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Testamentvollstrecker


| 20.03.2017 13:07 |
Preis: 40,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Kevin Winkler, LL.M. (AUS)



Kann ich als nicht beruflicher Testamentsvollstrecker einem Vermächtnisnehmer
Auslagen berechnen und wenn ja wieviel.

Notfall?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine ehrenamtliche Testamentsvollstreckung kennt das Gesetz in diesem Sinne nicht, da mit der Übernahme der Aufgaben auch ein entsprechendes Haftungsrisiko korrespondiert, vgl. § 2219 BGB. Entsprechend ist der Vergütungsanspruch in § 2221 BGB geregelt. Der Testamentsvollstrecker kann danach für die Führung seines Amtes eine angemessene Vergütung verlangen, sofern nicht der Erblasser ein anderes bestimmt hat. Der Erblasser verfügt, ob und in welcher Höhe eine Vergütung verlangt werden kann. Ist zur Höhe keine Angabe gemacht, so ist diese in angemessener Höhe einzufordern. Bewertungsgrundlage für die als angemessen zu ermittelnde Vergütung ist der Verkehrswert des Aktivnachlasses. Bewertungsstichtag ist grundsätzlich der eingetretene Erbfall. Nachlassverbindlichkeiten werden grundsätzlich nicht abgezogen, da gerade die Schuldenregulierung besonders umfangreich und haftungsträchtig sein kann. Bei einem Nachlasswert von bis zu 250.000 EUR wäre eine prozentuale Vergütung von 4% des Nachlasswertes wohl als angemessen zu bewerten. Hinsichtlich der Aufwandsentschädigung treffen §§ 2218, 670 BGB die relevante Regelung. Danach sind alle Aufwendung zu ersetzen, die den Umständen entsprechend als erforderlich gehalten werden durften. Die genaue Bestimmung hängt dabei vom konkreten Einzelfall und den Erfordernissen des Tätigwerdens als Testamentsvollstrecker ab. Über die Angemessenheit der jeweiligen Aufwendung hat der Testamentsvollstrecker in jedem Einzelfall zunächst selbst zu entscheiden. Im Streitfall kann die Erforderlichkeit der Aufwendung gerichtlich überprüft werden. Schuldner der Vergütung und der Aufwandsentschädigung sind grundsätzlich nur die Erben des Erblassers. Bei einer Vermächtnisvollstreckung geht die Rechnung insoweit auf den Vermächtnisnehmer. Auch sonst kann dieser grundsätzlich zumindest teilweise herangezogen werden, wenn sein Vermächtnis im Vergleich zu dem Rest des Nachlasses unverhältnismäßig hoch ist.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 20.03.2017 | 14:06

Danke habe verstanden. Aber das Testament ist in Erben und Verrmächtnis geteilt und der Anwalt der Vermächtnisnehmerin weigert sich den von einem Wert von 180000 Euro ausgehenden Betrag von 4% anzuerkennen.Kann ich wenn das rechtens ist wenigstens meine Auslagen fordern. Würde sich um ca. 600 Euro betragen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.03.2017 | 14:10

Es handelt sich grundsätzlich um einen gesetzlichen Anspruch. Der Erblasser müsste eine Vergütung grundsätzlich ausgeschlossen haben, ansonsten kann auch die angemessene Vergütung neben dem Aufwendungsersatz notfalls durchgesetzt werden.

Bewertung des Fragestellers 20.03.2017 | 14:13


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