Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Testamentsvollstreckung - abe ich als Erbe Recht auf Einsicht in Unterlagen?

| 24.10.2010 00:56 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Der Erbfall ist im Dezember 2009 eingetreten.

Der Testamentsvollstrecker hat zwar Geld ausgezahlt, aber bis zum
heutigen Tag die Einsicht in die Unterlagen, hauptsächlich
in die Vermögensaufstellung der Bank , über die Vermögenswerte
zum Todestag verweigert. Nur eine von ihm ausgefertigte Aufstellung
ohne Nachweise. Habe ich als Erbe ein Recht auf Einsicht in diese Unterlagen?
Wenn ja, in welchen Paragraphen finde ich das?

Der Testamentsvollstrecker hatte uneingeschränkte Kontovollmacht
über den Tod hinaus .

Sehr geehrter Fragensteller,

ich bedanke mich für Ihre Frage und hoffe Ihnen auf Basis Ihrer Angaben wie folgt weiterhelfen zu können:

Selbstverständlich haben Sie ein umfassendes Auskunftsrecht. Ein solches ergibt sich aus 666 BGB. Der Testamentsvollstrecker hat dem Erben unaufgefordert die erforderlichen Nachrichten zu geben und auf Verlangen Auskunft zu erteilen. Macht der Erbe seinen Auskunftsanspruch gegen den Testamentsvollstrecker geltend, hat dieser die Pflicht, dem Erben alle Kenntnisse zu verschaffen, die ihm die Einschätzung seiner rechtlichen Stellung während der Testamentsvollstreckung ermöglichen. Falls der Testamentsvollstrecker nicht in der Lage sein sollte, dem Erben die gewünschte Auskunft zu erteilen, , so kann dieser sogar zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung hierüber verpflichtet werden.

Darüber hinaus ist er gem 2218 BGB auch zur umfassenden Rechnungslegung verpflichtet! Der Anspruch auf Rechenschaftslegung geht in seinen Anforderungen noch über den Anspruch auf Auskunftserteilung hinaus, sowohl inhaltlich als auch formell. Während die Auskunftserteilung formlos möglich ist, muss Rechenschaft immer schriftlich abgelegt werden. Im Rahmen der Pflicht zur Rechenschaftslegung müssen alle Ergebnisse und der gesamte Ablauf der Geschäftstätigkeiten des Testamentsvollstreckers genau dargestellt werden. Erforderlich ist eine vollständige Rechenschaftslegung, die eine geordnete und detaillierte Aufstellung aller Belege und aller erheblichen Tatsachen beinhaltet. Die Rechenschaftslegung muss so übersichtlich und verständlich sein, dass der Inhalt jederzeit nachprüfbar ist.


Abschließend hoffe ich, Ihnen einen ersten Einblick* in die Rechtslage verschafft zu haben und stehe Ihnen jederzeit und ausgesprochen gern für (kostenlose) Rückfragen zur Verfügung!

Sollten Sie ein persönliches Gespräch wünschen, können Sie mich über 123recht.net auch im Wege einer (kostenpflichtigen) Telefonberatung konsultieren (http://www.123recht.net/loginvoip.asp?lawyerid=104930).

Da wir bundesweit tätig sind, vertrete ich Sie auch gerne anwaltlich, wenn Sie dies wünschen, wobei die Kommunikation auch via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen kann und einer Beauftragung nicht entgegen steht.

Ich bedanke mich nochmals herzlichst für Ihre freundliche Frage und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus München,

Ihr
Alexander Stephens

__________________________________________________________________________________

*Hinweis:
Bei der obigen Beantwortung Ihrer Frage, die ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Bitte berücksichtigen Sie deshalb, dass dies eine umfassende juristische Begutachtung nicht ersetzen kann und soll.
Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung unter Umständen sogar völlig anders ausfallen. Nutzen Sie deshalb die kostenlose Rückfragemöglichkeit, sollten noch Fragen offen stehen. Über eine positive Bewertung durch Sie würde ich mich sehr freuen.

Rückfrage vom Fragesteller 24.10.2010 | 02:05

Dazu gehört doch auch sicherlich die Vermögensaufstellung der Bank.
Oder irre ich?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.10.2010 | 02:33

Selbstverständlich! Da haben Sie absolut recht! An diese könnten Sie unter Umständen notfalls sogar ohne den Testamentsvollstrecker gelangen. Der einfachere Weg ist allerdings erfahrungsgemäß der TV da die Banken sich immer etwas anstellen freiwillig Informationen herauszurücken.

Herzliche Grüße und einen schönen Abend...

Bewertung des Fragestellers 24.10.2010 | 01:59

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr ausführliche und umfassende Antwort.
Vielen Dank."
FRAGESTELLER 24.10.2010 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 79067 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank, ich bin zufrieden mit der Beratung! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
schnell, ausführlich und präzise. Eine sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr kompetent und würde ich jederzeit weiterempfehlen. ...
FRAGESTELLER