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Textauszüge verwendet - Urheberrecht


| 18.04.2005 23:34 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Im August 2004 habe ich eine Informationsseite online gestellt.
Etwa 4 Monate später erschien ein Katalog eines Veranstalters der
fast komplett meine Texte übernommen hat.
Auf meine Nachfrage erklärte er, das es sich um Zufall handeln würde.Allerdings hat er schon 5 Bilder von meiner Webseite verwendet, ich weiß also das er auf meinen Seiten unterwegs war.

Meine Frage:
Ist hier, bezgl. der Textpassagen, eine Verletzung des Urheberrechtes gegeben gegen die man vorgehen kann?

Meine Seite:
http://home.htp-tel.de/thofed/legends.htm
(Eine Kopie ohne Grafiken - lässt sich also schnell laden.
Am besten zuerst lesen - ist nicht viel Text)

Und der Link zu dem Veranstalterkatalog:
*****
(Eine PDF-Datei mit etwa 600 kb)

Gruß
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Hier spricht sehr viel dafür, dass Ihre Texte übernommen wurden Dies müssen Sie nicht hinnehmen.

Bei der eigenmächtigen und unberechtigten Einstellung der Beiträge des Klägers in der Internetseite der Beklagten zu 1. und 2. und der Veränderung der Autoren ist ein schwerwiegender Eingriff in die Rechte des Klägers anzunehmen, der nicht nachträglich auf die beschriebene Art und Weise ausgeglichen werden kann.
Die Verletzung des Urheberpersönlichkeitsrechts durch Kopieren fremder Beiträge und die zusätzliche Täuschung über die Autorenschaft stellen unrechtmäßige Vorgehensweisen dar, die der Urheber in keiner Weise hinzunehmen braucht.
(OLG Frankfurt a.M., Urteil vom 10.02.2004)

Allerdings muss im Zweifel das „Abkupfern“ nachgewiesen werden.

Gleiches gilt selbstverständlich auch hinsichtlich der Fotos, wenn diese von Ihnen stammen.

Sie können eine Unterlassung und ggf. Schadenersatz verlangen. Besprechen Sie dies und das weitere Vorgehen (Abmahnung) mit einem Kollegen vor Ort. Im Hinblick auf mögliche Gegenabmahnungen muss hinsichtlich des Textes die Urheberschaft und der Nachweis genau geprüft werden, dies ist in dieser Form nicht abschließend möglich.

Bei einer berechtigten Abmahnung und der Abgabe einer Unterlassungserklärung muss der Gegner übrigens regelmäßig die Kosten der Rechtsverfolgung zahlen.

Hierzu wäre es auch notwenig, Ihre page mit Fotos zu sehen.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich.

Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.04.2005 | 20:56

Sehr geehrter Herr Steininger,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Die Fotos hat der Herr schon entfernt, nur bei den Texten ziert er sich. Eine nochmalige Nachfrage ergab folgende Antwort:

Bei unseren Texten handelt es sich um eigens verfaßte Texte, die die örtlichen Gegebenheiten beschreiben. Bei
der Erarbeitung unserer Texte wurde auch auf die offiziellen englischen Beschreibungen des Imperial War Museums
zurückgegriffen. Sollten sich unsere Beschreibungen ähneln, dann nur weil sich vor Ort die selben Gegebenheiten befinden.

Die offizielle Beschreibung hat aber keinerlei Ähnlichkeit mit meinem verwendeten Text. Auch hat er in den letzten Jahren völlig andere Beschreibungen in seinen Katalogen verwendet.

Ich habe im September 2004 einem Bekannten Ausdrucke meiner Webseite zum Korrekturlesen gegeben. Ein Telefonat ergab das er diese Ausdrucke noch besitzt. Wäre das ein ausreichender Beweis
das von meiner Seite abgekupfert wurde?
Der Reisekatalog erschien definitiv im Januar 2005.


Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.04.2005 | 09:10

Natürlich spricht die unwahre Aussage, man habe nur übersetzt Bände. Auch dass die Fotos entfernt worden, ist ein eindeutiges Indiz.

Mit dem Ausdruck und dem Zeugen können Sie mit Sicherheit nachweisen, dass Sie Urheber der Texte sind. Für Ihre Urheberschaft sollte das ausreichend sein - wobei man nie sicher sagen kann, was sich die Gegenseite noch einfallen lässt. Aber da man sich dort schon einmal auf die Übersetzung festgelegt hat, wäre diese Aussage zur Not mittels eines Gutachtens (engl. Original und Inhalt stimmen nicht überein) zu widerlegen.

Bewertung des Fragestellers |


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