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Testament bei 2.Ehefrau


09.08.2017 17:21 |
Preis: 48,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Zur Bedeutung eines gemeinsamen Ehegattentestaments.


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Eltern sind beide verstorben.

Als erstes verstarb meine Mutter, heuer der Vater.

Sie hatten ein gemeinsames Testament aufgesetzt, indem Sie sich gegenseitig als Alleinerben bei Tod eines
Ehepartners eingesetzt hatten. Eine Schlusserbeneinsetzung in diesem Testament wurde nicht getroffen.

Die Ehegatten hatten keine Gütertrennung.

Ich habe da ich mit diesem Testament enterbt wurde den Pflichtteil der Mutter gefordert und in Geldeswert
erhalten.

Der Vater hat ein 2 Mal geheiratet. Er hat ein neues Testament aufgesetzt in dem die 2. Frau Alleinerbin
wird und seine Kinder (mein Bruder und ich) nur den Pflichtteil erhalten sollen.

Vom Nachlassgericht habe ich aufgrund des Todesfalles meines Vaters die Mitteilung erhalten dass ich aufgrund
des neuen Testaments enterbt wurde und mir nur der Pflichtteil zusteht.

Die 2. Ehefrau hat nun einen Erbschein beantragt.

Ich habe daraufhin Einwendung gegen dieses Testament erhoben mit der Begründung das ein gemeinsames
Testament meiner verstorbenen Eltern vorliegt, welches aus meiner Sicht noch gültig müsste.

Nun möchte das Nachlassgericht wissen ob ich nach dem 1.Todesfall (Mutter) den Pflichtteil erhalten habe.
Das habe ich wie oben erwähnt.

Nun meine Fragen ist das 1. Testament meiner verstorbenen Eltern weiterhin gültig oder zählt das neue Testament
mit der 2. Frau? Wer erhält einen Erbschein?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.










09.08.2017 | 18:08

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Nach Ihrer Schilderung haben Ihre Eltern ein gemeinschaftliches Testament errichtet, in welchem sie sich gegenseitig zu Alleinerben eingesetzt haben. Für den Fall des Todes des überlebenden Ehegatten haben Ihre Eltern jedoch keine Anordnungen getroffen.

2.
Entgegen Ihrer Annahme hat das gemeinschaftliche Testament Ihrer Eltern daher nach dem Tod Ihres Vaters keine Gültigkeit mehr, weil für diesen Fall keine Regelung getroffen worden ist.

Das "neue" Testament Ihres Vaters ist vielmehr wirksam und die zweite Ehefrau wirksam zur Alleinerbin eingesetzt worden.

Sie sind leider nur pflichtteilsberechtigt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 09.08.2017 | 18:32

Danke für die Antwort. Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass in dem gemeinschaftlichen Testament meiner verstorbenen Eltern erwähnt ist, dass ich nach dem Tode des letzten Überlebenden eine Eigentumswohnung erhalten sollte, mein Bruder ein Haus und eine Wohnung. Ändert dies etwas am Sachverhalt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.08.2017 | 19:57

Sehr geehrter Fragesteller,

1.
Bei der Auslegung eines Testaments ist § 2087 BGB zu beachten:

"Hat der Erblasser sein Vermögen oder einen Bruchteil seines Vermögens dem Bedachten zugewendet, so ist die Verfügung als Erbeinsetzung anzusehen, auch wenn der Bedachte nicht als Erbe bezechnet ist.

Sind dem Bedachten nur einzelne Vermögensgegenstände zugewendet, so ist im Zweifel nicht anzunehmen, dass er Erbe sein soll, auch wenn er als Erbe bezeichnet ist".

2.
Hier wurden nur einzelne Vermögensgegenstände zugewendet, sodaß im Zweifel nicht von einer Erbeinsetzung auszugehen wäre.

Sie haben Anspruch auf Übereignung der Eigentumswohnung als Vermächtnis, sind aber kein Erbe.

Mit freundlichen Grüßen
Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

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