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Testament - Haus und Geld soll aufgeteilt werden

| 29.03.2010 21:27 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Liebe Anwälte!
Mein Vater möchte schon zu Lebzeiten "alles geregelt" haben. Er besitzt alleinig ein Haus (ohne Schulden o.ä.), meine Mutter ist verstorben.
Dieses Haus soll sein leiblicher Sohn erben. Seine leibliche Tochter und ich (nicht leibliche Tochter, auch nie adoptiert worden, aber seit meinem 1. Lebensjahr mein "Vater") sollen sein Geld bekommen. Die Kosten für Beerdigung usw. sollen unter allen dreien geteilt werden.
1. Welche Schriftform würde hier ausreichen, muss das Testament zwangsläufig vor einem Notar/Anwalt aufgesetzt werden oder reicht ein selbst verfasstes Schriftstück im verschlossenen Umschlag aus?
2. Wie erreichen wir, dass sich die o.g. Konstellation sauber ergibt, so wie es sein Wille ist?
Vielen Dank im Voraus für die Antwort!

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworten darf:

Ein Testament muss nicht notwendigerweise vor dem Notar errichtet werden. Es reicht auch die eigenhändige Fertigung des letzten Willens - das Testament muss dann von dem Erblasser eigenhändig geschrieben und unterschrieben sein. Außerdem empfiehlt sich natürlich der Zusatz von Ort und Zeit.

Ein Testament ist auch notwendig, damit Sie erben - denn vom Gesetz her sind Sie nicht erbberechtigt, da nicht leiblicher Abkömmling oder adoptiert.

Ihr Vater kann selbstverständlich verfügen, dass sein Sohn das Haus erben soll und Sie sowie die Tochter das sonstige Vermögen.

Es sollte aber vorher geklärt werden, ob das Haus das Hauptvermögen darstellt - dann könnte die Erbeinsetzung der Tochter nämlich gegebenenfalls als reines Vermächtnis zu werten sein.

Möglicherweise wird der Tochter dann ein Pflichtteilsanspruch oder ein Pflichtteilsergänzungsanspruch zustehen.

Das wird aber davon abhängen, welchen Wert der Nachlass insgesamt hat und wie er sich verteilt (Immobilien/Sparguthaben).

Dies setzt eine sorgfältige Beratung nach genauer Kenntnis der Vermögenssituation voraus, die an dieser Stelle natürlich nicht erbracht werden kann. In Anbetracht der im Raume stehenden Vermögenswerte sollte Ihr Vater daher unbedingt einen auf Erbrecht spezialisierten Rechtsanwalt vor Ort aufsuchen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für eine weitergehende Beratung und Vertretung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie mich dazu entweder per E-Mail an <info@rechtsanwalt-schwartmann.de> oder telefonisch unter 0221-355 9205.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.03.2010 | 21:47

Sehr geehrter Herr Schwartmann!

Vielen Dank für die schnelle Antwort, bitte gestatten Sie mir noch einen Nachtrag.

Die Immobilie hat derzeit schätzungsweise einen Wert von 90.000 Euro (nach heutigem Stand saniert, das Dach kommt irgendwann in 20 Jahren, ansonsten etwas ländliche und abgeschiedene Lage - kurzum, wir sind froh das es mein Bruder nimmt). Das Geldvermögen auf dem Sparbuch liegt bei derzeit 20.000 Euro, an Versicherungen werden im Todesfall nicht mehr wie 10.000 Euro dazu kommen. Das Haus ist somit derzeit rein vom Geld her die eindeutig bessere Wahl. Meine Schwester und ich sind aber froh das mein Bruder es nimmt (sie wohnt wo anders, ich hab schon ein Haus). Wie können wir das in dieser Lage sauber lösen?

Danke im voraus!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.03.2010 | 22:22

Am sichersten und saubersten wäre ein Erbvertrag in dem Ihre Schwester auf Pflichtteils- und Pflichtteilsergänzungsansprüche verzichten.

Andernfalls läuft der Bruder nämlich immer Gefahr, dass Ihre Schwester im Erbfall einen Anspruch auf einen Ergänzungsanspruch geltend macht, da das Haus einen höheren Wert, als das Sparguthaben hat.

Sie sollten dazu aber einen Notaren aufsuchen - ein solcher Vertrag kann im Rahmen dieses Forums nicht erstellt werden.

Mit freundlichem Gruße

A. Schwartmann

Bewertung des Fragestellers 30.03.2010 | 09:50

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