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Testierfähigkeit


| 18.09.2007 18:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



6 Tag vor einem ärztlichen Bericht über "fortgeschrittene Demenz" wurde von einer 95-jährigen ein notarielles Testament erstellt; Testierfähigkeit wurde nach einem 90-minütigen Gespräch mit dem Notar von ihm im Testament bescheinigt. Ist das Testament wirksam? Kann man die Glaubwürdigkeit eines erfahrenen Notars überhaupt vom AG anzweifeln?

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.
Sofern der Notar die Testierfähigkeit festgestellt hat, spricht dies für die Wirksamkeit des Testamentes.
Grundsätzlich ist das Testament einer nicht mehr als testierfähig anzusehenden Person unwirksam. Andererseits können auch Demenzkranke bekanntermaßen lichte Momente haben, in denen sie sich über die Handlung in vollem Bewusstsein sind.
Sofern ein als testierunfähig bekannter ein Testament errichtet hat,so kann hier im Rahmen der Beweislastumkehr von demjenigen, der sich auf die Wirksakmkeit beruft der Nachweis der (zeitweiligen) Testierfähigkeit verlangt werden.
Die Feststellung des Notars ist bereits ein guter Beweis für die Testierfähigkeit. Andererseits ist ein Notar kein Facharzt. Sofern ein entsprechendes zeitnahes Gutachten die Testierfähigkeit verünftig in Abrede stellt, dürfte dies für die Erschütterung des Beweises durch die notarielle Feststellung ausreichen. Auch aus dem Inhalt des unter Umständen auszulegenden Testamentes können sich auch Rückschlüsse auf die Testierfähigkeit ergeben. Dies insbesondere bei starken Widersprüchen zu früheren Äußerungen und Handlungen des Erblassers, etc.
In jedem Fall müsste das fragliche Testament vor Gericht angefochten werden. Erst im gerichtlichen Verfahren kann die Wirksamkeit festgestellt werden.
Es bietet sich für eine derartige Vorgehensweise an, einen erfahrenen erbrechtlich orientierten Kollegen/in vor Ort mit der Sache zu betrauen.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 18.09.2007 | 20:06

danke für info. Wenn doch ein Notar von der Testierfähigkeit überzeugt ist, kann seine Beurteilung dennoch angezweifelt werden? Wen sonst als einen Notar soll man dann zum Testament bestellen? Hätte er einen Arzt mitbringen sollen oder müssen? Ein Notar, der jahrzehnte lange Erfahrung mit Testamenten hat, muss dann in nachhinein vor dem Amtsrichter seine Sorgfalt tatsächlich nachweisen? Der Erblasser hat in früheren und späteren Äußerungen den Inhalt des Testamentes bestätigt. Vielleicht schreiben Sie mir noch einen Satz hierzu? Danke im voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.09.2007 | 09:26

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

wie beschrieben genügt eigentlich die Einschätzung eines erfahrenen Notars. Diese kann jedoch durch geeignete Mittel unter Umständen widerlegt werden (siehe oben). Auch ein Notar kann unter Umständen komplexere Krankheitsformen des Geistes nicht ohne Weiteres feststellen. In aller Regel ist jedoch ein Notarielles Testament beständig und wirksam wenn nicht ausreichend Gegenbeweise vorliegen.
Stimmt das Testament mit dem bisherigen Verhalten des Erblassers überedin, so sind Zweifel an dem wirklichen Willen und der Testierfähigkeit , gewrade im Hinblick auf die notarielle Beglaubigung, kaum angebracht.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

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