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Trennung - Wohnhaus brachte Ehemann mit in die Ehe

14.12.2018 20:24 |
Preis: 60,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Vor kurzem bemerkte ich (46 Jahre) das mein Mann (54) etwas mit einer anderern Frau angefangen hat. Nachdem ich dies bemerkt hat, zog er in sein Elternhaus. Freiwillig. Jetzt zog bereits nach 8 Wochen seine Freundin bei ihm ein. Bis zu diesem Zeitpunkt sind wir über 20 Jahre verheiratet.

Das Haus in dem wir seit unserer Hochzeit gemeinsam wohnten, brachte er mit in die Ehe. Jetzt wohne ich mit meinen beiden (volljährigen Kinder) im Haus. Sein Elternhaus wird auch ihn gehören, da er ein Einzelkind ist (Mutter lebt noch) Also braucht er den Wohnraum nicht.

Mein Mann hat mir bis jetzt mündlich zugesichert, dass ich weiterhin wohnen bleiben darf. Allerdings möchte er nicht das ein zukünftiger Partner mit einzieht. (Ich habe natürlich keinen anderen Mann) Kann er mir dies vorschreiben?

Kann er micht zwingen auszuziehen? Ich möchte gerne im Haus wohnen bleiben und zahlen auch einen kleinen Betrag an ihn.

Vorläufig möchte er sich auch nicht scheiden lassen, ich bin noch unschlüssig, weil ich die Folgen nocht nicht absehen kann. Er möchte auch noch kein Trennungsdatum ans Finanzamt melden.

Allerdings befürchte ich, dass er seinen gutbezahlten Job aus gesundheitlichen Grüden aufgeben wird, und er sich vielleicht durch mich versichern möchte, er war im vergangen 12 Monaten schon 8 Monate arbeitslos (selbst gekündigt) . Meine zukünftige Rente ist nicht so hoch, das icht noch Familienausgleich leisten kann (Ca. 1000,00€).

Wie ist es bei Scheidung, besteht die Möglichkeit das ich trotzdem im Haus wohnen bleiben kann, natürlich mit Zahlung von Miete?

Eigentlich habe ich noch tausend Frage. Aber mit der Beantwortung dieser Fragen wäre mir schon sehr geholfen.

Vielen Dank!







Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Das im Eigentum Ihres Ehemanns stehende Einfamilienhaus ist die Ehewohnung. Der Ehemann ist aus der Ehewohnung ausgezogen und kann deshalb nicht von Ihnen verlangen, dass Sie die Ehewohnung räumen. Das gilt zumindest für die Dauer der Trennung. Allerdings werden Sie eine Nutzungsentschädigung zahlen müssen, die der ortsüblichen Vergleichsmiete entspricht.

Ob jemand Sie besucht oder zu Ihnen zieht, kann Ihnen der Ehemann nicht vorschreiben.

Anders sieht es dagegen nach der eventuellen Scheidung aus. Dann wird der Ehemann das Haus für sich beanspruchen können.


2.

Mit dem Auszug des Ehemanns aus der Wohnung wird man den Beginn der Trennungszeit annehmen können. Damit ändert sich für Ihren Ehemann ab dem 01.01.2019 die Steuerklasse.

Vermutlich wird sein Einkommen derzeit nach Steuerklasse 3 versteuert. Bei Trennung erfolgt die Einstufung in die Steuerklasse 1, was für den Ehemann eine erhebliche Verschlechterung hinsichtlich seines Einkommens bedeutet. Das will Ihr Ehemann offensichtlich vermeiden.


3.

Mit der Trennung, die Ihr Ehemann eingeleitet hat, werden sich eine Fülle von Fragen stellen.

Hierzu gehören Dauer der Trennungszeit, die Scheidung, Fragen des Trennungs- und Kindesunterhalts, des nachehelicher Unterhalts, des Zugewinnausgleichs, der Hausratsteilung, des Versorgungsausgleichs, um nur die wichtigsten Punkte anzusprechen.

Um Ihnen einen Überblick darüber zu geben, was in rechtlicher Hinsicht auf Sie zukommt, bedarf es einer eingehenden Beratung, die eine präzise Sachverhaltsanalyse und Zielvorstellung Ihrerseits voraussetzt.

Selbstverständlich kann ich Sie diesbezüglich gern beraten oder Sie suchen - alternativ - einen Rechtsanwalt vor Ort auf.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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