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Testament, Rechtsnachfolger, Online-Konten des Verstorbenen


| 25.11.2017 20:39 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben Fragen zu folgender Situation:

- Mann M und vorverstorbene Ehefrau VF
- Zwei Kinder A und B aus dieser ersten Ehe des M mit VF
- M heiratet wieder, nun zweite Ehefrau F
- M nun verstorben

- Es gibt ein Testament von M, das den drei in Frage kommenden Begünstigten
F, A und B bekannt ist und vorliegt
- Es gibt vermutlich einen Ehevertrag zwischen M und F, der Inhalt ist uns derzeit unbekannt,
voraussichtlich Gütertrennung
- Es gibt Pflichtteilsverzichtserklärungen von F, A und B gegenüber M
- Im Testament wird F mit einem Vorausvermächtnis bedacht (Wertpapiere)
- Ferner werden im Testament A und B als Erben eingesetzt:
"... setze ich zu meinen Erben ein und zwar zu je 50% meines Geldvermögens."
- Weitere Sachwerte werden dann im Verlauf des Testamentes zugewiesen


a) Wer ist Rechtsnachfolger, um z.B. Verträge zu kündigen?
Kinder A und B als Erbengemeinschaft? Frau F? Alle drei?
Darf dies jetzt schon erfolgen, wo der Testamentsinhalt zwar bekannt aber noch
nicht rechtswirksam ist?

b) Darf man ohne Kontovollmacht vorhandene Online-Bankkonten einsehen, falls
sich A, B und F darüber einig sind (nur um Bestände festzustellen, nicht um
Transaktionen zu machen)?
Darf man das auch sofort, d.h. vor der Klärung durch ein Nachlassgericht?
Falls nicht, worauf muss man warten?



Vielen Dank für Ihre Auskunft.
Eingrenzung vom Fragesteller
26.11.2017 | 09:14
26.11.2017 | 12:56

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre (eingegrenzte) Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn A und B wirksam als Erben eingesetzt sind, sind sie dessen Rechtsnachfolger im Moment des Todes. Sie können und dürfen dann also auch die Konten einsehen, sofern die beiden sich darüber einig sind. Sie tragen dabei natürlich das Risiko, dass das Testament durch eine spätere letztwillige Verfügung (Testament oder Erbvertrag) außer Kraft gesetzt ist. Dann könnte ein Dritter Erbe sein, dessen Rechte durch die Einsicht in das Konto verletzt würden.

Die Online-Einsicht ist natürlich nur möglich, solange der Zugang noch offen ist. Danach müsste die Erbenstellung der Bank mindestens durch ein eröffnetes Testament, in Zweifelsfällen durch einen Erbschein nachgewiesen werden, vgl. BGH, Urteil vom 5.4.2016 – XI ZR 440/15.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Roger Neumann

Bewertung des Fragestellers 28.11.2017 | 11:54


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 28.11.2017
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Danke für die schnelle Antwort, genau diesen Umfang hatte ich mir vorgestellt, alles verständlich dargelegt.


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