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Testamentarische Überschreibung


15.11.2014 00:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ivo Glemser




Meine Mutter hat meiner Schwester erlaubt, die an ihrem Haus angrenzenden Scheune in ein Wohnhaus auszubauen.

Sowohl das Grundstück als auch der Neubau sind im Grundbuch auf den Namen meiner Mutter eingetragen.

Nun möchte meine Schwester das von ihr errichtete Wohnhaus mitsamt belegtem Grundstück übertragen bekommen.

Investitionskosten waren ca. 250.000 €.

Laut Testament würde ich das Haus meiner Mutter erben und meine Schwester das Grundstück mit ihrem Neubau.

Meine Mutter möchte nicht überschreiben, aber meine Schwester droht auszuziehen und
ihr die Investitionskosten in Rechnung zu stellen.

Besteht die Gefahr, dass meine Mutter bei Überschreibung des Neubaus auch die entstandenen Kosten an meine Schwester zahlen muss - sie kann ja nur überschreiben, was ihr auch als bezahltes Eigentum gehört.

Dann ist noch die Frage, ob meine Schwester, nach Überschreibung ihres testamentarischen Anteils, der nunmehr ihr gehört, Anspruch auf den gesetzlichen Erbteil von meinem vorgesehenen Erbe, das Haus der Mutter, hätte.

Ich weiß auch nicht, ob es sich in diesem Fall um eine Überschreibung oder eine Schenkung handelt. Soweit ich informiert bin, wäre bei eine Schenkung und dem, hoffentlich nicht eintretenden, Tod meiner Mutter innerhalb der 10-Jahres-Frist, der Neubau mit seinen Investitionskosten Teil meines Erbes. Kann das sein? - Denn der Neubau wurde von der Schwester und nicht von meiner Mutter finanziert.

Ich hätte nicht gedacht, einmal meine Probleme im Internet zu veröffentlichen, aber der aufgebaute Druck hat mich doch dazu veranlasst.

Ich bedanke mich für hilfreiche Antworten....

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

"Besteht die Gefahr, dass meine Mutter bei Überschreibung des Neubaus auch die entstandenen Kosten an meine Schwester zahlen muss - sie kann ja nur überschreiben, was ihr auch als bezahltes Eigentum gehört."

Richtig ist, dass Ihre Mutter in diesem Fall weitergehende Kosten nach allgemeinen Grundsätzen, d.h. ohne Freiwilligkeit, nicht zu tragen hätte.

Zu Ihrer Frage

"Dann ist noch die Frage, ob meine Schwester, nach Überschreibung ihres testamentarischen Anteils, der nunmehr ihr gehört, Anspruch auf den gesetzlichen Erbteil von meinem vorgesehenen Erbe, das Haus der Mutter, hätte."

Um diese Frage abschließend und sicher zu klären, müsste das Testament eingesehen werden. Nach Ihrer Schilderung würde die Schwester nach der gesetzlichen Erbfolge einen Erbteil in gleicher Höhe wie der Bruder erben. Das Testament könnte dann eventuell als Enterbung der Schwester angesehen werden, was wiederum Pflichtteilsansprüche der Schwester auslösen könnte. Dies müsste alles eingehender geprüft und mit Ihnen erörtert werden.

Wenn alle Beteiligten, insbesondere Mutter und Sohn gegenüber der Schwester und umgekehrt, eine faire und ausgewogene Regelung treffen möchten, dann könnte sich in dieser Konstellation ein zwischen den Beteiligten abzuschließender Erbvertrag anbieten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 15.11.2014 | 17:46

Danke für Ihre schnelle Antwort.

Natürlich wäre eine einvernehmliche Regelung zwischen den Parteien am sinnvollsten - naturgemäß stehen dem private Differenzen entgegen.

Ich bitte Sie hiermit, noch auf meine dritte Frage zu antworten:

"Ich weiß auch nicht, ob es sich in diesem Fall um eine Überschreibung oder eine Schenkung handelt. Soweit ich informiert bin, wäre bei eine Schenkung und dem, hoffentlich nicht eintretenden, Tod meiner Mutter innerhalb der 10-Jahres-Frist, der Neubau mit seinen Investitionskosten Teil meines Erbes. Kann das sein? - Denn der Neubau wurde von der Schwester und nicht von meiner Mutter finanziert."


Ich bedanke mich im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.11.2014 | 19:49

Sehr geehrter Fragesteller,

Überschreibung ist kein vom Gesetz verwendeter Begriff, deshalb kann ich leider nicht erkennen, was sie hiermit im Gegensatz zu einer Schenkung meinen.

Eine Schenkung wird grundsätzlich auch nicht mehr Teil des Nachlasses. Hier können lediglich in gewissen Konstellationen Pflichtteilsergänzungsansprüche in Betracht kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Ivo Glemser


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