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Trennung, nicht verheiratet, Haus gekauft, unterschiedliches Eigenkapital


31.03.2015 15:58 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel



Wir haben uns vor einem Jahr ein Haus gekauft. Nun haben wir uns getrennt.
Kaufpreis: 330.000,- Euro

Der Kredit wurde über insgesamt 265.000,- Euro aufgenommen.
Kredit 1: 215.000,- Euro (noch offen: 205.000)
Kredit 2: kfw: 50.000 (noch offen: 48.000)

Eigenkapital Partner 1: 75.000,- Euro
Eigenkapital Partner 2: 15.000,- Euro

Das Eigenkapital wurde u.a. für Grunderwerbssteuer, Notarkosten, Grundbuchkosten verwendet ca. 25.000,- Euro insgesamt.
Der Rest wurde mit dem Kaufpreis verrechnet.

Nun erfolgte die Trennung, das Haus soll verkauft werden.
Angenommene Vorfälligkeitsentschädigung: 30.000,- Euro die an die Bank zu bezahlen ist.
Weiter angenommen: Verkaufserlös: 330.000,- Euro

Partner 2 ist bereit, an Partner 1 einen gewissen Geldbetrag zu bezahlen (ggf. durch Kreditaufnahme bei den Eltern), so dass keiner durch das unterschiedlich eingebrachte Eigenkapital schlechter gestellt ist.

Ein Vertrag zwischen beiden besteht nicht.
Die Raten wurden von beiden zu gleichen Teilen bezahlt. Beide sind im Grundbuch zu 1/2 eingetragen.

Was bekommen Partner 1 und 2 vom Erlös des Hausverkaufs? Wieviel bekommt Partner 1 ggf. von Partner 2 zusätzlich?

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Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Was bekommen Partner 1 und 2 vom Erlös des Hausverkaufs?

Wenn beide je zur Hälfte Miteigentümer sind, steht jedem die Hälfte der Erlöses zu, der nach Tilgung der Verbindlichkeiten übrig bleibt.


Wie viel bekommt Partner 1 ggf. von Partner 2 zusätzlich?

Wenn eine ausdrückliche vertragliche Regelung nicht besteht, gibt es nach Ihrer Schilderung keine Grundlage für zusätzliche Zahlungen: Bei einer Ehe im gesetzlichen Güterstand würde eine Berechnung des beiderseitigen Zugewinns und ein Ausgleich unter Berücksichtigung von Anfang- und Endvermögen der beiden Partner erfolgen. Diese Regelungen sind für eine nichteheliche Lebensgemeinschaft nicht anwendbar.

Dem unterschiedlichen Eigenkapital hätte durch unterschiedlich hohe Miteigentumsanteile oder durch einen gesonderten Vertrag mit Rückzahlungsvereinbarung bei Trennung Rechnung getragen werden können. Wenn eine solche Regelung nicht getroffen wurde, lässt sich ein Zahlungsanspruch aus meiner Sicht nicht durchsetzen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 31.03.2015 | 16:40

Nur zur Klarstellung:
Partner 2 hat beim Hauskauf mündlich zugesichert, dass er im Falle einer Trennung eine "Ausgleichszahlung" an Partner 1 leistet für das mehr an Eigenkapital von Partner 1.
Beide sollen unter Berücksichtigung des Eigenkapitals gleich gestellt werden.
Ändert dies etwas?
Danke!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.03.2015 | 17:02

Sehr geehrte Fragestellerin,


wenn eine entsprechende Vereinbarung getroffen wurde, ist entsprechend dieser Vereinbarung abzurechnen. Sollten bestimmte Beträge festgelegt worden sein, gelten diese.

Andernfalls würde ich die Vereinbarung so verstehen, dass Partner 1 vorab 60.000 € aus dem Erlös erhält (nämliche den Überschuss der beiden Eigenkapital-Beträge) und der Rest dann geteilt wird. In Ihrem Rechenbeispiel entsteht dann allerdings eine Unterdeckung. Hier wäre dann die Vereinbarung auszulegen: Soll das Eigenkapital vorab ausgeglichen werden, mit der Folge, dass Partner 2 noch einen restlichen Kredit abzahlen muss oder erhält Partner 1 maximal den kompletten Erlös nach Abzug der Kredite.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel


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