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Tonbandaufnahmen bei Kindesmißhandlung!


04.08.2006 14:09 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich weiß das zwei Kinder in einer Bekanntenfamilie, die ich schon über drei Jahre betreue (Kleidung, Lebensmittel, Spielsachen usw) vom Vater mißhandelt werden. Ich habe es gesehen auch die Mutter erzählt es mir immer wieder wie der Vater die Kinder schlägt. Ich war schön öffters beim Jugendamt, doch die tun nichts ohne Beweise. Die Mutter will aus Angst vorm Ehemann und Jugendamt (das die Kinder weggenohmen werden könnten, weil sie selbst unter schwerer Psychose leidet) ihre Aussage nicht vorm JA und Polizei machen ( habe schon sehr oft versucht sie zu überreden - ohne Erfolg. Die Situation ist in dem Haushalt katoastrophal, die Kinder sehr verhaltensgestört. Ich mache mir große Sorgen. Wäre es zulässig eine Tonbandaufnahme der Mutter, wie sie über die MIßhandlungen der Kinder erzählt ohne das Wissen der Mutter zu machen und es beim Jugendamt einzureichen, um die Mißhandlungen zu beweisen. Ich weiß, dass es allgemein verboten ist, aber es gibt Aunahmefälle.

Es ist nur diese eine Frage die ich wissen möchte, ob ohne Einverständnis Tonbandaufnahmen zulässig sind, die eine Kindesmißhandlung beweisen könnten.

Vielen Dank!

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Ihre Anfrage beantworte ich summarisch wie folgt:

Sie sollten es unterlassen, heimliche Aufnahmen zu fertigen und diese zu Anzeigezwecken zu veröffentlichen.

Heimliche Aufnahmen dürfen im Strafverfahrensrecht verwertet werden, soweit sie nach § 100 c StPO gestattet sind. Ansonsten kommt eine Verwertung höchstens dann in Betracht, wenn überwiegende Interessen der Allgemeinheit dies zwingend gebieten und demgegenüber das schutzwürdige Interesse des Sprechenden an der Nichtverwertung zurücktreten muß. Überwiegende Interessen der Allgemeinheit sind nicht berührt.

Darüber hinaus könnten Sie sich auch zivilrechtlichen Schadensersatzansprüchen aussetzen.

Die heimlichen Aufnahmen sind meines Erachtens gar nicht erforderlich, da ich Ihrer Schilderung entnehme, dass Sie die Umstände selbst wahrgenommen haben. Sie sollten daher eine Strafanzeige bei der Polizei erwägen; Polizei und Staatsanwaltschaft wären dann zu Ermittlungen verpflichtet. Ein Anfangsverdacht besteht durch Ihre Angaben.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierungshilfe gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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