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Thema: Schenkung zwischen Ehegatten

8. März 2020 19:21 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden


Vor mehr als 10 Jahren wurde eine Immobilie zur Vermietung gekauft und soll als zusätzliche Altersversorgung dienen.
Ehemann: Hauptverdiener Ehefrau: Hausfrau mit Minijob. Beide Ehepartner stehen im Grundbuch.

Ist hier eine Schenkung zwischen Ehepartnern entstanden und möglicherweise steuerpflichtig? Falls ja, wie hoch sind die Freibeträge ? Werden Restschulden bei einer Schenkungssteuer berücksichtigt?

8. März 2020 | 20:44

Antwort

von


(95)
Roseplatz 6
31787 Hameln
Tel: 01772422226
E-Mail:

Sehr geehrter Rechtsratsuchender, 

nachfolgend nehme ich gerne zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen im Zusammenhang mit der Eintragung beider Ehepartner als Miteigentümer zu je der Hälfte im Grundbuch Stellung. 

Dabei ist zunächst darauf hinzuweisen, dass der Umstand, dass die Immobilie fast ausschließlich von einem Ehepartner finanziert wurde und dennoch beide als hälftige Miteigentümer im Grundbuch eingetragen wurden, eine steuerpflichtige Zuwendung (Schenkung) nach § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG in Höhe des hälftigen Miteigentumsanteils darstellt. 

Da die Immobilie nicht zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde, sondern zur Erzielung von Vermietungseinkünften, ist leider auch kein weiterer Freibetrag neben dem allgemeinen persönlichen Ehegattenfreibetrag nach § 16 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG in Höhe von 500.000 EUR entstanden. Dieser persönliche Freibetrag von 500.000 EUR steht jedem Ehegatten allerdings alle 10 Jahre zu.  

Sofern daher der damalige Kaufpreis unter 1.000.000 EUR lag und keine weitere über allgemeine Gelegenheitsgeschenke hinausgehenden Schenkungen erfolgt sind, war die Einräumung des hälftigen Miteigentumsanteils aufgrund des Steuerfreibetrages von 500.000 EUR gem. § 16 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG   steuerfrei. 

Nach Ablauf von 10 Jahren seit der Grundbucheintragung wurde der Steuerfreibetrag verbraucht und steht nun dem Ehegatten erneut zu. 

Da die Schulden weit überwiegend nur von einem der Ehegatten getragen werden, mindern sie die Bereicherung und eine etwaige Schenkungssteuer im Falle der Überschreitung des Freibetrages von 500.000 EUR nicht. 

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Anmerkungen weitergeholfen zu haben, wünsche Ihnen viel Erfolg und stehe Ihnen gerne für etwaige Rückfragen unter RA-Fey@web.de zur Verfügung.

Für das mir entgegengebrachte Vertrauen darf ich mich bei Ihnen bedanken und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin
Fachanwältin für Steuerrecht


ANTWORT VON

(95)

Roseplatz 6
31787 Hameln
Tel: 01772422226
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