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Todesfall Schwiegermutter - Bank beauftragt Inkassounternehmen

| 28.05.2015 22:45 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Guten Abend aus Hamburg,

wir haben folgendes Problem:

Im November 2013 ist meine Schwiegermutter gestorben, zu der wir schon viele Jahre zuvor den Kontakt auf Grund eines völlig zerrütteten Verhältnisses abgebrochen hatten.

Nach ihrem Tod hatten wir die Bestattungskosten zu übernehmen, haben aber jegliche weitere Verpflichtung abgelehnt. Ihr Zimmer in einem Seniorenstift wurde daraufhin von der Stiftsleitung ausgeräumt. Wir hatten dieser Leitung gegenüber von vornherein klargestellt, dass wir auf jeden Fall ein Erbe, sollte es eines geben, ablehnen würden. Es ist auch nie jemand diesbezüglich an uns herangetreten.

Vor ca. 2 Monaten dann erhielten wir einen Brief der Bank meiner Schwiegermutter, der Hamburger Sparkasse, in dem man uns informierte, dass das Konto meiner Schwiegermutter noch einen Minusbetrag aufweist, den wir ausgleichen sollten. Wir haben uns daraufhin mit der Bank (in der wir ebenfalls Kunden sind - nur in einer anderen Filiale) in Verbindung gesetzt und mitgeteilt, dass wir mit meiner Schwiegermutter seit Jahren nichts zu tun hatten, kein Erbe angenommen haben und den Betrag nicht bezahlen möchten.

Heute nun erhielten wir, offensichtlich als nächsten Schritt, das Schreiben eines Inkassounternehmens, welches von der Hamburger Sparkasse beauftragt worden ist, das Geld "einzutreiben". Das Schreiben erhalten Sie in der Anlage. Mein Mann wird hierin als Erbe bezeichnet, der die Pflicht habe, den Betrag auszugleichen. Unsere Frage: wie müssen wir jetzt weiter vorgehen? Wir wären sofort bereit, ein Erbe auch formal abzulehnen, aber macht es überhaupt Sinn, beim Nachlassgericht vorzusprechen, um ein Erbe, das nie an uns herangetragen wurde, auszuschlagen? Außer uns käme nur noch unsere minderjährige Tochter als Erbe in Frage, müsste diese dann ebenfalls das Erbe ablehnen?

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Mit freundlichem Gruß

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Das Gesetz regelt, dass der Erbe die Erbschaft nicht mehr ausschlagen kann, wenn er sie angenommen hat oder wenn die für die Ausschlagung vorgeschriebene Frist verstrichen ist; mit dem Ablauf der Frist gilt die Erbschaft als angenommen.

Die Ausschlagung kann nur binnen sechs Wochen erfolgen.
Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in welchem der Erbe von dem Anfall u dem Grunde der Berufung Kenntnis erlangt.

Wenn Ihr Mann demnach nicht innerhalb der 6 Wochen gegenüber dem Nachlassgericht die Ausschlagung erklärt hat, ist er in die Erbenstellung gerückt u haftet für die Nachlassverbindlichkeiten.


Mit freundlichen Grüßen

RA K. Roth aus Hamburg

Nachfrage vom Fragesteller 28.05.2015 | 23:53

Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Antwort. Was genau bedeutet "von dem Anfall und dem Grunde der Berufung Kenntnis erlangen"? Wenn es kein Erbe gab, kann davon doch auch keine Kenntnis erlangt werden? Oder gilt schon die Kenntnis des Todes der Person als Start dieser 6-Wochen-Frist?

Mit bestem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.05.2015 | 08:53

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Kenntnis des Todes des Erblassers ist für den Erberechtigten der maßgebliche Zeitpunkt u setzt den Beginn der Frist in Gang.

Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

Bewertung des Fragestellers 31.05.2015 | 08:59

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FRAGESTELLER 31.05.2015 5/5,0
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