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Tod durch Fehldiagnose


25.08.2006 11:19 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht



Guten Tag,

Mein Vater wurde vor drei Wochen als Notfall mit dem Krankenwagen in ein Krankenhaus eingeliefert. Er litt unter starker Atemnot, stechenden Brust- und Rückenschmerzen, blutigem Auswurf sowie unter Fieber. Trotzdem schon morgens eine rechtsseitige Lungenentzündung festgestellt wurde, war die diensthabende Assistenzärztin nicht in der Lage, eine Lungenembolie zu diagnostizieren.
Mein Vater wurde nach seiner Einlieferung auf eine “Normalstation” gebracht. Die Assistenzärztin behandelte ihn auf "Darminfektion" mit einer Antibiotikainfusion. Bald verschlechterte sich sein Zustand extrem. Seine Haut war kalt und schweißnaß, seine Füße färbten sich dunkelrot/blau.
Meine Hilferufe wurden ignoriert, die Assistenzärztin erschien sechs lange Stunden nicht mehr. Nach über sechs Stunden, als er eine größere Menge Blut spuckte, wurde er auf die Intensivstation verlegt, wo es nach wenigen Minuten, trotz Wiederbelebungsmaßnahmen, zu einem Herz-Kreislaufzusammenbruch kam, der schließlich zu seinem Tod führte.
Das Krankenhaus verweigerte mir zunächst die Herausgabe der (kopierten) Krankenakte, nach einer Woche täglichen Bittens konnte ich sie abholen.

Kann man die Ärztin haftbar machen, da sie weder die Notlage meines Vaters erkannt hatte und damit die Intensivpflege hätte einleiten müssen, noch die richtige Diagnose erstellt hat?

vielen Dank im voraus

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Sehr geehrte Ratsuchende, sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst drücke ich Ihnen mein Beileid zu Ihrem Verlust aus.

Im Falle eines Behandlungsfehlers müssen grundsätzlich die Ärztin sowie das Krankenhaus haften.

Allein der Tod Ihres Vaters jedoch, führt nicht zu einer Haftung.

Voraussetzung für die Haftung ist, dass die Ärztin nach dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Wissenschaften in der Praxis hätte erkennen können bzw. müssen, dass bei Ihrem Vater eine Lungenembolie vorliegt.
Um dies festzustellen, ist in Arzthaftungsrechtprozessen ein Sachverständigengutachten erforderlich, um festzustellen, ob ein solcher Behandlungsfehler vorliegt. Ergibt ein solches Gutachten, dass das der Fall ist, so unterscheidet man zwischen einfachen und groben Behandlungsfehlern. Bei groben Behandlungsfehlern findet eine Beweislastumkehr statt, wonach nicht Sie als Kläger beweisen müssten, dass der Fehler zum Tode Ihres Vaters geführt hat. Das Krankenhaus bzw. die Ärztin müsste beweisen, dass das nicht der Fall ist. Sie könnten sich auf eine tatsächliche Vermutung stützen und die Gegenseite müsste sich entlasten.

Die juristische Aufarbeitung und die Erstellung des Gutachtens können nur anhand der Behandlungsunterlagen durchgeführt werden. Daher ist es bedenklich, dass Ihnen die Herausgabe der Behandlungsunterlagen zunächst verweigert wurde.

In der Rechtsfolge stünde Ihnen Schadensersatz und Schmerzensgeld zu. Die Höhe ist konkret zu berechnen und kann hier nicht angegeben werden. Dazu ist eine genaue Auseinandersetzung mit dem Fall erforderlich.

Ich möchte Ihnen dringend raten, weitere anwaltliche Beratung einzuholen. Sofern Sie es wünschen, stehen wir Ihnen gerne zur weiteren Verfügung. Zunächst können Sie eine kostenlose Nachfrage stellen. Selbstverständlich können Sie uns auch direkt kontaktieren. Unsere Kanzlei ist u. a. auf Arzthaftungsrecht spezialisiert.

Ich hoffe, Ihre Frage zunächst zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüssen

RA Dipl.-Jur. Thomas R. Krajewski

Hein & Krajewski RAe Partnerschaftsgesellschaft
Hamburg & Marburg

Standort Hamburg:
Neuer Kamp 30 Eingang C
20357 Hamburg

Tel.: 040 / 43 209 227
Fax: 040 / 43 209 229

www.haftungsrecht.com


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