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Testament/Vermächtnis


| 11.09.2006 09:58 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Der Sachverhalt ist folgendermaßen: Mein Vater vertarb vor gut zwei Jahren und hinterließ ein Testament. In diesem Testament wurden seine Kinder aus der Ehe (meine Geschwister und ich) als alleinige Erben eingesetzt. Diese Ehe war geschieden und mein Vater lebte zum Todeszeitpunkt mit seiner Freundin (ohne Trauschein) zusammen, mit welcher er ein Kind hatte. Dieses Kind wurde nicht als Erbe eingesetzt und erhielt seinen Pflichtteil. Das Testament wurde durch einen Notar eröffnet und es wurde ein Erbschein ausgestellt. Der Pflichtteil wurde an den Sohn seiner Freundin ausgezahlt. Dies war vor ca. 20 Monaten.

Vor einer Woche erhielt ich nun die Information, dass ein Schreiben meines Vaters vorliegt, welches von ihm unterschrieben ist, in dem er das Guthaben eines seiner Konten seiner Freundin vermacht. Dieses Schreiben sei erst jetzt gefunden worden und wurde uns (den Erben) durch den Anwalt seiner Freundin zugesandt und liegt uns (den Erben) als einfache Kopie vor. Meine Geschwister und ich (die Erben) werden nun aufgefordert dieses Guthaben seiner Freundin zu überweisen, da es sich um ein Vermächtnis handeln würde. Meine Frage: Sind wir dazu verpflichtet das Guthaben anhand dieses Vermächtnisses, welches uns als einfache Kopie vorliegt, auszuzahlen? Ist die Forderung überhaupt fristgerecht?
11.09.2006 | 11:31

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Das Vermächtnis muss handschriftlich geschrieben und von Ihrem Vater unterschrieben sein. Sollte das nicht der Fall sein, ist die Verfügung unwirksam.

2. Sollten die Formalien eingehalten worden sein, sind Sie verpflichtet, das Vermächtnis auszubezahlen. Die Freundin hat gegen die Erbengemeinschaft einen schuldrechtlichen Anspruch auf Auszahlung des Geldes. Da bereits einige Zeit vergangen ist, ist nur derjenige Wert auszubezahlen, den das Konto zum Zeitpunkt des Todes hatte.

3. Ich rate Ihnen, vor Zahlung des Betrags das Dokument entweder durch unsere Kanzlei oder andere Kollegen prüfen zu lassen. Da die Verfügung erst sehr spät aufgetaucht ist, könnte eine Fälschung vorliegen. Auch ist fraglich, ob diese Verfügung zeitlich durch das Testament Ihres Vaters überholt ist (wann wurde das Testament erstellt, wann die Verfügung?). Hier sind noch etliche Fragen offen, die vor Zahlung geprüft werden sollten.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Weiler Rechtsanwälte
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80331 München

Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de

Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Bewertung des Fragestellers 13.07.2009 | 16:32


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