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Testament Erbengemeinschaft

| 21.06.2017 15:33 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Mein Ehemann und ich möchten ein kurzes, klares Testament verfassen.
Fakten:
Wir sind beide in zweiter Ehe miteinander verheiratet.
Mein Mann hat eine erwachsene Tochter und zwei Enkelkinder.
Ich selbst bin kinderlos.
Bei der Eheschließung vor 10 Jahren verfügte mein Mann bereits über eine Eigentumswohnung, die wir selbst bewohnen.
Ich selbst habe kein nennenswertes Vermögen und beziehe nur eine kleine Rente.
Sollte mein Mann vor mir sterben, so soll die Eigentumswohnung möglichst verkauft werden und der Erlös je zur Hälfte an Tochter und Frau gehen.
Die Wohnungsauflösung soll dabei unbedingt –zumindest größtenteils- von der Tochter übernommen werden, da ich selbst leider schwer erkrankt bin und das alleine nicht mehr schaffen könnte.
Die Beerdigungskosten sollten gemeinsam von Frau und Tochter getragen werden.
Es wäre für uns sehr hilfreich, wenn Sie uns einen Text für ein entsprechendes Testament vorschlagen würden. Danke.
21.06.2017 | 17:55

Antwort

von


(26)
Hinter der Lieth 15
22529 Hamburg
Tel: 040/69794509
Web: http://www.rechtsanwaeltin-thiele.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst einmal empfehle ich Ihnen, zwei Einzeltestamente zu verfassen, da Ihr Ehemann sowohl Sie als auch seine Tochter aus erster Ehe je zur Hälfte bedenken will.

Ein Ehegattentestament , das auch Berliner Testament oder gemeinschaftliches Testament genannt wird verfasst man, sofern man sich jeweils zu alleinigen Erben einsetzen will und als Schlusserben z.B. seine Kinder einsetzen will, § 2269 BGB.

Dies ist bei Ihnen nach Ihrem Vortrag nicht der Fall.

Daher empfehle ich für Ihren Ehemann folgende Formulierung:

Testament

Ich, Vor- und Zuname, geb. am .. in .., erkläre, dass ich nicht durch ein bindend gewordenes gemeinschaftliches Testament oder Erbvertrag an dieser Verfügung gehindert bin.

Hiermit hebe ich alle bisher von mir veranlassten Verfügungen in vollem Umfang auf.

Zu meinen Erben setze ich meine Ehefrau Vor- und Zunahme, geb. am.. in .. sowie meine Tochter Vor- und Zuname, geboren am ..in.. zu gleichen Teilen ein

Für die Auseinandersetzung treffe ich folgende Teilungsanordnung:

Die sich in meinem Nachlass befindliche Eigentumswohnung, Bezeichnung des genauen Objektes, siehe notarieller Kaufvertrag und Grundbuchauszug soll veräußert werden und der Verkaufserlös zu gleichen Teilen den o.g. Erben zufliessen.
Die Haushaltsauflösung soll dabei von meiner Tochter vorgenommen werden.

Die Beerdigungskosten sind zu gleichen Teilen von den Erben zu tragen.

Wobei hier anzumerken ist, dass sich dies bereits aus dem Gesetz ergibt, § 1968 BGB.


Ort, Datum eigenhändige Unterschrift



Für Sie empfehle ich das Testament wie folgt zu verfassen:

Ich, Vor- und Zuname, geb. am .. in .., erkläre, dass ich nicht durch ein bindend gewordenes gemeinschaftliches Testament oder Erbvertrag an dieser Verfügung gehindert bin.

Hiermit hebe ich alle bisher von mir veranlassten Verfügungen in vollem Umfang auf.

Zu meinem alleinigen Erben setze ich meinen Ehemann Vor- und Zunahme, geb. am.. in .. ein

Ort, Datum eigenhändige Unterschrift



Bitte beachten Sie das das Testamt eigenhändig handschriftlich vom Erblasser verfasst werden muss um die erforderliche Gültigkeit aufzuweisen, § 2247 BGB



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Camilla Joyce Thiele

Rückfrage vom Fragesteller 22.06.2017 | 05:58

Noch eine Rückfrage habe ich: Was bedeutet "Für die Auseinandersetzung treffe ich folgende Teilungsanordnung" bzw. was bedeutet hier das Wort "Auseinandersetzung" bitte? Wäre für eine Erklärung dankbar.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.06.2017 | 08:06

„Auseinandersetzuung" bedeutet im erbrechtlichen Sinne lediglich Erbteilung. Hierfür bestimmt Ihr Ehemann eine sog. Teilungsanordnung, die dann nachstehend aufgeführt ist.
Der juristische Begriff der Erbauseinandersetzung bedeutet entgegen dem Wortbestandteil der „Auseinandersetzung"lediglich , dass die Erben die Erbengemeinschaft auflösen.

Bewertung des Fragestellers 21.06.2017 | 18:05

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"Ich danke Ihnen sehr, Frau Thiele, für die detaillierte und leicht verständliche Antwort.
Nun kann ich beruhigt sein, denn alles, was mir wichtig ist, wird in den beiden Testamenten berücksichtigt.
Alles Gute!"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 21.06.2017
5/5,0

Ich danke Ihnen sehr, Frau Thiele, für die detaillierte und leicht verständliche Antwort.
Nun kann ich beruhigt sein, denn alles, was mir wichtig ist, wird in den beiden Testamenten berücksichtigt.
Alles Gute!


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