Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Testament/Erbschaftsanteile

| 15.09.2008 21:11 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Oma ist am 17.08.2007 verstorben. Sie wurde 89 Jahre alt. ich habe Sie bis zuletzt gepflegt.
Nunmehr hat Sie mit in Ihrem Testament als Alleinerbe 5000,- vermacht.
Laut Testament kann ich "nach eigenem Ermessen" einen Teil an meine 2 Geschwister abgeben.
Dies ist noch nicht geschehen.
Nun möchte eine der Geschwister Ihren Pflichtanteil und die gesamten 5000,- EUR einklagen.

Meine Fragen:
Wieviel muss meine Schwester,bzw. meine Geschwister von den 5000,- EUR erhalten?
Welchen Anspruch haben die Geschwister noch, wenn ich als Alleinerbin eingesetzt bin.

Vielen Dank.

Sehr geehrte Ratsuchende,

zur Beantwortung der Frage gehe ich zunächst davon aus, dass Sie Alleinerbin geworden sind. Dies sollte aber anhand des Testamentes noch im einzelnen geprüft werden. Dies würde bedeuten, dass Sie den gesamten Nachlass geerbt haben, also das gesamte Vermögen (Geld, Forderungen, bewegliches, unbewegliches) geerbt haben. Nach dem deutschen Erbrecht ist es nicht möglich, einen Erben für einen einzelnen Nachlassgegenstand einzusetzen. Sind dem Bedachten nur einzelne Gegenstände zugewendet worden, so ist nicht anzunehmen, dass er Erbe sein soll, auch wenn er als solcher bezeichnet ist. Die Zuwendung von einzelnen Vermögensgegenständen kann durch ein Vermächtnis geschehen.

Wie weit nunmehr andere Personen Pflichtteilsansprüche geltend machen können, hängt in erster Linie davon ab, wieviele Abkömmlinge - Kinder - die Oma hatte und ob diese noch leben, ggf. ob Ihre Oma noch verheiratet war und deren Ehemann noch lebt. Dies müsste noch im einzelnen geprüft und dargelegt werden.

Sind ein Abkömmling, die Eltern oder der Ehegatte des Erblassers durch Verfügung von Todes wegen (z.B. Testament)von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen, so können sie von den Erben/dem Erbe den Pflichtteil verlangen. Entferntere Abkömmlinge (z. B. Enkel) und die Eltern des Erblassers sind dann nicht pflichtteilsberechtigt, wenn nähere Abkömmlinge vorhanden sind, die diese Personen im Fall der gesetzlichen Erbfolge ausschließen würden . Nicht pflichtteilsberechtigt sind Geschwister, Großeltern und andere Verwandte des Erblassers.

Der Pflichtteilsanspruch ist auf Zahlung einer Geldsumme gerichtet, die die Hälfte (!) des Wertes des gesetzlichen Erbteils entspricht. Maßgeblich ist also der Geldwert des Nachlasses und der Bruchteil des gesetzlichen Erbteils.

Zur weiteren Beurteilung ist es notwendig zu wissen, ob die Oma verheiratet war, der Ehemann noch lebt, wie viel Kinder die Oma hatte und wieweit diese noch leben, bzw. wie viel Enkel von welchen Kindern der Oma vorhanden sind.

Ich hoffe, Ihnen hiermit einen ersten Überblick verschafft zu haben undverbleibe
mit freundlichen Güssen
Rechtsanwalt Ernst G. Mohr

Nachfrage vom Fragesteller 16.09.2008 | 05:44

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Ich möchte hinzufügen:
Ich habe nur die 5000,- EUR vererbt bekommen.
Andere Sachen, außer Geld, hat Ihr Sohn vermacht bekommen.

Meine Oma hat noch folgende lebende Verwante - einen Sohn (1 Kind), 3 Enkelinnen (u.a. Ich), 6 Ur-Enkel und eine UrUr-Enkelin.
Der Ehemann meiner Oma verstarb früh.

Wie hoch genau wäre der Anteil von den 5000,- EUR für meine Schwester, die das gesamte Testament anfechten möchte?
Was würde dem Sohn der Oma und der klagenden Schwester genau zustehen?

Vielen Dank für Ihre Mühen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2008 | 12:09

Sehr geehrte Ratsuchende,

es käme darauf an, welche - ggf. bereits verstorbene - Kinder die Oma insgesamt hatte. Dies bedarf, da dies auch keine reine Ergänzungsfrage ist, weiterer Abklärung.

Mit freundlichen Grüßen
RA Mohr

Bewertung des Fragestellers |

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr schnelle Reaktion auf meine Fragen, hervorragend!"
FRAGESTELLER 4/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70966 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Antwort war eindeutig, so dass nun Rechtsklarheit besteht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles bestens ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Wilking hat sehr detailliert, freundlich und hilfreich geantwortet. Ich empfehle ihn weiter. ...
FRAGESTELLER