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Tochter hat Schule geschmissen- Trotzdem noch Unterhalt bezahlen?

04.05.2018 08:36 |
Preis: 55,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Ich bin von meiner Ehefrau seit 4 Jahren geschieden. Mit ihr habe ich 2 Kinder , eine 17 jährige Tochter ( die meine Exfrau mit in die Beziehung gebracht hatte und von mir adoptiert wurde ) und einen 9 jährigen Sohn. Die 17 jährige Tochter wohnt bei ihrer Mutter und ihrem neuen Freund. Unser Sohn ist im Wechselmodell 1 Woche bei mir und 1 Woche bei seiner Mutter. Für die Tochter bezahle ich gemäß Düsseldorfer Tabelle Unterhalt. Die schulischen Leistungen der Tocher ließen in den letzten Jahren stark nach (Schulverweise, Sitzenbleiben, Schulwechsel). Nun hat sie seit November letzten Jahres die Schule ohne Abschluss geschmissen (nachdem sie die 10 jährige Schulpflicht erfüllt hat ) und macht seither auch keine Anstalten, wieder zur Schule zu gehen. Im August diesen Jahres wird sie volljährig ( Ich weiß auch, dass meine Exfrau und ich beide unterhaltspflichtig gegenüber unserer Tochter wären, sobald sie volljährig wird und solange sie eine Schule besucht oder sich in einer Ausbildung befindet ).

Nun meine Frage:

Bin ich überhaupt noch unterhaltspflichtig, solange meine Tochter weder zur Schule noch einer
Ausbildung nachgeht?

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Guten Morgen,
ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich besteht die Unterhaltspflicht auch gegenüber volljährigen Kindern bis zum Abschluss einer angemessenen ersten Ausbildung, vgl. § 1610 Abs. 2 BGB.

Allerdings gibt es in diesem Zusammenhang Spielregeln, an die sich auch das volljährige Kind zu halten hat. Ein Volljähriger, der nach Abschluss seiner allgemeinen Schulausbildung weder eine Berufsausbildung aufnimmt noch hinreichende Bemühungen um einen Ausbildungsplatz nachweist, verletzt nachhaltig seine Ausbildungsobliegenheit mit der Konsequenz des Wegfalles der Unterhaltspflicht.

Zwar wird Kindern auch nach Eintritt der Volljährigkeit ein gewisser Zeitraum der "Findung" zugebilligt; sollte dieser Zeitraum allerdings in purem Nichtstun bestehen, entfällt dieses Privileg.

Es wird im Einzelfalle zu entscheiden sein, ob sich das Verhalten Ihrer Tochter als unterhaltsschädlich darstellt. Bloßes Nichtstun ohne erkennbare Bemühungen um Ausbildung oder Beruf reichen nicht aus, Unterhalt von Ihnen fordern zu können.

Da nach Volljährigkeit grundsätzlich das Kind verpflichtet ist, die Voraussetzungen der Unterhaltspflicht darzulegen, sollten Sie, falls dies nicht erkennbar wird, Zahlungen einstellen.

Mit freundlichen Grüßen

Beachten Sie bitte meine Hinweise zur Datenverarbeitung unter https://www.magentacloud.de/share/qhfwphvs89

Nachfrage vom Fragesteller 04.05.2018 | 09:58

Hallo,

gilt dies auch jetzt schon, solange meine Tochter noch nicht volljährig ist (da sich meine Tochter ja im Prinzip schon seit November letzten Jahres unterhaltsschädlich verhält indem sie die Schule geschmissen hat und das bloße Nichtstun geniesst...)?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.05.2018 | 10:24

Nein, solange das Kind minderjährig ist, haben Sie -zumindest theoretisch- ja die Möglichkeit, erzieherisch auf das Kind einzuwirken und zu einer Ausbildung bzw. Tätigkeit anzuhalten.


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