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Testament mit Vorerben und Nacherben

| 01.06.2013 17:50 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Ihre Frage betrifft Fragen des Erbrechts und hier solche der Testamentsauslegung, der Vorerbschaft und Nacherbschaft, der Auszahlung des Vorerben und ggf. eines Testamentsauslegungsvertrages oder Erbvertrages.

In dem Testament heißt es "... Mein Sohn ist jedoch nur Vorerbe. Er ist von den Beschränkungen und Verpflichtungen, die das Gesetz dem Vorerben auferlegt, ausdrücklich nicht befreit. Nacherben sind meine beiden Enkelkinder nach den Regeln der gesetzlichen Erbfolge. Die Nacherbfall tritt mit dem Tode des Vorerben ein. Die Nacherbenanwartschaft ist nicht vererblich und nur auf den Vorerben übertragbar. Überträgt der Nacherbe seine Nacherbenanwartschaft auf den Vorerben, erlöschen die Rechte aller Ersatznacherben."

Wichtig anzumerken wäre noch, dass Dauertestamentsvollstreckung angeordnet wurde.

Frage: Ist der letzte Satz des Zitats aus dem Testament so zu verstehen, dass wenn die Nacherben die Nacherbenanwartschaft auf den Vorerben übertragen, dass diesem dann alles zufällt? Gäbe es somit die Möglichkeit, dass alle drei vereinbaren, dass auf diesem Weg die Wirksamkeit des Testaments ausgehebelt würde und man quasi vor der Übertragung (vertraglich) vereinbart, dass anschließend gerecht durch 3 geteilt wird?

Oder: Wenn dieser Weg nicht möglich ist, gäbe es einen anderen, das Testament auszuhebeln?

Besten Dank im Voraus

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben hier zusammenfassend, im Rahmen einer Erstberatung und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:


Ihre Frage betrifft Fragen des Erbrechts und hier solche der Testamentsauslegung, der Vorerbschaft und Nacherbschaft, der Auszahlung des Vorerben und ggf. eines Testamentsauslegungsvertrages oder Erbvertrages.

Entscheidend bei der Testamentsauslegung ist der Wille des Erblassers, so wie er vom Testamentsvollstrecker bzw. einem objektiven Dritten (Richter/Richterin) festgestellt wird.

Sollten die potentiellen Nacherben ihr Anwartschaftsrecht auf den Vorerben übertragen tritt eine sogenannte Konfusion oder Konsolidation von Rechten und Pflichten in einer Person (der des ehemaligen Vorerben) ein. Die ehemals wechselseitigen/wechselbezüglichen Ansprüche erlöschen kraft Gesetzes. Damit wären die Anordnungen des Erblassers was die Vor- und Nacherbschaft betrifft hinfällig. Der vormalige Vorerbe wäre dann wohl Alleinerbe, zumal m.E. im Zitat anklingt, dass der Erblasser eine derartige Option den Erben offen halten wollte.

Problematisch in der Praxis dürfte die Bewertung des Rechts (Nacherbenanwartschaft) sein, da der Nacherbfall vom Tod des Vorerben abhängt und also in der Zukunft liegt.

Andere Wege wären ggf. denkbar wie ein Testamentsauslegungsvertrag, die Ausbezahlung der Nacherben oder ein Erbvertrag (insbesondere bei Verwandtschaft der Beteiligten) usw.

Es liegt auf der Hand, dass weiter umfassender Rechtsrat einzuholen ist, auch um von Anfang an Fehlvorstellungen der Beteiligten (auch des Testamentsvollstreckers, garnicht aufkommen zu lassen.


Ich hoffe, Ihnen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich.

Bitte beachten Sie, dass diese Beratung nicht eine umfassende Prüfung an Hand aller relevanten Unterlagen und gegebenenfalls weiter Ermittlungen zum Sachverhalt ersetzen kann.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 02.06.2013 | 17:41

Sehr geehrter Herr Lautenschläger,

besten Dank für Ihre Antwort! Diese hilft mir in jedem Fall weiter. Allerdings verstehe ich nicht ganz, was dieser Satz genau bedeutet: "Problematisch in der Praxis dürfte die Bewertung des Rechts (Nacherbenanwartschaft) sein, da der Nacherbfall vom Tod des Vorerben abhängt und also in der Zukunft liegt." Hebt das die Interpretation im vorangehenden Abschnitt wieder auf?

Nochmals besten Dank im Voraus und mit freundlichen Grüßen

Fam. DK

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.06.2013 | 11:52

Sehr geehrte Fragenstellerin,


zunächst Dank für die Nachfrage. Mit dem Hinweis auf die Bewertungsfragen wollte ich auf den m.E. praxisrelevanten Kern der Bewertungsproblematik hinweisen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.


MfG


RA P. Lautenschlaeger

Bewertung des Fragestellers 06.06.2013 | 12:30

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 06.06.2013 3,8/5,0
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