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Testatmentseröffnung


| 04.06.2018 08:55 |
Preis: 50,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


10:38

Zusammenfassung: Auskunft gegenüber dem Nachlassgericht über gesetzliche Erben


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe im Auftrag meiner Mutter, deren Schwester gestorben ist. Das Testament ist bereits eröffnet und am
Wochenende kam ein Schreiben vom Nachlaßgericht dass meine Mutter Alleinerbin sei. Zusätzlich steht in dem
Schreiben, dass Sie Namen und Adressen der weiteren gesetzlichen Erben nennen soll ( Geschwister etc.).
Meine Tante war nicht verheiratet und hatte auch keine Kinder. Außer meiner Mutter gibt es noch eine Schwester,
die im Testament nicht benannt ist. Es besteht keine Erbengemeinschaft , allerdings eine Grundstücksgemeinschaft
für Wiesen, Felder, Wald und sonst. Grundstücke. Ich habe bereits recherchiert, das die Schwester die im Testament
nicht benannt ist keine gesetzliche Erbin ist und auch keinen Pflichtteilsanspruch hat.
Meine Frage lautet:
Müssen wir dem Nachlaßgericht irgendwelche Namen benennen ?
Wie muss man jetzt mit der Testamentseröffnung weiter verfahren ?
Wäre es sinnvoll einen Notar zu kontaktieren der alles weitere veranlasst (z.B. Grundbuch, Bank, Versicherungen etc.)
Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
Vielen Dank
04.06.2018 | 10:02

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Schilderung ist Ihre Mutter testamentarische berufene Alleinerbin betreffen des Nachlasses der verstorbenen Schwester.

Im Zuge der Eröffnung des Testaments besteht gegenüber dem Nachlassgericht die Verpflichtung, Namen und Anschriften aller im Testament genannten Personen und der Personen, die als gesetzliche Erben in Betracht kommen zu benennen und ggf. sogar Ermittlungen diesbezüglich anzustellen.

Auch denn vorliegend die weitere Schwester nicht ausdrücklich im Testament benannt ist, kommt diese jedoch vorliegend als gesetzliche Erbin in Betracht, soweit die Eltern Ihrer Mutter nicht mehr leben. Hierbei ist unerheblich, dass die Schwester unstreitig nicht pflichtteilsberechtigt ist. Die gesetzliche Erben sind von dem Vorliegen eines Testaments zu informieren. Diese müssen seitens des Nachlassgerichts auch zur Wirksamkeit des Testaments und zum Erbscheinsantrag gehört werden.

Ihre Mutter kann nun nach der Eröffnung des Testaments einen Erbschein beantragen. Dies ist gerade dann wichtig, wenn Grundstücke oder Grundstücksanteile überschrieben werden müssen. Gelegentlich wird ein Erbschein auch als Nachweis gegenüber Banken oder anderen Dritten benötig. Der Erbschein ist der amtliche Nachweis der Erbenstellung.

Es könnte vorliegend ratsam sein, eine anwaltliche Beratung in Anspruch zu nehmen, damit geklärt werden kann, welche Handlungen vorliegend im Zuge der Erbschaftsannahme erforderlich sein könnten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 04.06.2018 | 10:19

Wir werden heute noch den Erbschein anfordern. Den Namen und Adresse der Schwester werden wir sofort dem
Nachlassgericht melden. Muss die Schwester nur vom Nachlassgericht informiert werden und muss sie sich dann
auch persönlich oder schriftlich zum Sachverhalt äussern. Wird die Schwester dann auch erben. Meine Mutter ist
doch Alleinerbin.
Können wir den Erbschein heute noch beantragen. Sollten wir einen Notar oder einen Rechtsanwalt Konsultieren.

Vielen Dank für die Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.06.2018 | 10:38

Sehr geehrter Fragesteller,

das Nachlassgericht muss etwaige gesetzliche Erben, als diejenigen die erben würde, wenn kein Testament vorhanden wäre, informieren. Diese haben die Möglichkeit Bedenken gegen die Wirksamkeit des Testaments oder gegen die Erteilung des Erbscheins zu erheben.

Wenn das Testament wirksam ist, dann wird nur Ihre Mutter Alleinerbin. Die Schwester hat durch das Testament keinen Erbanspruch.

Den Erbschein können Sie jederzeit beantragen. Dies erfolgt entweder persönlich beim Nachlassgericht oder bei einem Notar und entsprechende Erklärung.


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