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Trennung einer nichtehelichen Partnerschaft - gemeinsam erworbene Eigentumswohnung

28.01.2019 15:29 |
Preis: 25,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Eigentumswohnung - Trennung einer nichtehelichen Partnerschaft

Guten Tag,

mein Ex-Partner und ich haben uns vor ca. 5 Jahren zusammen eine Eigentumswohnung gekauft.
Ich bin auf seinen Wunsch hin ausgezogen, mit der Begründung, weil ich den geringeren Prozentanteil an der Wohnung habe.
Er möchte die Wohnung behalten. Ich hätte sie aber auch gerne übernommen, aber das steht für ihn ausser Diskussion.
Leider hatten wir zum Zeitpunkt des Wohnungskaufs keinen Partnerschaftsvertrag gemacht gehabt.

Wir sind beide im Kreditvertrag, sowie im Grundbuch eingetragen - er zu 70%, ich zu 30%.

Kaufpreis der Wohnung: 350.000 €

Eigenkapital (nur von meinem Ex-Partner gestellt): 110.000 €

Aufgenomme Kreditsumme gesamt: 240.000 €

Bis zum Zeitpunkt meines Auszugs gemeinsam gezahltes Darlehen inkl. Sondertilgung pro Person (jeder 50%davon): 22.000€

Mein Partner sagt nun, dass er mir meinen Teil der Tilgungsrate bis zum zeitpunkt meines Auszugs zurückzahlt, d.h. 50%, d.h. ca. 11.000€.

Ich bin der Meinung, dass mir Folgendes zusteht:
Geschätzter Marktwert der Wohnung zum Zeitpunkt des Auszugs abzüglich Eigenkapital, abzüglich der Restschuld zum diesem Zeitpunkt – und davon 30% (weil ich so im Grundbuch stehe).
Das hat mit ein Rechtsberater auch so bestätigt.

Wenn wir jetzt die Wohnung verkaufen müssten, würde ich diese Summe ja auch bekommen.

Ich weiss, dass wir uns selbst einigen müssen, bevor die Bank das für ihn freigibt. Trotzdem möchte ich vorher von Ihnen wissen: Wie ist da die Rechtslage?
Und noch zwei Fragen bezüglich Nebenkosten:
- Habe ich das Recht, die Kaufnebenkosten von ersten Kaufvertrag (Notar, Grundschuldbestellung, Grundbucheintragung, Grunderwerbssteuer) von meinem Ex-Partner erstattet zu bekommen?

- Wer übernimmt die Nebenkosten bei der auf mich zukommenden Schuldhaftentlassung aus dem Kaufvertrag (Notar, Grundschuldbestellung, Grundbucheintragung, Grunderwerbssteuer)? Diese ist ja von meinem Ex-Partner erwünscht und veranlasst. Ich sehe also die Übernahme dieser Kosten auf seiner Seite.

Sehr geehrte Fragestellerin,




Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Wie ist da die Rechtslage?

Nur die Tilgung auszugleichen, entspricht nicht der gesetzlichen Regelung. Richtig ist: 30 % der Differenz zwischen Verkehrswert und noch bestehenden Belastungen. Ob das Eigenkapital abzuziehen ist, hängt davon ab, was insoweit vereinbart worden ist.


Habe ich das Recht, die Kaufnebenkosten von ersten Kaufvertrag (Notar, Grundschuldbestellung, Grundbucheintragung, Grunderwerbssteuer) von meinem Ex-Partner erstattet zu bekommen?

Nein.


Wer übernimmt die Nebenkosten bei der auf mich zukommenden Schuldhaftentlassung aus dem Kaufvertrag (Notar, Grundschuldbestellung, Grundbucheintragung, Grunderwerbssteuer)?

Die Kosten der Übernahme (Notar, Grundbuchamt und Grunderwerbsteuer) trägt üblicherweise der Übernehmer, wenn nicht etwas anderes vereinbar wird. Für die Kosten der Schuldhaftentlassung gilt dies nicht, da diese auch Sie betreffen und Sie hier das maßgebliche Interesse haben.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

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