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Trennung der Eltern, regelmäßiger Aufenthalt der Kinder, resultierender Unterhalt

| 12.02.2008 09:46 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Wir sind seit 8 Jahren verheiratet, haben 2 Kinder, 5 und 3 Jahre alt. Frau will sich jetzt trennen von Ehemann, da Sie jemand anders kennengelernt hat. Frau will aus gemeinsamer 4-Raum-Wohnung ausziehen und in eigene 3-Raum-Wohnung in der Nähe ziehen. Mann möchte auch in eigene 3-Raum-Wohnung in die Nähe ziehen. Beide Ehepartner verbleiben also im alten Wohnumfeld. Frau und Mann möchten gemeinsames Sorgerecht für Kinder. Frau möchte, dass Kinder bei Ihr wohnen und nur jedes 2. Wochenende beim Vater wohnen. Vater möchte die Trennung nicht, aber im Falle der Trennung, dass Kinder abwechselnd eine Woche bei Ihm in der Wohnung und eine Woche bei Mutter in Wohnung leben. Kinder lieben Mutter und Vater gleichermaßen, da bisher sehr harmonisches Familienleben stattgefunden hat. Fragen:
1. Ist der Wunsch des Vaters (Kinder leben abwechselnd bei Eltern) gegen den Willen der Mutter im allgemeinen durchsetzbar?
2. Wenn ja, welches Gesetz, wo durchzusetzen und welche Kosten?
3. Beide Eltern arbeiten, Vater verdient in Etwa das doppelte der Mutter. Wie verhält es sich mit dem Unterhalt, wenn die Kinder abwechselnd eine Woche beim Vater und eine Woche bei der Mutter wohnen? Hebt er sich auf?
4. Haben beide Eltern dann den Status "alleinerziehend"?
Vorab herzlichen Dank für die Informationen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

ad 1 + 2)

Der Wunsch des Vaters ist kaum durchsetzbar. Können sich die Eltern nämlich nicht über den Aufenthaltsort der Kinder einigen, muß (auf Antrag) das Familiengericht eine Regelung treffen.

Das FamG wird bei seiner Entscheidung allein das Kindeswohl berücksichtigen. Ob ein ständig wechselnder Aufenthalt bei Mutter und Vater dem Kindeswohl entspricht, dürfte, zumindest in dem von Ihnen genannten Alter der Kinder, mehr als zweifelhaft sein. Kinder brauchen Konstanz und einen eindeutigen Lebensmittelpunkt, so daß ein Antrag des Vaters, diesen Lebensmittelpunkt abwechselnd bei ihm und bei der Kindesmutter auszugestalten keinen Erfolg haben dürfte.

ad 3)

Je nachdem wo die Kinder ihren Lebensmittelpunkt haben regelt sich auch die Unterhaltsleistungen der Eltern: Leben die Kinder bei der Mutter, erbringt sie den Unterhalt durch Betreuungsleistungen und der Vater ist barunterhaltspflichtig.

ad 4)

Einen rechtlichen Status "alleinerziehend" gibt es nicht.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
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Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395
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Nachfrage vom Fragesteller 12.02.2008 | 10:43

Danke für die Information. Aus Ihrer Aussage ergibt sich, dass die Kinder im Streitfall voraussichtlich der Mutter zugesprochen werden. Gibt es im Netz nachlesbare Urteile die diese Tendenz bestätigen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.02.2008 | 11:02

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Die Kinder müssen im Streitfall nicht unbedingt der Mutter zugesprochen werden. Entscheidend ist allein das Kindeswohl, und darüber ist in jedem Einzelfall zu entscheiden. Da eine gerichtliche Auseinandersetzung aber immer auch eine teils erhebliche Belastung für die Kinder darstellt, sollte dieser möglichst vermieden werden und sich die Eltern einvernehmlich einigen.

Im Streitfall muß das Gericht dann entscheiden, wo die Kinder imm konkreten Fall besser aufgehoben sind.

Kommt das Gericht zu der Entscheidung, daß es den Kindern beim Vater besser gehen wird, wäre natürlich die Mutter barunterhaltspflichtig.

Mit freundlichen Grüßen
A. Schwartmann

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