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Tickets verkauft

| 27.06.2017 21:29 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


23:19

Mein Tochter wollte mit ihren Freunden ein Festival besuchen, der abgesagt wurde. Sie hatten die Tickets bei Eurowings gekauft ohne die Option des Reiserücktritts. Sie versuchten darauf die Tickets über ebay zu verkaufen. Ein Interessent meldete sich und es wurde außerhalb von ebay weiter verhandelt (via Mail und Telefon). Meine Tochter erkundigte sich bei Eurowings wieviel sie noch zahlen müssen. Der Mitarbeiter gab eine Summe an und basierend auf dieser Angabe hat meine Tochter mit dem Interessenten einen Preis ausgehandelt. Als wir nun heute Abend die Namensändrung durchführen wollten gab uns Eurowings einen ganz anderen Preis an. Mit diesem Preis zahlen meine Tochter und die Freunde drauf. Wir wollten vom Verkauf zurücktreten. Der Käufer hat aber bevor er das Geld überwiesen hatte und die Namensänderung durchgeführt worden war, schon eine Hotelreservierung vorgenommen, die er nicht stornieren kann. (806€ Hotelkosten). Was können wir unter diesen Umständen tun? Haben meine Tochter und ihre Freunde die Möglichkeit zurückzutreten und das Geld dem Käufer zurück zu überweisen? Müssen sie im Falle eines Rücktritts vom Verkauf mit Schadensersatzforderungen des Käufers rechnen und diese zahlen?

Mit freundlichen Grüßen

Silan G.

27.06.2017 | 22:12

Antwort

von


(118)
Bahnhofstr.6
32469 Petershagen
Tel: 05702 8517612
Tel: 01626947700
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Der Ticketverkauf über eBay Inc ist ein herkömmlicher Kaufvertrag gem. § 433 BGB . Hiernach sind sie gem. § 433 I 1 BGB verpflichtet die Sache zu übereignen und dem Käufer Eigentum an der Sache zu verschaffen. Der Käufer ist seinerseits verpflichtet den Kaufpreis gem. § 433 II BGB zu zahlen. Da der Käufer die Tickets bezahlt hat ist ihre Tochter demnach zur Übergabe verpflichtet. Der Käufer hätte unterschiedliche Rechte wie Rücktritt, Minderung oder Schadensersatz. Er könnte auch einen Aufwendungsersatz bzgl. der Hotelkosten gem § 284 BGB geltend machen. Das Recht auf Rücktritt steht höchstens dem Käufer und nicht ihrer Tochter zu. Die Übertragung ist ihnen ja leider auch möglich und scheitert nur an dem Verlust den ihre Tochter machen würde. Dies liegt aber grundsätzlich in der Sphäre und dem Risikobereich ihrer Tochter. Auch eine Störung der Geschäftsgrundlage gem. § 313 BGB käme bei einem bloßen finanziellen Minusgeschäft nicht in Betracht. Eine Anfechtung würde selbst bei der Annahme des § 119 II BGB , zu einer Ersatzpflicht nach § 122 BGB führen. Es bliebe ihrer Tochter nur ein möglicher Schadensersatzanspruch gegenüber Eurowings, die sie ja anscheinend vollkommen falsch beraten haben. Hier könnte sie versuchen den Verlust auf Grund der mangelhaften Beratung erstattet zu bekommen.

Ich bedaure ihnen keine besseren Nachrichten geben zu können.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich


Rückfrage vom Fragesteller 27.06.2017 | 23:09

Sehr geehrter Herr Hellmich,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Die Tickets wurden zwar bei ebay eingestellt, der Verkauf aber wurde nicht bei ebay getätigt. Die Parteien haben sich außerhalb von ebay verständigt.(Das hat der Käufer vorgeschlagen). Meine Tochter hat danach das Angebot bei ebay beendet. Ist es trotzdem ein herkömmlicher Kaufvertrag wie Sie es schildern?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.06.2017 | 23:19

Leider schon. Es handelt sich um einen Kaufvertrag, der durch Angebot und Annahme gem. § 145 ff. BGB zustande kam. Dies kann auch mündlich geschehen und bedarf keiner speziellen Form.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich

Bewertung des Fragestellers 27.06.2017 | 23:22

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