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Tochter mit Drogen gedealt


| 31.07.2017 21:28 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger



Hallo.
Ich habe jetzt eine Anklageschrift für meine Tochter bekommen.
Sie ist 16 und hat trotz aller belehrungen mit Drogen gedealt.
Erst 1 g für 5 EUR gekauft und für 7 EUR weiterverkauft und dann wollte sie 10g für 100 EUR kaufen und für 140 EUR weiter verkaufen. dazu kam es jedoch nicht. Der Termin wurde per Handy vereinbart. Die Polizei hat ihr Handy beschlagnahmt und meine Tochter hat alles gestanden.
Nun wird das Verfahren eingeleitet.
Soll ich für meine Tochter einen Anwalt bestellen und welche Strafe wird auf sie zukommen?
Danke für Ihre Hilfe.

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Sehr geehrte Fragenstellerin,

wenn ihre Tochter noch nicht vorbestraft sein sollte, wird es auf eine Standpauke des Richters / der Richterin sowie Sozialstunden nach § 10 Abs. 1 Nr. 4 JGG oder eine der anderen dort benannten Weisungen hinauslaufen:

"(1) Weisungen sind Gebote und Verbote, welche die Lebensführung des Jugendlichen regeln und dadurch seine Erziehung fördern und sichern sollen. Dabei dürfen an die Lebensführung des Jugendlichen keine unzumutbaren Anforderungen gestellt werden. Der Richter kann dem Jugendlichen insbesondere auferlegen,
1.
Weisungen zu befolgen, die sich auf den Aufenthaltsort beziehen,
2.
bei einer Familie oder in einem Heim zu wohnen,
3.
eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle anzunehmen,
4.
Arbeitsleistungen zu erbringen,
5.
sich der Betreuung und Aufsicht einer bestimmten Person (Betreuungshelfer) zu unterstellen,
6.
an einem sozialen Trainingskurs teilzunehmen,
7.
sich zu bemühen, einen Ausgleich mit dem Verletzten zu erreichen (Täter-Opfer-Ausgleich),
8.
den Verkehr mit bestimmten Personen oder den Besuch von Gast- oder Vergnügungsstätten zu unterlassen oder
9.
an einem Verkehrsunterricht teilzunehmen.
(2) Der Richter kann dem Jugendlichen auch mit Zustimmung des Erziehungsberechtigten und des gesetzlichen Vertreters auferlegen, sich einer heilerzieherischen Behandlung durch einen Sachverständigen oder einer Entziehungskur zu unterziehen. Hat der Jugendliche das sechzehnte Lebensjahr vollendet, so soll dies nur mit seinem Einverständnis geschehen."

Der reinen Lehre nach empfiehlt es sich wenigstens Akteneinsicht durch einen Anwalt nehmen zu lassen. Ob das hier wirklich notwendig ist, ist eine andere Frage.

Wenn ihre Tochter noch von andern Taten weiß, würde sich dies jedenfalls empfehlen.
Stellen Sie gerne eine Nachfrage. Über eine Bewertung mit 5,0 freue ich mich.

MfG
D. Saeger
- RA -

Nachfrage vom Fragesteller 31.07.2017 | 22:05

vielen Dank für diese schnelle Antwort.
Also schaffen wir es auch ohne Anwalt?
Sie besucht das Gymnasium und ich habe Angst, dass sie in den Jugendknast muss. Dann ist ihre Zukunft abgeschrieben.
Was könnte ein Anwalt in dieser Sache mildern?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.07.2017 | 22:09

Sehr geehrte Fragenstellerin,

das Jugendstrafrecht ist dem Erziehungsgedanken verhaftet. Wenn sie nicht vorbestraft ist, geständig ist und Reue zeigt wird es weder zu einem Verwarnarrest oder einer Jugendstrafe kommen.

§ 2 JGG:

"(1) Die Anwendung des Jugendstrafrechts soll vor allem erneuten Straftaten eines Jugendlichen oder Heranwachsenden entgegenwirken. Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Rechtsfolgen und unter Beachtung des elterlichen Erziehungsrechts auch das Verfahren vorrangig am Erziehungsgedanken auszurichten.
(2) Die allgemeinen Vorschriften gelten nur, soweit in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt ist."

In - wahrscheinlich - einfach gelagerten Strafsachen kann der Verteidiger auch nicht viel mehr machen als auf diese 3 Punkte zu verweisen.

MfG
D. Saeger
- RA -

Bewertung des Fragestellers 31.07.2017 | 22:06


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FRAGESTELLER 31.07.2017 5/5.0
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