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Tochter möchte zum Vater

| 29.09.2008 11:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Tag,

meine Tochter (14) lebt bei meiner wieder verheirateten Exfrau und äusserte jetzt den Wunsch, zu mir zu ziehen (auch wiederverheiratet, drei Stiefkinder 13,15,17 J.). Meine Tochter begründet dies mit großen Schwierigkeiten im Verhältnis zu ihrem Stiefvater bzw. vermutlich pubertär zu erklärenden Differenzen zu ihrer Mutter. Bisher haben wir regelmäßig 14tägige Besuchskontakte plus die Hälfte aller Schulferien.
Natürlich hat meine Tochter bei uns ihr eigenes Zimmer.
Meine Fragen lauten nun:
Was muss ich im Vorfeld beachten? Muss ich zum Jugendamt/Familiengericht? Welches Jugendamt ist zuständig? Wann muss meine Ex von der Absicht unterrichtet werden, kann sie den Wechsel verhindern bzw. kann der Wechselwunsch abgelehnt werden?
Sollte ich mir einen Anwalt nehmen?

Gruß MM

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne beantworte ich ihre Anfrage wie folgt :

entscheidend für ihr Anliegen ist die Frage in wie weit bei Ihnen das elterliche Sorgerecht bezüglich der Tochter geregelt ist.

Grundsätzlich wird das Sorgerecht auch bei geschiedenen Eltern gemeinsam ausgeübt. Es kann aber sein, dass auf Antrag eines oder beider Elternteile im Rahmen einer gerichtlichen Entscheidung eine abweichende Regelung bezüglich des Sorgerechts und damit auch des Aufenthaltsbestimmungsrechtes vorliegt.

Da in ihrem Falle die Tochter bisher den größeren Teil der Zeit bei ihrer Mutter verbringt, gehe ich davon aus, dass die Mutter in jedem Fall das Sorgerecht hat.
Auch wenn das Sorgerecht für die Tochter zwischen beiden Eltern aufgeteilt sein sollte, bleibt die Zustimmung der Mutter zum Umzug der Tochter Voraussetzung für ihr Anliegen.

Sie müssen daher beachten, dass das Anliegen ihrer Tochter nicht "über den Kopf" der Mutter hinweg entschieden wird, sondern müssen in erster Linie versuchen eine gemeinsame Vereinbarungsgrundlage zu finden.

Um eine einvernehmliche Einigung zu erreichen, können Sie auch beim Jugendamt anfragen, ob dort eine entsprechende Hilfe in Betracht kommt. Insbesondere könnte das Jugendamt zwischen den Eltern vermitteln und beispielsweise bei einem runden Tisch eine Klärung ihres Anliegens unterstützen. Wenden Sie sich dazu an das Jugendamt im Wohnbereich ihrer Tochter.

Sollte eine einvernehmliche Regelung nicht möglich sein, haben Sie das Recht gerichtlich eine entsprechende Änderung des Aufenthaltsbestimmungsrechtes einzuklagen. Entscheidend für die Erfolgsaussicht hierfür ist die Frage, was für das Kindeswohl das Beste ist.

Zuständig für eine solche Klage wäre das Familiengericht. Sollten Sie den Weg einer gerichtlichen Klärung vornehmen wollen, empfiehlt sich dann in jedem Fall die Hinzuziehung eines Anwaltes. Isnbesondere sollte in ihrem Falle, die Erfolgsaussicht unter Abwägung der gesamten familiären Situation vor Klageerhebung noch detailliert anwaltlich überprüft werden.


Ich hoffe Ihnen geholfen haben zu können und stehe Ihnen über die Nachfragefunktion,per Mail oder telefonisch bei Rückfragen zur Verfügung.
Bitte haben Sie dafür Verständnis das im Rahmen dieser Erstberatungsplattform nur eine erste Einschätzung ihrer Anfrage möglich ist und insbesondere das Hinzukommen bisher nicht genannter Umstände zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.


Sollten Sie an einer Beauftragung interessiert sein, kann ich Ihnen anbieten das Beratungshonorar dieser Plattform auf eine weitergehende Beauftragung anzurechnen.



Mit freundlichen Grüßen


Holger Hafer
(Rechtsanwalt)

Nachfrage vom Fragesteller 29.09.2008 | 12:21

Sehr geehrter Herr Hafer,

wir üben das gemeinsame Sorgerecht aus, dennoch habe ich Sie dahingehend verstanden, daß meine Tochter nur mit Zustimmung der Mutter ihren Wunsch umsetzen kann.
Ist die Zustimmung an ein gewisses Kindesalter gebunden und kann meine Tochter quasi erst mit eigener Volljährigkeit ohne Mutters Zustimmung wechseln?

MfG MM

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.09.2008 | 12:56

Richtig, soweit die Mutter ihrer Tochter das Sorgerecht hat, muss Sie grundsätzlich miteintscheiden.

Ebenfalls richtig ist, dass ihre Tochter erst mit Volljährigkeit ohne Zustimmung ihrer Mutter wechseln kann.


MfG

Hafer(Rechtsanwalt)

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