Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.405
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ticketveräußeung


02.03.2007 10:48 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht



Sehr geehrte(r) Fragebeantworter(in),

ich habe eine mit meiner Unterschrift versehene Str.Unterlassungs/Verpflichtungserklärung der Gegenseite(RA Kanzlei) per Fax zukommen lassen u. somit ein Schuldanerkenntnis abgegeben.
Darin verpflichte ich mich keine Eintrittskarten mehr des Gläubigers im Internet oder zu höheren Preisen zu verkaufen -
ansonsten würde pro Fall eine Vertragsstrafe von 3000 Eur fällig.
Zwischenzeitlich, allerdings mehrere Tage v o r Abgabe der fristgemäßen Erklärung, hatte ich noch Tickets zum überhöhten Sofortkauf angeboten, diese Tickets aber in Kenntnisnahme des jetzigen Schreibens der Gegenseite zum regulären Preis zum Erstaunen der Käufer, veräußert.
In dem Anschreiben der Kanzlei an mich war allerdings außer der Erklärung noch ein Betrag von 800 Eur(Pauschalbetrag,keine detaillierte Kostenberechnung) als A n g e b o t für Ansprüche aus Vertragsstrafe(lt.AGB 2500 Eur),Schadenersatzverpflichtung sowie aus dem Gesichtspunkt der Geschäftsführung ohne Auftrag, die Kosten der Inanspruchnahme der Kanzlei der Gegenseite und
Erstattung der Rechtsverfolgungskosten, aufgeführt.
Ein Streitwert war nicht angegeben.
An weiteren Ticketkäufen meinerseits besteht kein Interesse mehr.

Nun meine Fragen: Ist es das Risiko wert zu warten bis das die Kanzlei eine nochmalige Aufforderung oder sogar eine Klage einreicht, da die 800 Eur von mir noch nicht bezahlt wurden?

Wäre ein Brief meinerseits sinnvoll, indem ich anbiete, für die Kosten der Erklärung aufzukommen, mit der Bitte diese nach einem Mittelwert der Gebührenordnung zu berechnen?

Könnte die Forderung von 800 Eur ein Bluff sein(dies nahm ein Kollege ihrer Zunft an), da die 800 Eur nicht auf der Unterlassungserklärung aufgeführt war?

Da in dem gegnerischem Schreiben das Angebot von 800 Eur zeitlich gleichgesetzt war, mit der bereits vor 2 Tage übersandten Erklärung, würde mich interessieren ob die genannte Frist zum Bezahlen der 800 Eur rechtmäßig ist, sodass ich auch erst später(wieviel später?) in einer Summe oder ggf. in Raten bezahlen könnte.

Herzliche Grüße

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage!
Zunächst weise ich Sie daraufhin, dass die Beantwortung Ihrer Frage hier in diesem Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung darstellen kann, die ausschließlich auf dem von Ihnen mitgeteilten Sachverhalt beruht und den Besuch bei einer Kollegin/ bei einem Kollegen nicht ersetzen kann. Denn durch Hinzufügen oder Weglassen von Tatsachen, was sich in einem Gespräch leicht aufklären lässt, kann sich die rechtliche Beurteilung erheblich verändern und zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt:

Grundsätzlich besteht bei einer berechtigten Abmahnung ein Anspruch der Gegenseite auf Erstattung der entstandenen Rechtsanwaltskosten. Hierfür ist erforderlich, dass diese tatsächlich vom ordnungsgemäß in Rechnung gestellt und an den Rechtsanwalt gezahlt wurden. Diese Voraussetzungen, die bislang noch nciht gegeben sein dürften, zu schaffen ist aber natürlich kein Problem. War die Abmahnung berechtigt, wovon Sie ja ausgehen, zumindest haben Sie die geforderte Unterlassungserklärung abgegeben, so besteht dann auch ein Anspruch auf Erstattung der entstandenen Rechtsanwaltskosten.

Ob es sich also tatsächlich um einen Bluff handelt, kann so nicht beurteilt werden. In der vorgegebenen Form ist die Forderung aber nicht einklagbar, insofern sprich natürlich manches dafür. Da andererseits die Gegenseite problemlos die Forderung rechtssicher geltend machen kann und der Betrag auch nicht so gering ist, dass man ohne weiteres darauf verzichten wird, würde es mich nicht überraschen, wenn die Forderung trotz des Umstands, dass sie nicht auf der Unterlassungserklärung auftaucht, weiter geltend gemacht werden wird. Eine ausdrückliche Erklärung auf der Unterlassungserklärung, dass die Kosten des Rechtsanwalts mit übernommen werden, ist nicht Bestandteil des Unterlassungsanspruches, muss also auch nicht dort auftauchen. Wird sie dort mit aufgeführt, hat dies nur die Folge, dass bei Unterzeichnung eine Vereinbarung getroffen wurde, dergestalt, dass Sie zur Zahlung dieses dann dort genannten Betrages verpflichtet sind. Der Erstattungsanspruch ist dann ein vertraglicher und nicht mehr ein gesetzlicher Anspruch. Auch der gesetzliche Anspruch ist aber gerichtlich durchsetzbar.

Das Risiko im Verhältnis Hauptforderung und Prozesskosten ist bei einem so geringen Betrag immer relativ groß. Unterliegen Sie im Rechtsstreit, in dem die 800 € geltend gemacht werden, so kommen auf Sie mit eigenem RA weiter Kosten in Höhe von ca. 560,00 € zu. Ohne eigenen RA sind es immerhin ca. 350 €. Bei einer höheren Forderung kommt es auch zu höheren Gebühren.

Wenn Sie um eine Gebührenrechnung bitten, besteht die Gefahr, dass diese höher wird. Das kommt auf den Gegenstandswert, der der Rechnung zugrunde gelegt wird, an. Diese GEfahr besteht auch bei einem Rechtsstreit.

Die gesetzte Frist stellt die Frist dar, innerhalb derer sich die Gegenseite an das Angebot hält. Insofern kann es natürlich sein, dass das Angebot nicht mehr aufrecht erhalten wird und Ihnen die Möglichkeit, die Sache mit der Zahlung von 800,00 € zu erledigen, gar nicht mehr gegeben ist. Dies kann aber nur ein Telefonat mit dem gegnerischen RA klären.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort helfen. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Schulz
Rechtsanwalt


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER