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Titel VS. Beschreibung? Käufer liest Beschreibung nicht


11.11.2006 15:29 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&ih=011&sspagename=STRK%3AMESO%3AIT&viewitem=&item=320042504485&rd=1&rd=1

ich habe die obige auktion ende letzten monats eingestellt für 10 tage. in den titel habe ich wegen der suchmaschine von ebay

"Winterräder Mercedes C-Klasse E-Klasse S-Klasse SLK CLK"

eingegeben. und in der beschreibung genau angegeben inkl. gescannten seiten aus dem gutachten welche reifen für welche autos benutzt werden können. als auch dass die aufgezogenen reifen auf einer s-klasse benutzt wurden.
UND NOCHMAL UNTEN "Bitte klären Sie ab ob Sie die angebotenene Rad/Reifenkombination auf Ihrem Auto benutzen dürfen.
die aufgezogenen Winterreifen waren für eine S-Klasse W220 Bj. ´03. Wegen Fragen: Die Felgen stammen nicht von einem Unfallwagen." eingefügt.

jetzt hat sie jemand aus bremen (also vor ort) gekauft und das geld überwiesen. die räder wurden nun heute abgeholt und ich habe den STARKEN eindruck, das der käufer HÖCHSTENS flüchtig die beschreibung gelesen hat! ich denke er wird sich bei mir "melden"

WIE SIEHT ES RECHTLICH AUS? KANN ER MICH WEGEN BETRUGES ODER FALSCHER BESCHREIBUNG VERKLAGEN ETC. ??? (auktion ist natürlich ein privatverkauf)

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung der mitgeteilten Informationen und Ihres Einsatzes wie folgt:

Eine Strafbarkeit wegen Betruges kann ich Ihrer Artikelbeschreibung nicht entnehmen.

Ein Betrug setzt voraus, dass Sie falsche Tatsachen vorspiegeln oder wahre Tatsachen unterdrücken oder entstellen. Keine dieser Alternativen vermag ich hier zu erkennen.

Zwar haben Sie sich in Ihrer Artikelbeschreibung hinsichtlich der Verwendbarkeit von Reifen und Felgen etwas mißverständlich ausgedrückt. Es ist jedoch bei Ebay nicht unüblich, dass man auch Suchbegriffe in seine Artikelbeschreibung aufnimmt, die lediglich Werbecharakter haben, um seine Suchergebnisse zu verbessern. Zudem kann man die Artikelbeschreibung auch so auslegen, dass sich die Begriffe C-Klasse, E-Klasse, SLK und CLK auf die Felgen und nicht auf die Reifen beziehen.

Sie haben innerhalb Ihrer Artikelbeschreibung darauf hingewiesen, dass der potentielle Käufer sich informieren soll, ob die Reifen zu seinem PKW passen. Dieser Hinweis erfolgte auch, bevor der Höchstbietende sein Gebot abgegeben hat, so dass dieser Gelegenheit zur Kenntnisnahme hatte. Hat der Käufer nun keine Verwendung für Reifen dieser Art, fällt dies letztlich in seine Risikosphäre, da er sich besser hätte informieren müssen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick geben und stehe Ihnen im Rahmen der Nachfrage sowie zur weiteren Beratung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Christian Mauritz
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.11.2006 | 08:26

PROBLEM:

käufer hat sich tatsächlich gemeldet, heute um 7.30 morgens!
sie war wohl beim reifencenter und dort wurde ihr gesagt,
dass die reifen nur noch 2.5 mm sind.
sie hat uns (mir und bruder) vorgeworfen wir hätten in der artikelbeschreibung gelogen, denn die reifen wären NICHT 4-5 mm
und 2x 6-7 (wir haben die reifen nach bestem wissen vermessen, und auch CA.-WERTE angegeben). leider weiss ich nicht wo sie gemessen hat und ob sie alle reifen meint. mein bruder hat angst gekriegt (7.30h!!!) und ihr angeboten 100 eur zurückzugeben, wenn sie ihm schriftlich gibt, dass sie nichts weiter machen will. SIE HAT IHM MIT ANZEIGE, ETC GEDROHT!

als er mich angerufen hat war ich baff, denn ich hätte vermutlich erst gesagt, dass wir das zu kenntnis nehmen und uns erst eine antwort überlegen werden. MEINE FRAGE IST: MUSS ER SICH AN DAS ANGEBOT VON 100 EUR HALTEN? DENN OBWOHL ES SEIN KANN, DASS AN EINER STELLE DIE REIFEN 2.5mm SEIN KÖNNTEN (WIR KONNTEN NICHT ***ALLE*** STELLEN AN DEN REIFEN VERMESSEN), WAR ES EIN PRIVATVERKAUF UND DER KÄUFER HAT ZU ZWEIT DIE RÄDER PERSÖNLICH ABGEHOLT. UND DAS VERHALTEN IST ZIEMLICH UNGEWÖHLICH, DENN SIE HATTE UM 7.30h UNSERE TELEFONNUMMER PARAT!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.11.2006 | 11:55

Sehr geehrter Fragesteller,

§ 123 BGB bestimmt, dass derjenige, der durch eine widerrechtliche Drohung zur Abgabe einer Willenserklärung bestimmt worden ist, diese anfechten kann.

Ihr Bruder sollte sich daher darauf berufen, dass er sein Angebot zur Zahlung von 100,- € nur unter dem Druck der Drohung mit einer Anzeige gemacht hat und dieses Angebot der Käuferin gegenüber anfechten.

Mit freundlichen Grüßen,

Christian Mauritz
Rechtsanwalt

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