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Transportschaden eines LCDs nach Garantiefall

12.02.2007 16:27 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Ich habe Mitte letzten Jahres einen LCD-Fernseher bei einer Internetauktion ersteigert, der nach 5 Wochen dann auch ankam. Ich war begeistert von dem Gerät, bis er sich nicht mehr einschalten ließ, worauf ich das Gerät bei dem Hersteller (nicht beim Internethändler) reklamierte. Die Abholung des Gerätes wurde vom Hersteller beauftragt. Ich habe das Gerät in der Originalverpackung dem verduztem Logistikfahrer übergeben (er war nicht auf ein Paket dieser Größe eingerichtet). Der Fernseher kam dann allerdings mit einem Panelbruch beim Hersteller an. Dieser meldete mir diesen Fakt erst nachdem ich eine Woche später anfragte. Daraufhin erklärte ich per Fax an Eides statt, daß das Gerät ohne Panelbruch meine Obhut verließ, und sollte daraufhin in kurzer Zeit ein Ersatzgerät bekommen. Nach mehrmaligem Nachfragen erfuhr ich dann, das sich die Versicherungen streiten, wer denn nun für den Schaden aufkommen soll. Problem bei der Sache soll sein; Das Gerät wurde mit einer Umverpackung geliefert, und ohne Selbige von mir zurückgesandt.
Der Sitz des Herstellers ist in Frankreich.

Soviel zum Sachverhalt, meine Frage nun:
Welche Möglichkeiten bieten sich mir, den Fernseher zurück zu bekommen? (ich habe keine Rechtsschutzversicherung!)

Sehr geehrter Ratsuchender,

soweit das Gerät den Panelbruch trotz ordnungsgemäßer Verpackung erlitten hat, muß der Hersteller auch dafür einstehen. Dieser trägt bei Vorliegen eines Garantiefalles im Rahmen der gewährten Herstellergarantie Kosten und Gefahr des Transportes. Der Hersteller müsste sich daher selbst mit dem Transportunternehmen auseinandersetzen und ggf. Schadensersatzansprüche geltend machen. Ihnen gegenüber wäre die Rückzahlung des Kaufpreises bzw. Lieferung eines neuen Gerätes angezeigt.

Sollten Sie jedoch das Gerät schlecht oder unvorschriftsmäßig verpackt haben, träfe Sie zumindest ein Mitverschulden an dem entstandenen Schaden. Sie würden auf einem erheblichen Teil der Kosten für eine Ersatzbeschaffung sitzen bleiben.

Insoweit ist Ihre Sachverhaltsdarstellung unvollständig. Bitte konkretisieren Sie diesen hinsichtlich der Details der Verpackung im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion. Bitte teilen Sie mir auch mit, ob Zeugen für das Geschehen vorhanden sind.

Das der Hersteller in Frankreich sitzt, ist zu vernachlässigen. Die vorstehenden Regeln gelten zumindest innerhalb der EU überall bei grenzüberschreitendem Warenhandel.

Mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.02.2007 | 19:39

Sehr geehrter Ratgebender, bei Anlieferung des LCDs war der originale Karton nochmals mit einem weiteren Karton umpackt, welcher für die Rücksendung nicht mehr zur Verfügung stand. Die originale Verpackung bestand aus stabilem Karton, der LCD war an den Ecken mit Styroporblöcken gesichert, genau wie im Lieferzustand, und der Karton war gut verklebt. Der Paketfahrer bestätigte mir den ordnungsgemäßen Zustand des Pakets.
Sowohl für den Fehler des Fernsehers als auch für die Verpackung und den Abtransport kann ich Zeugen benennen.
Ich habe vor der Abholung den Hersteller noch per Email nach den Modalitäten der Abholung gefragt, und bekam nur den Termin genannt. Laut AGB dieser Transportfirma war das Paket sowohl zu schwer als auch zu groß (Raummaß), was ich allerdings erst nach dem Dilemma erfuhr.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.02.2007 | 10:01

Vielen Dank für Ihre Ergänzung.

Nach Ihren nunmehrigen Schilderungen besteht für mich kein Zweifel, dass der Transportschaden allein zu Lasten des Herstellers geht. Bitte ziehen Sie unverzüglich einen Anwalt Ihres Vertrauens hinzu, welcher Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Garantie- und Schadensersatzansprüche zur Seite steht.

Die Erfolgsaussichten für Ihre Rechtsverfolgung stehen jedenfalls gut. Zur Vertiefung empfehle ich folgende Rechtsprechnung: OLG Karlsruhe, Urteil vom 19. Dezember 2002, 19 U 8/02.

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