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Trennung Hausverkauf Gewinnaufteilung


22.04.2008 12:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Miriam Helmerich



Sehr geehrte Damen und Herren,



ich weiß momentan nicht so recht wie und an wen ich mich wenden kann/soll.



Ich möchte Ihnen mein Problem schildern:



Im November 2006 sind mein Ex-Freund und ich mit unserer gemeinsamen Tochter in unser Haus gezogen. Seine Mutter schenkte uns 15000€ welche in das haus flossen. Von meiner Familie wurde diverse handwerkliche Tätigkeiten übernommen. Im Mai letzten Jahres ist er aus unserem haus ausgezogen, hielt es aber nicht für nötig sich abzumelden und Unterhalt zu zahlen. Da er weiterhin für den Kredit mit aufkam unternahm ich nichts beim Jugendamt. Das eigentliche Problem ist, das wir das Haus nun zum 1.6.2008 verkauft haben und mit einen Gewinn von 20000€ rechnen. Mein Ex möchte, das ich nur 25% des Gewinnes erhalte. Wir stehen beide im Grundbuch zu 50% und stehen beide im Kreditvertrag. Habe ich einen Anspruch auf die 50%?



Über Ihre Hilfe würde ich mich sehr freuen!



Mit freundlichen Grüssen


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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes nunmehr wie folgt beantworten möchte:

Nach Ihren Angaben sind Sie nicht verheiratet und beide als Eigentümer zu je ½ im Grundbuch eingetragen. Ebenso haben Sie, wenn ich Sie richtig verstanden habe, die monatlichen Raten des Kreditvertrages, welcher zur Finanzierung des Hauses von Ihnen gemeinsam aufgenommen wurde, auch gemeinsam getilgt. Aufgrund dessen gehe ich weiterhin davon aus, dass Sie auch beide im notariellen Kaufvertrag als Verkäufer benannt sind und auch beide die Auflassung zur Eigentumsübertragung erklärt haben. Dementsprechend sind für mich zunächst keine Gründe ersichtlich, welche es rechtfertigen würden, dass Sie nur 25 % des Gewinns, welcher aus dem Verkauf des Hauses resultiert, erhalten.

Hinsichtlich der vorgenommenen Schenkung durch die Mutter Ihres ehemaligen Lebensgefährten dürfte von Bedeutung sein, mit welcher Intention diese erfolgte. Ob diese Ihnen beiden zufließen sollte oder ob diese nur für Ihren ehemaligen Lebensgefährten bestimmt war. Ähnlich verhält es sich mit den erbrachten Hilfestellungen durch Ihre Eltern.

Über eine andere Gewinnaufteilung wäre grundsätzlich nachzudenken, wenn zwischen Ihnen Vereinbarungen für den nun eingetretenen Fall getroffen wurden oder wenn z.B. Ihr Lebensgefährte den überwiegenden Teil der Finanzierung geleistet hätte, wobei auch hierbei dann Ihre Vereinbarungen von Bedeutung wären. Anderenfalls wäre in diesem Fall unter Umständen zu berücksichtigen, wenn Sie sich z.B. ausschließlich oder überwiegend um Ihre minderjährige (?) Tochter gekümmert hätten.

Zusammenfassend kann man mithin sagen, dass ausgehend von den Eigentumsverhältnissen, Ihnen auch 50 % des Gewinns zustehen dürften. Eine andere Sichtweise könnte bei Vorliegen anderslautender Vereinbarungen oder bei einer anderweitigen Auslegung der gesamten Lebensverhältnisse in Betracht kommen. Eine weitergehende Einschätzung ist bedauerlicherweise im Rahmen dieses Forums nicht möglich.

Der vollständigkeithalber möchte ich darauf hinweisen, dass die Tilgung der Kreditraten durch Ihren ehemaligen Lebensgefährten im Rahmen eines etwaigen Unterhaltsanspruches nur bei der Berechnung seines monatliches Einkommens und damit seiner Leistungsfähigkeit von Bedeutung ist.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben konnte. Sollte es zu einer rechtlichen Auseinandersetzung kommen, sollten Sie die Beauftragung eines Rechtsanwalts in Betracht ziehen, da eine abschließende Beurteilung dieses Sachverhaltes nur möglich ist, wenn der ganze Lebenssachverhalt sowie die vertraglichen Abreden bekannt sind.

Abschliessend möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass durch das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben die rechtliche Beurteilung des Sachverhalts anders ausfallen kann.

Im Falle von Unklarheiten machen Sie bitte von der kostenlosen Nachfragefunktion Gebrauch.

Mit freundlichen Grüßen

Miriam Helmerich
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 22.04.2008 | 13:57

Vielen Dank für Ihre umfassende Antwort!

