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Testament zu meinen Gunsten, obwohl Vater Neuverheiratet

09.01.2014 11:34 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Testament oder Erbvertrag; Schutz vor dem Verschleudern des Nachlasses

Guten Tag,
folgende Situation:
Mein Vater ist verheiratet (normale Zugewinngemeinschaft), Die Frau ist nicht meine Mutter und hat mich nicht adoptiert. Die Frau hat Halbgeschwister / gleicher Vater (tot) unterschiedliche Mütter.
Wie sollte das Testament aufgebaut sein, damit folgendes im Ergebnis herauskommt:

Ich soll alles erben, aber erst wenn seine Frau auch verstorben ist.
Desweiteren sollte die Frau das Vermögen nicht sinnlos verprassen dürfen.
Die Frau hat keine Kinder und wird auch keine Kinder mehr bekommen. (Altersbedingt).
Einen neuer Partner der Frau kann man ja nie ausschließen (inkl. Heirat)
Nach dem Tod meines Vaters soll es zu keiner Zahlung auf Zwang/verklagen (Pflichtteil) kommen.

Danke


Einsatz editiert am 09.01.2014 11:40:10

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Es stellt sich vorab die Frage, ob hier überhaupt ein Testament sinnvoll ist oder nicht eher ein Erbvertrag, mit Ihnen und dem Vater sowie der nicht leiblichen Mutter als Vertragspartner.
Der Erbvertrag könnte folgenden Inhalt haben: Die Eheleute setzen sich gegenseitig zu Erben ein. Allerdings ist je nachdem wer zuerst verstirbt derjenige nur als Vorerbe eingesetzt und Sie werden als Nacherbe eingesetzt. Dies hat zur Folge, dass selbst, wenn Ihr Vater vor der Ehefrau verstirbt die Ehefrau nicht Vollerbin wird, sondern nur Vorerbin.
Um die Verfügungsmöglichkeit der Ehefrau einzuschränken, sollte vereinbart werden, dass die Ehefrau nicht befreite Vorerbin wird, §§ 2113 ff. BGB. Dies hindert die Vorerbin den Nachlaß zu verschenken. Je nachdem aus welchen Gegenständen der Nachlass besteht, istt darüber nachzudenken, ob eventuell ein Vermächtnis
vereinbart wird.
Falls Sie nach dem Tod des Vaters den Pflichtteil verlangen oder gerichtlich geltend machen, kann eine sog. Strafklausel vereinbart werden, dass Sie dann auch bei dem Tod der nicht leiblichen Mutter nicht Nacherbe werden.

Es gibt in Ihrem Fall viele Gestaltungsmöglichkeiten ggfs. kann man, wenn Grundbesitz vorhanden ist, auch dies bereits jetzt an Sie übertragen und den Eheleuten ein Nießbtrauch oder Wohnrecht eintragen lassen. Dies kommt immer auch darauf an, wie hoch der zu erwartende Nachlass ist.
Ggfs. ist die Konstruktion auch noch hinsichtlich einer erbschaftsteuerlichen Betrachtung zu unterziehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

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