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Testament nach 60 Jahren aufgetaucht


05.09.2005 19:50 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Guten Tag,

mir wurde vom Nachlaßgericht ein notarielles Testament von meinem Onkel aus dem Jahre 1944 zugestellt, wonach meine Mutter (bereits 1976 verstorben, mein Vater ist 1980 verstorben) Alleinerbin einer kompletten landwirtschaftlichen Hofstelle mit "allem lebenden und toten Inventar" ist. Das Testament wurde mir Ende April 05 zugestellt, mein Onkel ist aber bereits 1993 verstorben und das gesamte Erbe demzufolge an seine vermeintlichen Erben seit 1993 verteilt. Das Nachlaßgericht konnte mir keinen Grund angeben, warum das Testament erst jetzt geöffnet wurde. Man sagte mir dort nur, ich sei erbberechtigt und könnte beantragen, dass das Erbe an mich zurückübertragen wird oder eben alles so lassen wie es ist. Der letzte Satz im Testament heißt: "Wer dieses Testament anficht, wird auf seinen Pflichtteil gesetzt und muß sich darauf alles anrechnen lassen, was er zu Lebzeiten von mir bekommen hat." Der Hof wurde ca. 1983 auf meinen Cousin, der auch Landwirt ist, überschrieben und seit dem bewirtschaftet. Was gilt nun als Erbe? Wie sind meine Rechte? Ich habe bis jetzt noch nicht auf das Testament reagiert. Kann ich die Erbschaft noch ausschlagen? Wie lange habe ich noch Zeit auf das Testament zu reagieren?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich möchte Ihr Anliegen auf Grundlage Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten:

Zunächst ist anzumerken, dass das sog. Höferecht in Deutschland je nach Bundesland einige Unterschiede aufweist, mal gilt die Höfeordnung, mal ist(zB in Ba-Wü) ein sehr spezielles, teilweise aus dem frühen 19.Jahrhundert (Code Civil) stammendes Recht zu beachten, mal gilt das sog. Anerbenrecht. Da ich einerseits aus plausiblen Gründen des Datenschutzes erst nach Beantwortung Ihres Anliegens sehe, wo Sie wohnen, andererseits bei einer doch recht speziellen erbrechtlichen Fragestellung für den hiesigen Mindesteinsatz (siehe die Nutzungsbedingungen und auch den zutreffenden Hinweis des Kollegen Hellmann) keine vollständige Beantwortung Ihrer div. Teilfragen realistisch ist, hier nur folgende, ganz grobe Leitlinie:

Mit „Entdeckung“ des Testaments können Sie in der Tat die Erbrechtsfolge „von vorne aufrollen“. Sie können die Erbschaft natürlich ausschlagen, Frist hierzu sind gem. § 1944 BGB sechs Wochen nach Kenntnisnahme. So wie Sie die Dinge schildern, spricht in der Tat einiges dafür, dass SIE der Erbe des Hofes sind.

Ich kann Ihnen nur dringend anraten, einen nicht nur erbrechtlich versierten, sondern auch mit den lokalen Besonderheiten des Höferechts, einer nicht geraden „0815-Materie“, vertrauten Kollegen aufzusuchen. Allerdings werden Sie hier hinsichtlich Ihrer Vorstellungen, kompetenten Rechtsrat zu erhalten, wohl eine deutliche pekuniäre Korrektur nach oben vornehmen müssen.

Ich hoffe aber trotzdem, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen und eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf
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