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Testamentabschrift erhalten - was tun?


| 10.01.2005 10:39 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Meine Söhne, 24 und 17 Jahre, bekamen vom Amtsgericht eine Abschrift des notariell erstellten Testamentes ihres Großonkels (Bruder ihres Großvaters väterlicherseits).
Zusammen mit sieben anderen unbekannten Erben sind sie gemeinsam zu 1 Teil als Erben eingesetzt.
Das Vermögen wird auf ca. 280.000 DM geschätzt.
Ein Nachlassverwalter oder Testamentsvollstrecker ist nicht angegeben, die Miterben sind uns sämtlich unbekannt.

Frage: Was müssen meine Söhne tun mit der Abschrift des Testaments, in dem sie als Erben eingesetzt sind?

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Anfragender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Mit der Bekanntgabe des Testamentes läuft eine sechswöchige Frist, innerhalb derer Ihre Söhne entscheiden können und müssen, ob sie das Erbe ausschlagen wollen.

Eine Ausschlagung erfolgt ggf. durch notarielle Erklärung, die innerhalb der 6-Wochen-Frist beim zuständigen Nachlaßgericht eingehen muss.

Ihre Söhne sollten daher nun mit dem Testament ausgestattet versuchen zu klären, ob das Vermögen tatsächlich in dieser Höhe besteht oder ob Schulden vorhanden sind.

Falls sich nach Ablauf der Frist noch Schulden herausstellen sollten, bliebe immer noch die Möglichkeit, die Haftung auf den Nachlaß zu beschränken. Aus diesem Grund gehe ich davon aus, dass allein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Ausschlagung des Erbes nicht zu empfehlen ist.

Ansonsten sollten Ihre Söhne versuchen herauszufinden, wer die übrigen Erben sind. Nur dann kann eine Verwaltung bzw. eine Auseinandersetzung des Nachlasses erfolgen.

Stellen Sie sich vor, der Nachlaß wäre ein Kuchen. Dann gehört jedem Miterben 1/9 (zwei Söhne und seiben unbekannte Erben) des Kuchens. Aber keiner der Erben wird satt. Denn keinem der Erben gehört ein bestimmtes Stück Kuchen. Ohne Zustimmung aller darf sich niemand bedienen!

Ggf. empfiehlt sich eine Nachfrage beim zuständigen Nachlaßgericht. Vielleicht sind dort die Adressen der anderen Miterben bekannt. Hier wird ein wenig Detektivarbeit erforderlich sein.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weiter geholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
-Rechtsanwalt-

Bremer Str. 28a
21073 Hamburg

Tel.: 040 - 24 88 21 96
Fax.: 040 - 24 88 21 97
Email:post@ra-breuning.de

www.ra-breuning.de

Nachfrage vom Fragesteller 10.01.2005 | 11:30

Sehr geehrter Herr Breuning,

vorab herzlichen Dank für Ihre schnelle Bearbeitung meiner Anfrage!

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, müssen also auch die anderen Erben versuchen, in Kontakt mit meinen Söhnen zu kommen, damit sie ihrerseits ihren Anteil geltend machen können?

Meine Söhne würden gern abwarten, bis dies der Fall ist.
Ist dadurch ein Nachteil für sie zu erwarten?

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 10.01.2005 | 11:31

Sehr geehrter Herr Breuning,

vorab herzlichen Dank für Ihre schnelle Bearbeitung meiner Anfrage!

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, müssen also auch die anderen Erben versuchen, in Kontakt mit meinen Söhnen zu kommen, damit sie ihrerseits ihren Anteil geltend machen können?

Meine Söhne würden gern abwarten, bis dies der Fall ist.
Ist dadurch ein Nachteil für sie zu erwarten?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.01.2005 | 12:04

Sehr geehrte Anfragende,

auf die Frist zur Ausschlagung des Erbes habe ich bereits hingewiesen.

Ferner sind Ihre Söhne grundsätzlich verpflichtet, eine Erbschaftssteuererklärung abzugeben. Obwohl diese Pflicht sofort besteht, wartet das Finanzamt erfahrungsgemäß aus Pietätsgründen ein paar Monate ab, ob eine Erklärung eingeht. Schon aus diesem Grund sollten Ihre Söhne nicht unbeschränkt mit der Sachverhaltsaufklärung warten.

Weitere Nachteile wären aus der Struktur des Vermögens des Erblassers denkbar. Z.B. könnte es sein, dass

- eine Mietwohnung gekündigt werden muss;
- ein Aktiendepot in der Zeit des Abwartens an Wert verliert;
- Ansprüche des Erblassers gegen Dritte verjähren, weil sie nicht verfolgt werden.

Ohne Kenntnis des Nachlasses können Risiken nicht sicher ausgeschlossen werden. Das ändert nichts daran, dass auch die übrigen Miterben sich grundsätzlich bei Ihren Söhnen melden müssten. Die Zweckmäßigkeit der Empfehlung sich bei den Miterben zu melden gilt sicherlich für alle Miterben.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning

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