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Testamentsvollstreckung; wie weiter vorgehen

08.08.2009 19:42 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Sehr geehrte Damen und sehr geehrte Herren,

ich bin von meiner Mutter im notariellen Testament als Testamentsvollstreckerin eingesetzt.

Es gibt mit mir 3 zu je 1/3 eingesetzte Erben.

Meine Mutter (87 J.) wird von mir gepflegt, ich habe Generalvollmacht und wickle alle Bankgeschäfte für Sie ab. Die beiden anderen potentiellen Erben kümmern sich nicht ansatzweise um sie.

Wie muß ich mir Testamentsvollstreckung praktisch vorstellen?

Was steht in dem Erbschein?

Müssen die beiden anderen Erben meine Kontenangaben akzeptieren, bzw. wie weit können meine Angaben angezweifelt werden und welche Möglichkeiten der Einsichtnahme in die Konten meiner Mutter oder in meine Konten gibt es für die Miterben?

(Grundbesitz ist nicht vorhanden, es geht um ca. 180000 €).

Danke für eine Antwort - mir wäre auch an einer "richtigen" anwaltlichen Betreuung gelegen, ich wohne im PLZ-Bereich 6xxxx.

Gruss R.

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Zunächst kann die Testamentsvollstreckung erst angenommen werden, wenn der Erbfall eingetreten ist. Sie werden dann in der Regel vom Amtsgericht aufgefordert zu erklären ob Sie das Amt annehmen, die Annahme kann nur gegenüber dem Nachlassgericht erklärt werden (vgl. § 2202 BGB).

Welchen genauen Inhalt die Testamentsvollstreckung in ihrem Fall hat, läßt sich ohne Kenntnis des genauen Wortlauts des Testaments nicht sagen. Der Testamentsvollstrecker nimmt den Nachlass in Besitz und verwaltet ihn.

Nach § 2215 I BGB hat "der Testamentsvollstrecker dem Erben unverzüglich nach der Annahme des Amts ein Verzeichnis der seiner Verwaltung unterliegenden Nachlassgegenstände und der bekannten Nachlassverbindlichkeiten mitzuteilen und ihm die zur Aufnahme des Inventars sonst erforderliche Beihilfe zu leisten."
Sie sind also den Miterben zur Auskunft verpflichtet und diese könne auch entsprechende Belege anfordern.
Hauptaufgabe des Vollstreckers ist es für die Durchführung des Testaments des Erblassers zu sorgen.

Ob Sie dann berechtigt sind, etwa Verbindlichkeiten zu Lasten des Nachlasses einzugehen, hängt von der Ausgestaltung des Testaments ab.

Im Erbschein sind in ihrem Fall angegeben:
Namen und Todestag des Erblassers,
Namen und Geburtstag des Erben,
Erbquote (1/3),
Verfügungsbeschränkungen (Testamentsvollstreckung).

Seitens der Miterben besteht kein Recht in Ihre eigenen Konten Einsicht zu nehmen. Als Testamentsvollstreckerin ist Ihnen allein die Verwaltung des Nachlasses vorbehalten, Sie haben dabei natürlich die Vorgaben des Testaments zu beachten.

In der Praxis werden Sie den Nachlass, also die Konten verwalten, müssen aber den anderen Erben die notwendigen Informationen zukommen lassen.

Gerne können Sie sich bei Bedarf direkt per mail an mich wenden, die Distanz spielt keine Rolle.

Weitere Angaben könnten nach Kenntnis des Testaments erfolgen.




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