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Testament wurde vom Gericht nicht anerkannt


19.09.2005 21:11 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Mein Onkel war pflegebedürftig (Pflegestufe II). In seinem Testament hat er mich und seine Schwester als Erben eingesetzt, seine Tochter nicht berücksichtigt. Nach Testamentseröffnung hat seine Tochter privat einen Schriftsachverständigen beauftragt, das Testament zu pfüfen. Dieser hatte nur eine Kopie des Testaments und eine Orginalschrftprobe zur Verfügung und kam zu dem Schluß, das Testament ist eine Fälschung. Der vom Gericht bestellte Gutachter hat nur Orginale gepfüft und kam zu der Feststellung, das Testament weist eindutig Schriftmerkmale seine Handschrift auf.Der Richter ließ sich aber vom privaten Gutachter beeinfllussen und hat das Testament nicht anerkannt.
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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich möchte Ihr Anliegen auf Grundlage Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten:

Sie sprechen hier etwas untechnisch von Rechtsmittelbeschwerde und der bald ablaufenden Widerspruchsfrist, teilen auch sonst zum konkreten Prozeßstadium eher wenig mit.

Da Sie auch auf einen Richter und nicht nur Rechtspfleger Bezug nehmen, verstehe ich Sie hierbei so, dass Ihre Schwester das Testament erstinstanzlich erfolgreich wegen Nichtigkeit vor dem Amtsgericht anfocht. Falls Sie jedoch von einem Erbscheinverfahren nach §§ 1953 ff. BGB berichteten und ich dies falsch verstand, bitte ich Sie, dies im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion klarstellen. Ich antworte dann gerne noch einmal „alternativ“.

Sie haben im Falle eines amtsgerichtlichen Urteils bei der in 10 Tagen ablaufenden Berufungsfrist zunächst unbedingt zu beachten, dass Sie sich vor dem dann zuständigen Landgericht nur anwaltlich vertreten lassen können. Selbst die Berufung an sich kann nur ein Rechtsanwalt einlegen. Hier müssen Sie also unbedingt in den nächsten Tagen einen Kollegen vor Ort konsultieren!

Materiell-rechtlich scheint die Frage der Authentizität des Testaments ja nicht offenkundig zu sein. Sie werden also nicht umhinkommen, als Beweis erneut einen Sachverständigenbeweis anzubieten. Dies ist zulässig, wenn ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Beweiswürdigung vorliegen. Das Gericht wird dann einen geeigneten Sachverständigen benennen – natürlich können Sie auch einen vorschlagen. Allerdings ist seit der ZPO-Reform die Überprüfung der Tatsachengrundlagen im Berufungsverfahren eingeschränkt. Gerade deswegen und weil ich hier „aus der Ferne“ einer online-Erstberatung einfach zuwenig von den tatsächlichen Hintergründen weiß, insbesondere aber das Urteil des Amtsgerichts nicht einsehen kann, sollten Sie dringend einen Kollegen vor Ort aufsuchen.


Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf
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