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Trennung: Werde schikaniert, beigesteuertes Geld wird vom Exfreund behalten


| 25.08.2007 16:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Grema



Ich habe mich gerade von meinem Freund getrennt.
Wir wohnten ein Jahr zusammen in einer Wohnung, dabei steuere ich 350 Euro mtl. der Miete bei, habe auch den Mietvertrag dummerweise mit unterschrieben.
Nun bin ich ausgezogen und mein Freund sucht mir das Leben schwer zu machen. Er will die Wohnung nicht mitkündigen und ich soll trotzdem weiter den Beitrag zahlen.
Außerdem will er mir meine 2500 Euro, die ich ihm als Bargeld für das neue (damals unser gemeinsames) Auto beigesteuert habe, nicht wieder zurückgeben, obwohl er das Auto verkauft hat.
Er sucht mich zu schädigen wo es geht, stellt sich in allem stur und blockt ab.
Habe ich denn die Möglichkeit an mein geliehenes Geld für den PKW wieder zu kommen (es gibt leider keinen Aushändigungsbeleg dafür) und aus dem Mietvertrag wieder herauszukommen?

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Sehr geehrter Fragestellerin,

unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Informationen sowie Ihres Einsatzes erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Können Sie sich mit dem Vermieter nicht darauf einigen, dass dieser sie aus dem Mietvertrag entlässt gilt folgendes:

Ihr Exfreund und sie haften für die Forderungen des Vermieters als Gesamtschuldner. Dies bedeutet, dass er wahlweise von Ihrem Exfreund oder von Ihnen den gesamten Mietzins verlangen kann. Die jeweiligen Ausgleichsansprüche gelten nicht gegenüber dem Vermieter sondern nur Im so genannten Innenverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Exfreund.

Aus diesem Innenverhältnis kommen jedoch zwei Ansprüche Ihrerseits gegen Ihren Exfreund in Betracht:

Zunächst gilt, dass derjenige Lebenspartner der in der ehemals gemeinsamen Wohnung verbleibt, an einer vorzeitigen Beendigung des Mietverhältnisses nicht mitwirkt und damit zu erkennen gibt, dass er in der Wohnung verbleiben will, den Mietzins grundsätzlich alleine zu tragen hat. Daraus resultiert, dass sie einen Anspruch gegen Ihren Exfreund darauf haben, dass dieser sie gegenüber dem Vermieter von den Mietzinsforderungen freistellt.

Darüber hinaus kommt ein Anspruch gegen Ihren Exfreund darauf in Betracht, dass dieser bei einer vorzeitigen Beendigung des Mietverhältnisses mitwirkt.

Beide Ansprüche sind gerichtlich durchsetzbar. In letzterem Fall würde dies dergestalt geschehen, dass die Zustimmung Ihres Exfreundes (etwa zu einer Kündigungserklärung) durch einen Richterspruch ersetzt wird.

Bezüglich Ihres zweiten Anliegens ist die Sache etwas komplizierter. Nicht aus juristischer Sicht, sondern bezüglich der Beweisbarkeit einer Ihnen zustehenden Forderung:

Mangels anders lautender Anhaltspunkte in Ihren Schilderungen ist davon auszugehen, dass Ihr Freund beim Kauf des Wagens Alleineigentümer wurde. In diesem Fall kann die Hingabe des Geldes als ein Kreditvertrag mit entsprechenden Rückzahlungspflichten qualifiziert werden.

Wie Sie bereits richtig erkannt haben wird bei es fehlender Kooperationsbereitschaft Ihres Freundes maßgeblich darauf ankommen, nachzuweisen, dass er das Geld von Ihnen erhalten hat. Auf den Nachweis eines bestimmten Vertrages kommt es dabei zunächst nicht an. Wichtig ist es, die tatsächliche Übereignung des Geldes darzulegen.

Hierzu ist grundsätzlich jedes Beweismittel (wenn auch nicht gleich gut) geeignet. Sollten weitere Personen bei der Übergabe anwesend gewesen sein, oder das Leihen des Geldbetrages in Anwesenheit Ihres Freundeskreises bestätigt oder erwähnt worden sein, so kann Ihnen dies bereits weiterhelfen.

Ich hoffe, Ihnen mit der Antwort weitergeholfen zu haben.

Bitte beachten Sie, dass anhand der zur Verfügung stehenden Informationen lediglich eine erste Einschätzung erfolgen konnte. Für eine umfassende Beratung ist Ihnen die weitere Beauftragung eins Rechtsanwaltes zu empfehlen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen hierfür auch weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen



Christian Grema
Rechtsanwalt

_____________
Christian Grema
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
Fax.: (07251) 392 44 31

Internet: www.c-g-w.de
E-Mail: info@c-g-w.de
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