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Tierrecht - Tierheimkosten bei Fundtier


03.12.2006 15:24 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

unsere Katze Tiny ist ungefähr Mitte/Ende Oktober auf Wanderschaft gegangen und kam nicht wieder. Anfang November habe ich angefangen sämtliche Hebel in Bewegung zu setzen, selbstverständlich gehörte dazu auch ein persönliches Nachfragen beim örtlichen Tierheim.

Dort gab man mir die Auskunft, dass eine dreifarbige, ca. 8 Monate alte Hauskatze nicht aufgenommen wurde und hat mich eine Vermisstenanzeige aufgeben lassen.

Weitere Aktionen meinerseits waren in den darauffolgenden Wochen Kontaktierung des Tasso e. V. und des Katzenschutz, Internet-Inserate und Inserate in der regionalen Presse.

Vorgestern führte all dies zum Erfolg und eine Frau aus der Nachbarschaft meldete sich aufgrund des Inserates in der Regionalpresse:

Meine Katze wurde zwei Straßen von uns entfernt von einem kleinen Mädchen geschnappt und mit einer Leine im Garten angebunden. Aufgrund des lauten Miauens ist die Nachbarin am 21. Oktober auf die Katze aufmerksam geworden und hat den Tierrettungsdienst angerufen. Dieser hat die Katze dann auch abgeholt und ins Tierheim verbracht.

Sie können sich meine Entrüstung vorstellen, dass meine Katze (entgegen der Auskunft des Tierheims von Anfang November) nun doch dort aufgenommen worden sein musste.

Selbstverständlich bin ich gleich am darauf folgenden Tag erneut ins Tierheim gefahren und habe darum gebeten, mir meine Katze auszuhändigen. Auch Fotos hatte ich dabei, die beweisen, dass es sich um meine Katze handelt.

Zuerst wurde mir erneut die Auskunft gegeben, dass eine dreifarbige Katze nicht bekannt sei. Erst nachdem ich berichtete, dass ich zwei Zeugen für die Einlieferung ins Tierheim habe, konnte man sich wieder "erinnern" und man sagte mir, dass meine Katze bereits weitervermittelt wurde, weil man nach zweiwöchigem Aufenthalt das Recht der Weitervermittlung hätte. Ich hatte vom Tasso e.V. aber schon vorher erfahren, dass ich sechs Monate lang weiterhin Eigentümerin meiner Katze bin, so dass ich darauf bestanden habe, sich mit dem Nachfolgebesitzer in Verbindung zu setzen, um mir Tiny wieder auszuhändigen.

Die Dame beim Tierheim sagte, dass das am Wochenende ja nun gar nicht möglich sei und außerdem müsste ich sämtliche Kosten, die entstanden sind, erstatten. Auch der Anruf der Dame beim Tierheimleiter bestätigte vermutlich diese Vorgehensweise, denn sie blieb "stur".

Selbstverständlich bin ich grundsätzlich bereit, angefallene Kosten zu erstatten. Allerdings empfinde ich die Forderungen des Tierheims als erheblich unangemessen, denn sie enthielt folgende Kosten:
-Impfung
-Entwurmung
-Kastration (die Katze ist noch sehr jung)
-Chippung
-Aufenthalt der Katze im Tierheim
-Tierrettungsdienst (Fahrtkosten etc.)
-sämtliche Anschaffungen des neuen Halters wie Katzenklo, Kratzbaum etc.

Das kann doch nicht richtig sein! Vor allen Dingen unter der Bedingung, dass sich meine Katze eigentlich bereits seit Anfang November wieder in meinem Besitz befinden müsste.

Ehrlich gesagt wirkte das Anbringen des überzogenen Kostenaspektes eher wie ein weiterer Versuch, mir die Katze nicht auszuhändigen, weil dies erneut Arbeit verursachen würde. Mal ganz abgesehen davon, dass die (im besten Fall schlampige) Vorgehensweise des Tierheims mir ebenfalls erhebliche Kosten verursacht hat (Inserate, Fahrtkosten etc.).

Wie kann es denn sein, dass sich ein Tierheim das Recht herausnimmt, nach so kurzer Zeit und ohne jeglichen Versuch den Eigentümer zu ermitteln (im Gegenteil: der sich bemühende Eigentümer wird wieder nach Hause geschickt und es wird konsequent so getan als hätte man die Katze nie gesehen), das Tier in neue Hände zu geben?!

Dass es sich um keine Wildkatze bzw. kein herrenloses Tier handelt, hätte man selbst als Laie am Zustand der Katze sehen können. Dazu die Umstände wie die Katze ins Tierheim gekommen ist (die Nachbarin hat den Umstand genau erklärt), legen doch die begründete Vermutung nahe, dass es jemanden gibt, der dieses Tier vermisst.

Welche Kosten darf mir das Tierheim in Rechnung stellen oder sind sogar die Eltern des kleinen Mädchens schadenersatzpflichtig? Habe ich Anspruch auf Erstattung der mir durch die Fehlauskunft des Tierheimes entstandenen Kosten? Wie schnell muss das Tierheim agieren, um mir meine Katze (mein Eigentum) wieder zu übergeben? Ist die nach meiner Auffassung sehr kurze Aufbewahrungsfrist von zwei Wochen in Ordnung? Darf das Tierheim vor Ablauf der sechs Monate (Eigentumsübergang) überhaut ein Tier kastrieren und chippen lassen? Ist das nicht (furchtbarer Ausdruck für ein Lebewesen) Sachbeschädigung?

Vielen Dank im Voraus!!!

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Sehr geehrte Fragestellerin,

(Scheinbar)ausgesetzte Tiere(= mit einer Leine im fremden Garten angebunden) gelten nicht als herrenlos oder eigentumslos .

Das Tierheim musste also damit rechnen,dass sich binnen der von Ihnen genannten Frist(= ein halbes Jahr) noch ein(e) Besitzer(in) meldet.Erst recht durfte Tiny nicht weitervermittelt werden,nachdem Sie persönlich beim Tierheim Anfang November vorgesprochen hatten.


Die Kosten ,welche im Zusammenhang mit der verfrühten Vermittlung entstanden sein sollen(Anschaffungen des anvisierten neuen Halters )müssen Sie nicht bezahlen.

Die Fahrtkosten und den Aufenthalt Tiny s bis zu Ihrer Vorsprache Anfang November müssen Sie übernehmen.Die danach angefallenden
Aufenthaltskosten bleiben bei dem Tierheim,denn dieses hätte Tiny nach Ihren Angaben ja herausgeben können und müssen.

Die Kastration wenige Tage nach der Einlieferung halte ich für nicht notwendig und damit nicht erstattungsfähig .



Impfung /Entwurmung/Kastration:

Soweit diese Kosten vor Ihrer Vorsprache entstanden sind,besteht eine Erstattungspflicht,ansonsten nicht.


Ob die Chipkosten , nur soweit vor Ihrer Vorsprache Anfang November entstanden,zu erstatten sind,ist zweifelhaft.Im Zweifel sollte man hier teilen.


Ihre Unkosten,die aufgrund der falschen Auskunft des Tierheims
über Tiny s Verbleib angefallen sind(Inserate u.ä.),muss das
Tierheim erstatten.

Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin


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