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Tochter möchte zu mir ziehen, die Mutter erlaubt es nicht


| 28.11.2009 11:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt



Hallo,

ich bin seit 7 Jahren geschieden und meine beiden Kinder ( 17 + 15 Jahre alt) leben bei der Mutter. Das Sorgerecht ist 50 / 50 geteilt.
Meine Ex-Frau ist wie ich ganttägig berufstätig. Ich kann meiner Tochter ein eigenes Zimmer geben und sie ganz normal versorgen.

Nun möchte meine Tochter 15 Jahre zu mir ziehen um bei mir zu leben, nachdem es etliche Probleme mit ihrer Mutter gab.

Mein Sohn will bei seiner Mutter bleiben, was für mich kein Problem ist.

Die Mutter erlaubt es nicht und will dies auf alle Fälle verhindern.

Frage: hat sie dazu das alleinige Entscheidungsrecht, oder kann meine Tochter selbst bestimmen, bei welchem Elternteil sie leben möchte?
Lohnt sich die weitere Verfolgung der Angelegenheit, oder haben meine Tochter und ich keine Chance.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage darf ich auf der Basis des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

Ein Teilaspekt des elterlichen Sorgerechts ist entsprechend § 1631 BGB das so genannte Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Hierzu zählt insbesondere das Recht, den Wohnort und die konkrete Wohnung des minderjährigen Kindes zu bestimmen. Ihre Tochter ist somit nicht dazu berechtigt, alleine über ihren dauerhaften Aufenthaltsort zu bestimmen.

Dieses Aufenthaltsbestimmungsrecht steht im Falle der gemeinsamen elterlichen Sorge beiden Elternteilen zu, wobei jedoch von einer bereits getroffenen Einigung über den Lebensmittelpunkt des Kindes nicht einseitig abgewichen werden kann.

Verweigert also die Mutter in Ihrem Fall ihre Zustimmung zum Wechsel des Aufenthaltsortes so kommt letztendlich nur eine Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts durch das Gericht auf Sie in Frage.

Hierbei ist alleinig ausschlaggebendes Kriterium für die Entscheidung des Gerichtes das Wohl des Kindes.

Diese Beurteilung des Kindeswohls hat sich im Rahmen einer Entscheidung über das Aufenthaltsbestimmungsrecht an den Grundsätzen der Kontinuität, der Förderung, der Bindung des Kindes an seine Eltern und sonstige Bezugspersonen sowie am geäußerten Kindeswillen zu orientieren. (BGH, FamRZ 1990, 392)

Der Kindeswille ist somit nur ein Teilaspekt der Entscheidung, dem aber natürlich mit zunehmendem Alter des Kindes ein erhebliches Gewicht zukommt.

In Ihrem Fall wäre somit anhand der Gesamtumstände zu prüfen, welche Entscheidung dem Wohl Ihrer Tochter unter Berücksichtigung ihres geäußerten Willen am besten entspricht.

Hierbei wäre insbesondere zu klären, ob Ihre Tochter aufgrund des Umzugs zu Ihnen auch ihre Schule wechseln müsste. Ferner wäre zu klären, welche Umstände zu der Entscheidung ihrer Tochter geführt haben.

Zusammenfassend sehe ich daher aufgrund des Alters Ihrer Tochter durchaus Chancen für eine weitere Verfolgung dieser Angelegenheit, weswegen ich Ihnen empfehlen möchte, sich unter Schilderung der Gesamtumstände ausführlich von einem ortsansässigen Kollegen anwaltlich beraten zu lassen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Für eine über diese Erstberatung hinausgehende Interessenvertretung steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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