennung geben. Ich habe einen sehr großen Geldbetrag seit der Hochzeit angespart, mein Mann nichts. Ich möchte nicht, dass er infolge des Zugewinnausgleiches so viel Geld von mir bekommt. Kann ich das Geld noch vor der Trennung z.B. meinen Eltern überweisen oder meinen Kindern? Kann ich den Zugewinnausgleich so umgehen? Was könnte ich sonst tun?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Eine mutwillige Verringerung des Vermögens durch Schenkungen an Dritte ändert nichts an der Höhe der Ausgleichsforderung. Die so verschenken Beträge werden dem Endvermögen wieder hinzugerechnet. Dies ergibt sich aus §1375 Abs. 2.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf


Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 02.07.2018 | 15:59

Danke für Ihre Antwort! Aber vor der Trennung ist es doch noch möglich, Geld beiseite zu schaffen, oder?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.07.2018 | 16:16

Sehr geehrte Fragestellerin,


Geld, dass vor der Trennung ausgegeben worden ist, wird nicht geteilt. Geld „beiseite zu schaffen" könnte strafrechtlich relevant sein. Sie sind im Zugewinnausgleichsverfahren zu wahrheitsgemäßen Angaben über Ihr Vermögen verpflichtet. Das, was Sie hier andeuten, könnte den Tatbestand des (versuchten) Betruges erfüllen. Ich kann Ihnen dazu nicht raten.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

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