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Trennung - Umzug mit den Kindern 500km

| 21.09.2010 12:53 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo,

ich lebe seit ca. 18 Monaten von meiner Frau und den beiden Kindern (11 und 12) getrennt (15 Jahre verheiratet). Wir wohnen im Ruhrgebiet ca. 1km auseinander und die Kinder kommen jedes 2te Wochenende von Freitag Abend bis Sonntag Abend zu mir. Unterhalt für die beiden Kinder zahle ich auch.
Aufgrund der Tatsache, dass meine Exfrau nun hier nicht mehr sehr viele Freunde hat, möchte sie nun wieder zu ihrer Familie ziehen. (ca. 500km)
Eine neue Wohnung und Arbeit versucht sie dort zu bekommen.
Die beiden Kinder fühlen sich hier auch wohl, der Kleine möchte nicht umziehen und der Grosse mag sich wohl nicht festlegen.

Ich habe eigentlich ein relativ gutes Verhältnis zu meiner Ex-Frau.

Welche Möglichkeiten habe ich, dies zu verhindern. Sie hat mir auch das Angebot gemacht, dass ich dann die Kinder aufgrund der Entfernung nur noch alle 5 Wochen sehe und in allen Ferien. Sie würde mir die Kinder dann auf dem halben Weg entgegen bringen. Von einem WE bleibt dann allerdings nur noch der Samstag und Sonntag morgen. Gegen Mittag müßte ich die beiden dann schon wieder zurück bringen.

Allein von der Zeit sitzen die Kinder dann an einem WE ca. 10 Stunden im Auto.

Welche Möglichkeiten habe ich?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Ich gehe davon aus, dass Sie beide das gemeinsame Sorgerecht für Ihre Kinder und somit auch das gemeinsame Aufenthaltsbestimmungsrecht als Teil des Sorgerechts haben. Wenn Ihre Frau nun mit den Kindern umziehen möchte, braucht Sie Ihr Einverständnis. Anderenfalls muss eine gerichtliche Entscheidung herbeigeführt werden.

Eine solche kann auch durch Sie erwirkt werden, indem Sie beantragen, der Mutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu entziehen und Ihnen das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder zu übertragen. Dann könnten Sie ohne Zustimmung Ihrer Frau den Wohnort der Kinder bestimmen. Notfalls müsste hier der Erlass einer einstweiligen Anordnung beim Familiengericht beantragt werden, falls der Umzug unmittelbar bevorsteht.

Das Aufenthaltsbestimmungsrecht kann auf einen der Elternteile übertragen werden, wenn dies dem Kindeswohl dient. Hierbei wird berücksichtigt, ob es dem Kindeswohl entspricht, wenn die Kinder künftig bei Ihnen leben und somit kein Schulwechsel etc. nötig ist. Die Kinder werden vom Gericht auch angehört werden. Je älter die Kinder sind, desto mehr wird der Wille der Kinder, wo sie künftig leben wollen, vom Gericht beachtet werden. Zudem werden auch die Fragen des Besuchsrechts berücksichtigt werden müssen sowie die Bindungen der Kinder zum jeweiligen Elternteil.

Grundsätzlich muss man hier beachten, dass eine gerichtliche Auseinandersetzung und der Entzug des
Aufenthaltsbestimmungsrechts für den unterliegenden Elternteil auch immer ein gravierender Eingriff in das sich aus dem Grundgesetz ergebende Eltern- und Erziehungsrecht darstellt. Insofern ist eine einvernehmliche Lösung für alle Beteiligten in den meisten Fällen der bessere Weg. Sollten Sie sich nicht einigen können, bleibt aber nur der Gang zum Familiengericht.

Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen,

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 21.09.2010 | 14:20

Hallo,

ich habe natürlich das Problem, dass ich morgens um 6:30 aus dem Haus gehe und erst Abends um 18:30 nach Hause komme.
Da kann ich mich ja nicht um die Erziehung der Kinder kümmern, das wäre ja auch nicht im Sinne der Kinder.

Wenn ich nun das Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragen würde, würden/müssten dann die Kinder bei mir leben?

Das wäre natürlich schön, aber nicht machbar.

Ich kann ja nicht verhindern, dass meine Frau umzieht. Ich könnte ja nur verhindern, dass meine Kinder mitziehen, richtig?

Mit freundlichen Grüßen


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.09.2010 | 14:39

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Die Kinder müssten nicht zwingend bei Ihnen leben, wenn Sie das Aufenthaltsbestimmungsrecht haben. Allerdings kann es im Alltag rein praktische Probleme geben, wenn das Aufenthaltsbestimmungsrecht bei Ihnen liegt, die Kinder aber bei Ihrer Frau leben. Dies sollten Sie bedenken.

Es ist richtig, dass Sie nicht verhindern können, wohin Ihre Frau zieht. Sie können lediglich verhindern, dass Ihre Kinder mitumziehen.

Allein die Tatsache, dass Sie Vollzeit arbeiten, ist kein Grund, Ihnen das Aufenthaltsbestimmungsrecht zuverweigern. In erster Linie muss die Entscheidung dem Kindeswohl entsprechen, was natürlich für jeden Einzelfall besonders beurteilt werden muss.

Mit freundlichen Grüßen,

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 23.09.2010 | 08:47

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 23.09.2010 5/5,0
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