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Trennung im Alter: Bis zu welchem Betrag kann meine Rente gekürzt werden?

| 26.04.2016 09:14 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung:

Unterhalt Kind Student Ehefrau

Ich, 71, werde 2017 meine Frau verlassen, dann, wenn unser Sohn (z.Zt. 17) das Abi geschafft hat und meine Mission beendet ist.
Ich will nix aus der Ehe mitnehmen, möchte nur meine Freiheit, meine Ruhe im Alter.
Meine Frau besitzt schuldenfrei 1 Reihenendhaus (96 qm), Wert ca. 350.000 EUR, sie ist berufslos, Hausfrau, wird 50 Jahre alt und schon seit Jahren von ihren Eltern finanziell unterstützt (monatl. 500 EUR).
Alle Ausgaben inkl. Taschengeld für unsern Sohn tragen jetzt schon die vermögenden Schwiegereltern, und später, während des Studiums, auch (mündliche Zusage).
Meine Altersrente beträgt 1.300 EUR, ansonsten ist kein Vermögen vorhanden.
Ich möchte meinen Lebensabend in Asien verbringen und mich NICHT scheiden lassen, meine Frau hat später mal die Witwenrente verdient.
Wie viel Euro können von meiner Rente monatlich gepfändet werden bzw. kann meine Frau für sich zum Leben beanspruchen? Kann sie gezwungen werden zu arbeiten? Hartz 4?
Wie viel Geld bleibt MIR monatlich zum Leben? Danke für Ihre Beantwortung.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bei einer Trennung wären Sie zunächst Ihrem Kind gegenüber vorrangig unterhaltspflichtig, unabhängig davon, ob die Großeltern nach mündlicher Zusage „alles" bezahlen wollen.

Die Höhe des Kindesunterhaltes richtet sich danach, wann Ihr Sohn volljährig wird und ob er während seines geplanten Studiums bei einem Elternteil oder in einer eigenen Wohnung leben wird.

Auszug aus der Düsseldorfer Tabelle, Stand 01.01.2016:

Bei volljährigen Kindern, die noch im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnen, bemisst sich der Unterhalt nach der 4. Altersstufe der Tabelle( bis Volljährigkeit: 423,- € Zahlbetrag, ab Volljährigkeit: 404,- € Zahlbetrag).
Der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Studierenden, der nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil wohnt, beträgt in der Regel monatlich 735 EUR. Hierin sind bis 300 EUR für Unterkunft einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten. Dieser Bedarfssatz kann auch für ein Kind mit eigenem Haushalt angesetzt werden.
Die Ausbildungsvergütung eines in der Berufsausbildung stehenden Kindes, das im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnt, ist vor ihrer Anrechnung in der Regel um einen ausbildungsbedingten Mehrbedarf von monatlich 90 EUR zu kürzen.
Der Ihrem Sohn zustehende Kindesunterhalt ist ab Volljährigkeit auf beide Elternteile nach den jeweiligen Verhältnissen des Einkommens aufzuteilen.

Das von Ihnen zu zahlende Kindesunterhalt wäre zunächst von Ihrem Einkommen abzuziehen, wobei Ihnen gegenüber minderjährigen unverheirateten Kindern, - gegenüber volljährigen unverheirateten Kindern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, die im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden, monatlich einen Selbstbehalt von 1.080 EUR verbleiben muss. Bei Volljährigen Kindern, die nicht mehr zuhause wohnen, haben Sie einen Selbstbehalt von 1.300,- €.

Gegenüber Ihrer Frau haben Sie bei Trennung und bei getrennten Wohnungen einen Selbstbehalt von 1.200 ,- €.

Nach Abzug des Kindesunterhaltes müssten Sie daher Ihrer Frau gar keinen Trennungsunterhalt bis zur Scheidung zahlen.

Bei Trennung gilt der Grundsatz, dass noch die ehelichen Verhältnisse zu berücksichtigen sind und dementsprechend der Unterhalt nach der 3/7- Regelung zu zahlen wäre, vorausgesetzt der Unterhaltspflichtige ist auch leistungsfähig.

Nach einer evtl. Scheidung gilt der Grundsatz, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist. Ihre Frau müsste dann ggf. sich eine Arbeit suchen. Ob Sie Anspruch auf Hartz 4 hat, kann von hier aus nicht beurteilt werden. Aber sicher wäre da Ihr Wohneigentum zu berücksichtigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben. Ich bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 29.04.2016 | 11:13

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Mein Problem wurde zwar ausführlich und sehr gut verständlich theoretisch bearbeitet und beantwortet. Jedoch 1 kleiner Wermutstropfen: Die Antwort hat DIE eine für mich sehr wichtige Frage NICHT beantwortet, und obwohl ich so direkt NICHT danach fragte, ist genau diese Auskunft für meine weitere Lebensplanung ab dem nächsten Jahr ganz wichtig:
Kann wegen der Unterhaltsansprüche meines Sohnes an mich (nur theoretisch, die Großeltern zahlen ja alles für ihn!) mein Selbstbehalt von 1.080 EUR noch runtergepfändet werden? Wenn ja, bis zu welcher Höhe? DANKE dafür, wenn Sie mir das noch beantworten!!!!

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