Es wurde nie festgelgt ob das Geld für uns Beide oder nur für ihn war. Es liegt auch kein Schriftstück darüber vor. Desweiteren bin ich mir nicht sicher, das wirklich alles in das geflossen ist, da er sich um das finanzielle kümmerte und mich aussen vor ließ. Aber da nach seinem Auszug noch einige mahnungen kamen, bin ich überzeugt, das er einen Teil anderswertig "untergebracht" hat. Er hat bis September 07 die volle Rate bezahlt. im Dezember bekam ich bescheid, das 3 raten offen sind, darauf hin überwies ich eine rate und er sollte bin zum verkauf weiterzahlen. ich bin überzeugt das er es nicht gemacht hat. die überfälligen Raten werden ja nun bei Kredittilgung berücksichtigt. Ich habe die gesammten Nebenkosten bezahlt und bin auch in dem haus wohnen geblieben, da ich mir die Doppelbelastung nicht leisten konnte, da ja die bank auch auf mich zurückgegriffen hätte und wir erst keinen Käufer in sicht hatten. Es war von uns so vereinbart, das er bis ende 2007 die raten voll trägt und dann je zur hälfte. deshalb auch kein unterhalt, er hat es wie er sagte für sein Kind gemacht. Nun ja, im endeffekt war es ja nicht ganz so, da er die zahlung ja einstellte. Mir ist nur wichtig das die Arbeitsleistungen meiner Familie mit berücksichtigt werden, welche sie für meine Tochter und mich machten, nicht für ihn. Er hat sich einen Anwalt aufgesucht und ich denke das er bis zum Prozess kämpfen wird. Wie sehen meine Chanchen dabei aus? Sollte ich mich auf die 25% einlassen oder ihn ein anderen Angebot machen? Ich habe wirklich keine Nerven mehr, das letzte Jahr, die Trennung, das Haus waren hart genug für mich und unsere Tochter.

Über eine Einschätzung meiner Chancen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.04.2008 | 18:01

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Nachfrage.

Zunächst möchte ich nochmals auf meine bereits erfolgten Ausführungen verweisen.
Die Umstände, welche eine andere Handhabung rechtfertigen, müssten zunächst von Ihrem ehemaligen Lebensgefährten vorgetragen und belegt werden.

Der Umstand, dass offensichtlich ein großer Teil des zugewendeten Geldes in das Haus „geflossen“ ist, könnte zunächst dafür sprechen, dass die Schenkende auch Ihnen die Zuwendung zukommen lassen wollte, da auch Sie Eigentümerin des Hauses sind. Auf der anderen Seite scheint das Geld, nach Ihren Ausführungen, direkt an den ehemaligen Lebensgefährten „übergeben“ worden sein, so dass auch argumentiert werden könnte, dass die Zuwendung auch nur für ihn bestimmt war. Sowohl das eine als auch das andere wäre entsprechend zu beweisen.
Ähnlich verhält es sich mit den Hilfestellungen Ihrer Familie. Im Übrigen müssten diese Leistungen auch in einem Geldbetrag messbar sein, was ebenfalls nicht ganz einfach werden dürfte.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, wurde der Hausabtrag bis September 2007 allein von Ihrem ehemaligen Lebensgefährten bestritten. Da Sie offensichtlich hinsichtlich des Kreditvertrages Gesamtschuldner sind, hätte er wohl grundsätzlich auch einen Ausgleichsanspruch gegen Sie.

Auch der Umstand, dass Sie nach der Trennung im Haus verblieben sind, ist nicht ganz unerheblich. Dieser Wohnwert könnte ebenfalls von Ihrem ehemaligen Lebensgefährten angebracht werden. Hinsichtlich der Nebenkosten dürfte im Übrigen zwischen verbrauchsabhängigen und nicht verbrauchsabhängigen zu differenzieren sein. Bezüglich der nicht verbrauchsabhängigen Kosten dürften Sie ebenfalls Gesamtschuldner, mit der oben genannten Rechtsfolge, sein.

Wie bereits ausgeführt, wären jedoch auch die gesamten Lebensumstände zu berücksichtigen. Insbesondere der Umstand, dass Sie sich offensichtlich weitestgehend um Ihre Tochter gekümmert haben.Auch ein etwaiger Unterhaltsanspruch könnte unter Umständen von Bedeutung sein.

Ob diese Umstände dazu führen, dass Ihnen weniger als 50 % des Erlöses zustehen, kann ich bedauerlicherweise nach wie vor nicht abschließend beurteilen, da hierfür Ihre bisherigen Angaben allein nicht ausreichen.

Aus diesen Gründen kann und möchte ich Ihnen im Rahmen dieses Forums keinen Ratschlag geben, ob Sie die 25 % annehmen oder ein anderes Angebot unterbreiten sollten.

Da Ihr ehemaliger Lebensgefährte bereits anwaltlichen Beistand hat, möchte ich Ihnen dementsprechend nochmals anraten, sich ebenfalls anwaltlich beraten und vertreten zu lassen. Vorher sollten Sie sich meines Erachtens auf keine weiteren Diskussionen mit Ihrem ehemaligen Lebensgefährten einlassen.

Mit freundlichen Grüßen

Miriam Helmerich
Rechtsanwältin




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