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Titel


| 14.01.2006 20:06 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers



Hallo

Ich habe ein vollstreckbares Urteil gegen jemanden über fast 12.000 DM aus dem Jahr 1994.
Leider kenne ich die Anschrift desjenigen nicht und weiß auch nicht, ob er ein Einkommen hat.

Lohnt es sich trotzdem, zu versuchen, dieses Geld einzutreiben? Wie hoch wären dann evtl die Kosten für mich?

Herzliche Grüße
Engel56

-- Einsatz geändert am 14.01.2006 20:47:58

-- Einsatz geändert am 14.01.2006 20:56:08
Sehr gehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen wie folgt beantworten möchte:

Sie haben grundsätzlich 30 Jahre lang die Möglichkeit, Ihre Forderung zu vollstrecken. Allerdings ist zu beachten, dass die Rechtsprechung teilweise eine sog. Verwirkung des Anspruchs annimmt, wenn der Gläubiger länger als 10 Jahre keinerlei Vollstreckungsversuche unternimmt und der Schuldner sich darauf einrichten durfte und auch eingerichtet hat, dass der Gläubiger sein Recht auch in Zukunft nicht geltend machen werde.

Gerade aufgrund des Aspekts der Verwirkung würde ich Ihnen empfehlen, möglichst bald Vollstreckungsaktivitäten zu entwickeln, wenn Sie Ihr Geld nicht völlig abschreiben wollen.Wie hoch die entstehenden Kosten sein werden, lässt sich aufgrund Ihrer Angaben kaum abschätzen. In vielen Fällen kann schon eine kostengünstige (je nach Amt etwa zwischen 3-15 €) Anfrage beim Einwohnermeldeamt die aktuelle Adresse des Schuldner hervorbringen. Daneben gibt es mittlerweile auch viele Anbieter, die ab ca. 25 EUR aufwärts mit guten Erfolgsquoten gesuchte Personen aufspüren. Vor einem Vollstreckungsversuch empfiehlt es sich, eine Auskunft aus dem Schuldnerverzeichnis des zuständigen Amtsgerichts einzuholen. Dort erhalten Sie die Information, ob und wann der Schuldner eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hat. Wurde eine solche abgegeben, kann man immer noch von einem Vollstreckungsversuch absehen, ohne viele Kosten produziert zu haben.

An reinen Anwaltskosten würden bei Ihrer Forderung für einen Vollstreckungsversuch in der Regel Kosten in Höhe von 153,70 (inkl. MwSt.) anfallen. Hinzu kommen je nach Vollstreckungsversuch Gerichtskosten oder Kosten für den Gerichtsvollzieher.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Antwort erste Möglichkeiten aufzeigen, Ihre Forderung doch noch erfolgreich einzutreiben.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt
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