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Textklau - Beweissicherung


31.07.2007 14:44 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andrej Wincierz



Bitte nur von RechtsanwältInnen beantworten, welche sich hier als im Urheberrecht tätige ausweisen!

Folgender Sachverhalt:

Ein Wettbewerber hat Text meiner Homepage kopiert und in seiner Homepage OHNE Quellenangabe platziert. Manche Unterseiten im Verhältnis 1:1. JEDE meiner Seiten enthält das Copyright-Zeichen (kleines c im Kreis). Meine Texte sind keine Kopien, sondern eigene beschreibende "Kreationen"; einige Wortschöpfungen findet man in keinem Duden etc.

Ich möchte erreichen, daß er diese "meine" Inhalte entfernt!

Frage:

Was muss ich tun um zu beweisen, daß meine Homepage früher veröffentlicht wurde und er meine Urheberrechte verletzt hat?
Ein Notar - bzw. bisher sein Sekretariat - konnte oder wollte mir hierbei nicht weiterhelfen, den aktuellen Stand aller relevanten Daten im Internet, insbeosndere die hinterlegten Uploadzeiten meiner öffentlichen Dateien, im Form von Ausdrucken zu beglaubigen.

"Einstieg"/weitere Fakten:

1. ein Ausdruck der Denic liegt vor, daß die Wettbewerber-Domain" ca. ein halbes Jahr NACH dem letzten Upload von einer meiner "beklauten" Unterseite registriert wurde
2. alle eigenen Backups seit 2003 liegen vor, sie decken sich mit dem derzeitigen Stand im Internet bzw. meines Accounts.
Sehr geehrte (r) Ratsuchende(r),

ich beantworte die gestellte(n) Frage(n) aufgrund des beschriebenen Sachverhalts wie folgt:

Als Beweise in einem Urheberechtsverfahren können insbesondere dienen:

- Zeugenbeweis, dass Sie der Urheber der Texte sind.
- Der Denic-Eintrag im Hinblick auf die Up-Load-Daten .
- Ihre Back-Ups.

Nachfolgend der Ablauf von einem Verfahren:

1. Abmahnung durch einen Anwalt und Aufforderung einer Strafbewehrten Unterlassungserklärung
2. falls keine Reaktion, Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung; hier kann schon die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung über die Urhebereigenschaft zur Glaubhaftmachung im Verfahren ausreichen.
3. Klärung der Sache im Hauptsacheverfahren mit endgültiger Regelung.

Sie können den Störer auch selbst anmahnen und die Entfernung verlangen, was aufgrund der spezialrechtlichen Materie jedoch schwierig ist und Sie eventuell Fehler machen können.

Unterliegt der Störer im Verfahren, hat er die gesamten Kosten zu tragen.

Eine notarielle Beglaubigung ist nicht unbedingt notwendig und wegen des Kostenumfangs nicht zweckmäßig. Zumal nicht sicher ist, ob die Notarkosten in einem Urheberrechtsverfahren ersatzfähig sind.

Aufgrund des etwaigen Streitwerts kann der Rechtsstreit unter Umständen am Landgericht geführt werden. Dann brauchen Sie zur gerichtlichen Durchsetzung Ihrer Interessen wegen des Anwaltszwangs einen Rechtsanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

Andrej Wincierz
Rechtsanwalt
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