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Tochter 18 Monate, ohne Vaterschaftsannerkennung


01.09.2007 09:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Habe folgendes Problem:

Mit meiner Freundin wohne ich seit 3 Jahren zusammen.
Wir haben eine gemeinsame Tochter (18 Monate).

Bisher wollte meine Freundin mich nicht als offiziellen Vater anerkennen und deshalb habe ich noch keine Vaterschaftsannerkennung.

Meine Freundin sagte immer das dies nicht nötig sei, weil wir eventuell Heiraten wollten und benutzte dies immer als Druckmittel.

Für alle Nachbarn, Familie und Pfarrer bin ich aber der echte Vater was ja auch stimmt. Lediglich die Vaterschaftsannerkennung fehlt noch. Ich unterstützte bisher meine Freundin und meine Tochter Finanziell.

Mein Problem:
Vermutlich wollen wir beide uns trennen. Obwohl ich meine Tochter liebe glaube ich das es besser ist das ich keinen Kontakt mehr zu ihr haben sollte. Meine Freundin glaubt das es für die Tochter besser ist als dieses ewige hin und her zwischen beiden Elternteilen.

Meine Frage:
1.:Muss ich Unterhalt zahlen obwohl ich keine Vaterschaftsannerkennung habe ???
2.:Gibt es einen Termin an denen der Rechtsanspruch auf Kindesunterhalt verfällt weil die Vaterschaftsannerkennung noch nicht geklärt ist ???

Ich habe einfach Angst das ich aus dem Leben der beiden aussteige und nach 2 Jahren meldet sich die Freundin wieder und will mich als Vater benennen und Unterhalt haben. Dann nützt mir auch das Besuchsrecht nichts mehr denn dann weiß die Tochter gar nicht mehr wer ich bin.

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Sehr geehrter Fragesteller,

herzlichen Dank für Ihre Fragen und das damit entgegengebrachte Vertrauen.

Unterhalt schulden Sie lediglich als biologischer Vater des Kindes.

Sofern sich herausstellen sollte, dass Sieder biologische Vater des Kindes sind, kann das Kind Unterhalt unter den Voraussetzungen des § 1613 BGB Unterhalt fordern:


§ 1613 Unterhalt für die Vergangenheit

(1) Für die Vergangenheit kann der Berechtigte Erfüllung oder Schadensersatz wegen Nichterfüllung nur von dem Zeitpunkt an fordern, zu welchem der Verpflichtete zum Zwecke der Geltendmachung des Unterhaltsanspruchs aufgefordert worden ist, über seine Einkünfte und sein Vermögen Auskunft zu erteilen, zu welchem der Verpflichtete in Verzug gekommen oder der Unterhaltsanspruch rechtshängig geworden ist. Der Unterhalt wird ab dem Ersten des Monats, in den die bezeichneten Ereignisse fallen, geschuldet, wenn der Unterhaltsanspruch dem Grunde nach zu diesem Zeitpunkt bestanden hat.


(2) Der Berechtigte kann für die Vergangenheit ohne die Einschränkung des Absatzes 1 Erfüllung verlangen

1.
wegen eines unregelmäßigen außergewöhnlich hohen Bedarfs (Sonderbedarf); nach Ablauf eines Jahres seit seiner Entstehung kann dieser Anspruch nur geltend gemacht werden, wenn vorher der Verpflichtete in Verzug gekommen oder der Anspruch rechtshängig geworden ist;

2.
für den Zeitraum, in dem er

a)
aus rechtlichen Gründen oder

b)
aus tatsächlichen Gründen, die in den Verantwortungsbereich des Unterhaltspflichtigen fallen,

an der Geltendmachung des Unterhaltsanspruchs gehindert war.

(3) In den Fällen des Absatzes 2 Nr. 2 kann Erfüllung nicht, nur in Teilbeträgen oder erst zu einem späteren Zeitpunkt verlangt werden, soweit die volle oder die sofortige Erfüllung für den Verpflichteten eine unbillige Härte bedeuten würde. Dies gilt auch, soweit ein Dritter vom Verpflichteten Ersatz verlangt, weil er anstelle des Verpflichteten Unterhalt gewährt hat.


Nach § 1613 Abs. 2 Nr. 2 kann daher auch eine rückwirkende Unterhaltsforderung entstehen, wegen rechtlicher Gründe, hier Unkenntnis von Vaterschaft. Leistungen, die Sie jedoch bereits jetzt erbringen müssen hierauf angerechnet werden.

Nach § 1613 Abs. 3 kannaber eine Nachforderung unbillig sein.Entscheidendes Kriterium für die Prüfung der Frage, ob grobe Unbilligkeit i. S. § 1613 BGB vorliegt ist, ob ein möglicher Kindesvater mit seiner Inanspruchnahme auf Kindesunterhalt rechnen muss.

Ich hoffe, Ihre Fragen hilfreich benatwortetzu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

Nachfrage vom Fragesteller 01.09.2007 | 12:14

Vielen Dank für die schnelle Antwort, leider ist sie wenig hilfreich weil sie zu sehr mit Paragraphen formulieren und zu wenig auf meine Fragen eingehen. Es dürfte doch eigentlich nicht schwer sein direkt in normal verständlichen Sätzen zu antworten und nicht viele Paragraphen zu nennen die auf meinen Fall sowieso nicht zutreffen.
Bitte nochmals beantworten:
Meine Frage:

1.:Muss ich Unterhalt zahlen obwohl ich keine Vaterschaftsannerkennung habe ???

2.:Gibt es einen Termin an denen der Rechtsanspruch auf Kindesunterhalt verfällt weil die Vaterschaftsannerkennung noch nicht geklärt ist ???


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.09.2007 | 12:30

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre erste Frage habe ich bereits beantwortet, ohne Nachweis, dass Sie mit dem Kind verwandt sind, also ohne eine Vaterschaftsanerkennung sind Sie nicht zum Unterhalt verpflichtet.

Erst wenn das Kind nicht mehr unterhaltsbedürftig ist, würde ein Anspruch des Kindes auf Kindesunterhalt wegfallen. Solange kann es bei nachträglicher Feststellung der Vaterschaft Unterhalt fordern. Ein fester Termin oder eine Frist existiert hier nicht.

Ich hoffe, Ihre beiden Fragen nunmehr eindeutig beantwortet zu haben und wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

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