Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Trennung, Haus

| 19.02.2009 07:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


12:34
Hallo,
folgender Sachverhalt:
meine Frau und ich sind hälftige Eigentümer eines Einfamilienhauses, Keine Belastunge, gesetzl. Güterstand.
Meine Frau hat sich getrennt und vor Gericht erstritten, dass Sie mit der minderj. Tochter und dem vollj., in Ausbildung fefindlichen, Sohn die gesamte Wohnung im Haus alleinig nutzen darf. Mir wurde Der Keller( Lagerräume) und das Büro zugestanden. Führe einen kleinen Betrieb. Wohnen kann im Keller nicht. Für das von mir beantragte Scheidungsverfahren wurde uns beiden PKH bewilligt. Vor etwa einem Jahr hat sie Ihren neuen Lebensgefährten in unser Haus einziehen lassen. Er hat, objektiv gesehen, hier seinen Hausptwohnsitz eingerichtet.
Die gesamten Neben- u. Verbrauchskosten muß ich allein tragen, meine Frau weigert sich, sich daran zu beteiligen.
Nur die Beteiligung an den Heizkosten lehne ich ab da im Keller keine Heizung vorhanden ist.
Meine Fragen:
1. Kann ich von meiner Frau anteilmäßig die Zahlung der Hauskosten verlangen? Wenn ja, in welchem Verhältnis? Ich dachte
3Erwachsene u. ein Kind gegen 1Erachsenen = 3,5/1?
2. Kann ich anteilmäßig Nutzungsentschädigung von meiner Frau und/oder ihrem neuen Lebensgefährten verlangen? Errechnet evtl. nach Größe und Nutzungsmöglichkeit der entsprechenden Bereiche im Haus?
3. Ist meine Frau mit dem Einzug des Lebensgefährten einen Vertrag(Mietvertrag) eingegangen? Darf Sie das ohne meine Zustimmung? Ich möchte den Lebensgefährten gern aus dem Haus haben, er verursacht zusätzliche Kosten, die ich teils mit geliehenem Geld zahlen muß, außerdem belegt er im Haus ein Zimmer, welches unsere vollj. Tochter gern haben möchte. Sie kann Ihre Mietwohnung nicht mehr finanzieren.

Vielen Dank im Voraus
19.02.2009 | 07:51

Antwort

von


(257)
Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Die Nebenkosten sind anteilig von Ihrer Ex - Gattin zu tragen. Wenn Sie beide als Eigentümer eingetragen sind, haften Sie als Gesamtschuldner mit der Folge, dass die Kosten gegenüber dem Gläubiger zwar von einem alleine bezahlt werden müssen, Sie aber gegenüber Ihrer Frau einen Ausgleichsanspruch haben. Die Aufteilung richtet sich grundsätzlich nach einer Vereinbarung. Nach Ihren Angaben liegt eine solche nicht vor. Meiner Meinung nach sollte auf eine solche hingewirkt werden mit dem Inhalt, dass die Verbrauchskosten entsprechend dem Verbrauch und die übrigen Kosten nach Anzahl der Personen oder nach Quadratmetern aufgeteilt werden sollte. Im Falle eines Rechtsstreits würde entsprechend entschieden werden.

Ob ein Mietverhältnis zwischen Ihrer Exgattin und Ihrem Lebensgefährten vorliegt, vermag ich an dieser Stelle nicht zu beurteilen. Diesbezüglich müssten Sie Ihre Ex – Gattin fragen, ob ein entsprechender Mietvertrag abgeschlossen wurde und Mietzins bezahlt wird. Wenn Ihrer Ex – Gattin die Nutzung der einen Hälfte des Hauses zugesprochen wurde, dann kann sie diese auch teilweise vermieten ohne Ihre Zustimmung. Endgültig kann ich dies aber nur beurteilen, wenn ich die Entscheidung des Gerichts einsehen kann, da sich daraus eventuell etwas anderes ergeben könnte.

Entsprechend können Sie auch dann nicht verlangen, dass der Lebensgefährte aus dem Haus auszieht, damit Ihre volljährige Tochter darin leben kann. Im Übrigen müsste Ihre Tochter, da Sie volljährig ist, einen solchen Anspruch selbst geltend machen.


Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 19.02.2009 | 10:17

Hallo Frau Hein,
vielen Dank für die gute u. schnelle Antwort.
möchte nochmal kurz nachfragen, wie das mit einer Nutzungsentschädigung ist? Oder wird das als Wohnvorteil bezeichnet? Ich selbst mußte mir anderen Wohnraum suchen. Vom Gericht wurde entschieden, dass meine Ex-Gattin den Wohnbereich des Hauses zur alleinigen Verfügung hat, keine weiteren detaillierten Aussagen. Miete wird der Lebensgefährte natürlich nicht an Sie zahlen. Ich nahm an, dass der Einzug allein wie ein mündlicher Vertrag anzusehen ist und dass das evtl. entspr. §1365 BGB unwirksam wäre? Meine Ex-Gattin blockiert jegliche Kommunikation, Informationen oder Vereinbarungen sind dadurch unmöglich.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.02.2009 | 12:34

Sehr geehrter Fragesteller,

hiermit beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Ihre Ex – Gattin kann in der Wohnung einen Lebensgefährten aufnehmen, ohne dafür Miete zu verlangen. Dies hat meiner Meinung nach keinen Einfluss auf das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrer Ex – Gattin betreffend der Aufteilung des Hauses. Eine Verfügung im Sinne von § 1365 BGB meint nicht ein gebrauchen, sondern eine Verfügung im juristischen Sinne, beispielsweise eine Veräußerung.

Wenn Ihre Ex – Gattin freiwillig nicht die anteiligen Kosten übernimmt, dann müssen Sie Ihre Forderung im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens durchsetzen.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 19.02.2009 | 16:50

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antwort hat mir durchaus weiter geholfen. Nur auf die in der Nachfrage nochmals gestellte Frage nach einer Nutzungsentschädigung wurde nicht angerissen. Vielleicht war ja der Einsatz zu gering..."
Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Astrid Altmann »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 19.02.2009
4/5,0

Die Antwort hat mir durchaus weiter geholfen. Nur auf die in der Nachfrage nochmals gestellte Frage nach einer Nutzungsentschädigung wurde nicht angerissen. Vielleicht war ja der Einsatz zu gering...


ANTWORT VON

(257)

Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Miet und Pachtrecht
Jetzt Frage stellen