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Testament und jetzt Scwierigkeiten damit

| 10.07.2011 21:06 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


angenommen, opa und Oma haben vor vielenJahren Ihr Testament verfasst, welches mir vorliegt
Erben soll:
Sohn1 50%
Sohn 2 0%, da er damals über erhebliche Schulden verfügte -dafür-
Enkel 1 25%
Enkel 2 25%

Ich bin Enkel 2

Jetzt sind 30Jahre vergangen und anscheinend sollen diedamaligen Schulen von Sohn 2 verjährt sein- weshalb Sohn 2 jetzt seine 50% haben möchte.

Würde es bei bisheriger, testamentarisch festgelegter Ordnung bliebe würde Anteil Enkel 2 mit 25% verfallen, da sie kürztlich wegen ihrem Unternehmen in die priv. Insolvenz ging.

Mein Vater rief also heute an,sehr fordernd und teilweise auch aggressiv werdend, denn Oma, inzwischen Wittwe macht sich Sorgen weil der Anteil von Enkel1 an den Staat gegen wird.

Ich wiederrum gehe in eine neue Stadt, Studiere dort und bräuchte dringend ein Auto, dass soll heißen ich könnte das Geld von meinen 25% DRINGEND selbst brauchen.

Jedenfalls verlangt jetzt Sohn2 von uns beiden Enkeln, dass wir BEIDE zum Notar gehen sollen und auf unseren Anteil verzichten. Meine Schwester wäre damit einverstanden, zumal ihrer sofort eingezogen würde werden.

Ich fühlte mich bei dem Telefonat äußerst unter Druck gesetzt, denn Vater gforderte innerhalb von 5Min. eine sofortige Entscheidung- als ich aber dennoch auf Bedenkzeit pochte, sagte man mir, was mir überhaupt einfallen würde und wer ich sei, da das Geld sowieso meinem Vater gehören würde.
Wir haben ein schlechtes Verhältnis bis keins.


Jetzt die Frage: Ist es wirklich wahr, dass BEIDE Enkel zugunsten meinens Vaters verzichten müssten? Geht es nicht auch, dass nur meine Schwester ihre 25% an meinen Vater abtritt?

Oder wäre es sogar möglich dass der andere Enkel, der insolvent ist seinen Anteil mir überschriebt und ich dann davon die Hälfte meinenm Vater zukommen lassen könnte?

Ich will nicht einfach auf meinen Anteil verzichten, zumal ich vor einem Studium stehe, das zwar bezahlt ist, aber dennoch brauche ich dringend das Geld!

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

1) Ist es wirklich wahr, dass BEIDE Enkel zugunsten meinens Vaters verzichten müssten? Geht es nicht auch, dass nur meine Schwester ihre 25% an meinen Vater abtritt?

Ist denn der im Testament vorgesehene Erbfall schon mit dem Versterben des Opas eingetreten oder soll dies erst eintreten, wenn auch die Oma verstirbt?

Sie sind aber nicht gezwungen, auf Ihren Teil zu verzichten.

Sohn 2, der ja von diesem Testament praktisch enterbt wurde, hat einen Pflichtteilsanspruch.

Würde einer der Enkel aber verzichten, würde der Vater an dessen Stelle treten.

Im Ergebnis müssen aber nicht Beide verzichten.


2) Oder wäre es sogar möglich dass der andere Enkel, der insolvent ist seinen Anteil mir überschriebt und ich dann davon die Hälfte meinenm Vater zukommen lassen könnte?

Hier kommt es nun darauf an, ob der im Testament vorgesehene Erbfall schon eingetreten ist. Wenn das Erbe schon angetreten ist, können Sie sich untereinander auch die Erbanteile übertragen.

Anderenfalls kann nicht vorab schon über die Anteile bestimmt werden.

Nachfrage vom Fragesteller 10.07.2011 | 21:49

Vielen, Vielen Dank,
Also der Erfall ist noch nicht eingetretten?
Oma lebt noch und Opa starb vor vielen Jahren.
Das Testament haben aber beide rechtskräftig verfasst und mir liegt eine Abschrift vor.
Es steht im Testament, dass wenn beide Großeltern verstorben sind, erst dann wird nach den 50%-25%-25% aufgeteilt werden.

Mein Vater ist enterbt-er bekommt aber dennoch einen Pflichtteil? wie hoch ist dieser Pflichtteil?

Es MÜSSEN ABER NICHT BEIDE verzichten? Ist das Sicher? Das ist nämlich die Hauptfrage für mich und wenn sie diese Frage sicher beantworten können mit nein Wäre ich ihnen unendlich dankbar!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.07.2011 | 09:06

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfragen wie folgt:

Da der Erbfall noch gar nicht eingetreten ist, können die einzelnen Erben noch gar nicht über ihre Erbanteile verfügen.

Das heißt, dass auch niemand verlangen kann, dass die Enkel verzichten.

Das wäre eine rein freiwillige Entscheidung.

Sofern aber einer von beiden Enkeln verzichtet, geht dessen Teil auf dessen Vater über.

Es ist also auch ausreichend, wenn ein Enkel verzichtet.

Verzichtet ein Enkel, bekommt der Vater dessen 25 %. Verzichten beide Enkel bekommt der Vater eben 50 %.

Ansonsten - wenn kein Enkel verzichtet - hat der enterbte Vater einen Pflichtteilsanspruch. Dieser richtet sich dann gegen die übrigen Erben und beträgt 25 % des Erbes.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.07.2011 | 21:59

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