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Tilgung einer Grundschuld


18.10.2007 13:30 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Erklärung: Als Sichrung für einen Kredit für die GmbH meines Sohnes habe ich eine Grundschuld von 15000,00 Euro auf mein Privathaus eintragen lassen. Grundschuldzinsen 15% + Nebenkosten 5%. Die Kreditsumme beträgt 40000,00 Euro zu einem Zinssatz von 5,6%.
1. Frage: Darf die Bank die 15 % für 3 Jahre + Nebenkosten in Anrechnung bringen?
2. Frage: Von welchem Betrag ist bei der Zinsberechnung auszugehen und mit welchen Zinssatz darf gerechnet werden?
3. Frage: Gibt es dazu ein Urteil und wie bekomme ich eine Kopie davon.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Hier kann ich Sie zuerst beruhigen.
Ich denke Sie werden bei Durchsicht des Grundschuldformulars festgestellt haben, dass dort Grundschuldzinsen vorgesehen sind, die weit über den mit der Bank vereinbarten Zinssatz für das Darlehen hinausgehen (Grundschuldzinsen werden normal in Höhe von 15 bis 20 % vereinbart).

Hierdurch müssen Sie sich aber nicht beunruhigen lassen. Grundschuldzinsen sind nicht die Zinsen, die für das Darlehen bezahlt werden müssen. Maßgeblich sind allein die im Darlehensvertrag vereinbarten Zinsen, in Ihrem Fall also die vereinbarten 5,6%.

Zu einer Eintragung der Grundschuld gehört, dass sogenannte Grundschuldzinsen auch mit ins Grundbuch eingetragen werden ebenso wie die Nebenkosten. Hiermit decken die Banken nicht nur den eigentlichen Darlehensbetrag ab, sondern auch eventuell anfallende Verzugszinsen, sollte eine Zahlungsunfähigkeit vorhanden sein.

Dies hat folgenden Sinn:
Wird ein Haus bei einer Zwangsversteigerung verkauft, und übersteigt die Verkaufssumme den Grundschuldbetrag, hat die Bank eigentlich nur den Anspruch auf die Summe der Grundschuld. Meist aber fallen bei Zahlungsunfähigkeit Verzugszinsen, Kosten für Mahnbescheide oder Vollstreckungen an. Diese Kosten werden dem Darlehensbetrag aufgeschlagen, der dann sogar höher als die Grundschuldsumme sein kann. Die Grundschuldzinsen, sichern den Banken dann die über den Grundschuldbetrag hinausgehenden Kosten.

Die von Ihnen entdeckten Grundschuldzinsen von 15% + Nebenkosten 5% dienen also nur der Sicherheit Ihrer Bank.
So lange Sie Ihren Tilgungsraten nachkommen, brauchen Sie diese praktisch nicht zu beachten.
Maßgebend bleibt also für Sie der Zinssatz von 5,6%. Urteile brauchen Sie dazu nicht, dies ist geltendes Recht und unbestritten.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt



Nachfrage vom Fragesteller 18.10.2007 | 15:48

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ist soweit alles klar.
Das Problem ist folgendes. Die GmbH mußte insolvenz anmelden.
Die Zahlungen für den Kredit sind ausgefallen und somit stellte die Bank ihre Rechnung an mich. Mit welchem Betrag haftet die Grundschuld von 15000,00 Euro und wie werden die Zinsen berechnet? Die Grundschuld besteht seit etwa 10 Jahren.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.10.2007 | 17:51

Sehr geehrte Fragestellerin,

diese Frage kann man ohne Einblick in alle relevanten Unterlagen (Tilgungsplan, Grundschuld, Grundbuch usw...) nicht seriös beantworten.
Bei dem wirtschaftlichen Wert sollten Sie dringend einen Rechtsanwalt persönlich kontaktieren, welcher Einsicht in die Unterlagen nehmen kann und dann Ihre Interessen gegenüber der Bank vertritt.

Für eine weitere Beratung und die Wahrnehmung Ihrer Interessen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt

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