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Testament nach dem Berliner Modell

| 28.05.2014 18:19 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Ich habe zwei Kinder aus erster Ehe und bin jetzt in zweiter Ehe mit einer Frau ohne Kinder verheiratet. Wir wollen ein gemeinsames Testament nach dem Berliner Modell machen, bei dem meine Kinder aus erster Ehe erst Erben können, nachdem der Letzte von uns Eheleuten verstorben ist.

Verlangt einer meiner Kinder oder beide zuvor seinen/ihren Pflichteil, soll demjenigen gegenüber eine Enterbung zu Gunsten meiner einzigen Enkeltochter erfolgen.

Ist diese Konstellation rechtlich möglich, und was muss bei der Testamentsverfassung besonders berücksichtigt werden?

Können wir ein gemeinsames Testament aufsetzen und unterschreiben, oder muss jeder sein Testament einzeln verfassen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt.

Sie möchten mit Ihrer Ehefrau ein gemeinsames Tesament errichten (§ 2265 BGB).

Das ist auch möglich, so wie von Ihnen angedacht. Sie setzen sich gegenseitig als Erben ein. Nach Versterben des länger Lebenden, sollen Ihre Kinder erben (vgl. § 2269 Abs. 1 BGB).

> Schreibt einer von Ihnen das gemeinschaftliche Testament eigenhändig, genügt die Unterschrift des anderen Ehegatten mit Angabe von Zeit und Ort (§ 2267, § 2247 BGB). Es muss nicht jeder sein Testament einzeln verfassen.

Auch ist die Aufnahme einer sogenannten Strafklausel (Enterbung im Falle der Forderung des Pflichtteils) ist möglich.

Die Enkelin kann in diesem Fall als Schlusserbe eingesetzt werden.

Um hier keine Fehler zu machen, können Sie sich auch an einen Notar wenden, der das Testament dann auch in Verwahrung nimmt.

Bei Fragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.05.2014 | 21:31

Kann die Enkelin den Schmuck meiner Frau erben, oder muß der gesamte Nachlaß an die Schlußerben gehen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.05.2014 | 00:47

Sehr geehrter Ratsuchender,

Einzelne Gegenstände "vererben" geht nach deutschem Recht nicht. Durch den Erbfall geht das Vermögen als Ganzes auf die Erben über (§ 1922 Abs. 1 BGB).

Sie können der Enkelin aber z.B. lediglich den Schmuck im Wege eines Vermächtnisses zukommen lassen / vermachen.

Der Erbe ist dann mit dem Vermächtnis beschwert (§ 2147 BGB).

Der Vermächtnisnehmer kann vom Erben den vermachten Gegenstand, z.B. genau zu bezeichnenden Schmuck, verlangen (§ 2174 BGB).

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 31.05.2014 | 08:51

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