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Testament-Schenkung

23.01.2019 09:34 |
Preis: 30,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Wir haben vor einigen Jahren ein eigenhändiges gemeinschaftliches Testament verfasst.
wo wir uns als Alleinerben und unsere gemeinsame Tochter als Schlusserbin eingetragen haben.
Das Testament ist im Testamentregister eingetragen.
Leider verstarb meine Frau vor 3 Jahren.
Ich lebe mittlerweile wieder mit Jemanden zusammen.
Frage
Ich würde gerne das Testament ändern ?
sollte das nicht möglich sein würde ich gerne meiner neuen Partnerin eine Schenkung machen
die nicht versteuert werden muss.

Frage
Ist es möglich eine Schenkung zurück zu fordern (z B wenn die Beschenkte vor mir stirbt)?
Ist ein Schenkungsvertrag unter Auflagen möglich ?
muss die Schenkung dem Finanzamt gemeldet werden?
23.01.2019 | 10:39

Antwort

von


(3)
Hindenburgstraße 2-4
30175 Hannover
Tel: 0511 / 54 52 37 08
Web: http://www.beckmann-kossmann.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zu der Frage der Änderung des Testamentes gehe ich anhand Ihrer Angaben davon aus, daß die gegenseitige Erbeinsetzung sog. wechselbezügliche Verfügungen darstellten, wonach die Einsetzung des einen nicht ohne die Einsetzung des anderen Ehepartners erfolgte. Mit dem Tod eines Ehepartners werden die Verfügungen bindend und ein Widerruf Ihrer testamentarischen Verfügung ist dann nicht mehr möglich. Möglich wäre eine Aufhebung Ihrer wechselbezüglichen Verfügung gewesen, wenn Sie das nach dem Tod Ihrer Ehefrau Ihnen Zugewendete ausgeschlagen hätten. (Für sonst mögliche Fälle der Aufhebung wie des Vorliegens einer schweren Verfehlung geben Ihre Angaben nichts her.)
Die Rückforderung und der Widerruf einer Schenkung sind unter bestimmten, gesetzlich normierten Voraussetzungen möglich, die Sie hier nicht genannt haben (z.B. Verarmung des Schenkers).
Ein Schenkungsvertrag ist unter Auflagen möglich, wobei eine Auflage eine der Schenkung hinzugefügte Bestimmung ist, daß der Schenkungsempfänger zu einem Tun oder Unterlassen verpflichtet werden soll.
Schenkungssteuerpflichtig ist ein Erwerb, soweit er nicht steuerfrei ist. Deshalb ist eine Schenkung dem Finanzamt zu melden; erfolgt sie mit einem notariell beurkundeten Vertrag, hat der Notar die Meldepflicht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Sabine Beckmann-Koßmann
Fachanwältin für Verwaltungsrecht

ANTWORT VON

(3)

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