Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
509.011
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Titulierte Forderung / Inkassogebühren

27.02.2009 10:07 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Sehr geehrte Damne und Herren,
eine titulierte Forderung wurde vollständig beglichen. Neben der Forderung, welche bereits Inkassogebühren beinhaltete, weist der Forderungsstand nun weitere Inkassogebühren (Kontoführungs-/Ermittlingsgebühren,...)in Höhe von 400,-€ auf, welche nicht tituliert wurden. Ist das rechtens? Müssen diese bezahlt werden?
Herzlichen Dank für eine Antwort.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung des von Ihnen gewählten Mindesteinsatzes in der gebotenen Kürze wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich sind die Kosten, die dem Gläubiger durch die Einschaltung eines Inkassobüros zur Beitreibung ausstehender Forderungen entstehen, vom Schuldner als Verzugsschaden zu tragen.

Ob Sie verpflichtet sind, die weiteren nichttitulierten Inkassogebühren in Höhe von 400 Euro zu zahlen, hängt meines Erachtens davon ab, ob dem Gläubiger nachdem der Titel ergangen ist, weitere Kosten entstanden sind, bis Sie die titulierte Forderung (einschließlich der schon titulierten Inkassokosten) beglichen haben.

Musste also der Gläubiger nachdem er den Titel "in der Hand" hatte, sich noch einmal eines Inkassobüros bedienen, um
die Forderung beizutreiben, so hätten Sie auch diese nichttitulierten Gebühren als Verzugsschaden zu begleichen.

Dies wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn Sie nachdem der Titel ergangen war, umgezogen wären und man Ihre neue Adresse hätte
ermitteln müssen oder wenn Sie nicht direkt nach Ergehen des Titels gezahlt hätten und so weitere Kontoführungsgebühren entstanden wären.

Musste sich also Ihr Gläubiger nachdem die Forderung tituliert war noch einmal eines Inkassobüros bedienen, damit Sie zahlten, so wären Sie auch verpflichtet, diese weiteren Inkassogebühren zu zahlen.

Dies lässt sich an dieser Stelle mit den mir vorliegenden Informationen nicht abschließend beurteilen und wäre in der kostenlosen Nachfrage zu klären.

Ob in einem solchen Fall die Höhe der weiteren gegen Sie geltend gemachten Inkassogebühren von 400 Euro gerechtfertigt wären, kann von mir an dieser Stelle nicht beurteilt werden, da mir die Höhe der titulierten Forderung nicht bekannt ist.

Ob Sie also zur Zahlung von 400 Euro verpflichtet sind, kann daher abschließend nur im Rahmen der Nachfragefunktion geklärt werden.


Zum Abschluss möchte ich Sie noch hierauf hinweisen:
Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben beruht, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhalts.
Diese Einschätzung kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen.
Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwältin Gesine Mönner

Nachfrage vom Fragesteller 27.02.2009 | 12:08

Vielen Dank vorab für die Info.
Höhe der Forderung: 4200,-€. Mit Rechtsanwalt Ratenzahlung vereinbart, welche eingehalten wurde. Ratenzahlungsvereinbarung basierte auf titulierter Forderung zzgl. Zinsen, erst im Nachhinein kam Inkassobüro ins Spiel. Dieser trat die Forderung seinerzeit (vor einem Jahr) an das Inkassobüro ab. Ich habe mich jedoch immer an die Vereinbarung mit dem Anwalt gehalten. Nun fordert jedoch, obwohl mit Ratenzahlungsvereinbarung mit Anwalt erfolgte, das Inkassobüro nochmals 400,-€. Meiner Meinung nach ist das Abzocke.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.02.2009 | 23:11

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage möchte ich folgendermaßen beantworten:

Aus den Angaben in Ihrer Nachfrage läßt sich nicht entnehmen, dass in der titulierten Forderung bereits Inkassogebühren enthalten waren, da Sie hier nur von der titulierten Forderung zuzüglich Zinsen sprechen, über die die Ratenzahlung vereinbart wurde.
Sollten also in der titulierten Forderung keine Inkassokosten enthalten gewesen sein, dann stünden die Kosten, die dem Rechtsanwalt für die Beitreibung der Forderung entstanden sind, noch aus. Zumindest ist Ihre Formulierung hier missverständlich.

Wenn aber in der titulierten Forderung bereits Inkassokosten enthalten waren und Sie sich an die Ratenzahlungsvereinbarung gehalten und regelmäßig die Raten gezahlt haben, dann sind Sie bestenfalls zur Zahlung von Kontoführungsgebühren verpflichtet.

Um aber eine verbindliche abschließende Antwort diesbezüglich vornehmen zu können, bedürfte es einer eingehenden Prüfung des gesamten Vorgangs, einschließlich der Zahlungsaufforderung des Inkassobüros.

Dafür können Sie sich über die Direktanfrage gerne an mich wenden oder Sie müssten einen entsprechenden Auftrag bei Beauftrag-einen-Anwalt einstellen.

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwältin Gesine Mönner



FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 66475 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Schnelle und verständliche Information, besten Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr zufrieden passt ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles wie gesagt - verständlich - ausführlich - freundlich - weiter so vielen Dank ...
FRAGESTELLER