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Terrassenrückbau


| 12.11.2007 17:50 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seid den Jahr 2000 Eigentümer einen Eigentumswohnung.
Kurz nach meinen Einzug, bekam ich die Genehmigung von allen 3 anderen Eigentümern für den Bau einer Terrasse direkt an
meiner Wohnung .

Die Zusage habe ich nur mündlich bekommen da zur dieser Zeit einer er Eigentümer auch Hausverwalter war und es wurde nie
ein Protokoll angefertigt.

So lies ich kurze Zeit nach meinen Einzug ein Fenster ausbauen und dort eine Terrassentür einbauen. Da das Grundstück
circa 1m tiefer liegt habe ich die Holzterrasse auf Holz-
pfähle gesetzt. Diese ist nur geringfügig von der Straße zu sehen. (Das Geländer)

Laut Teilungserklärung ist das gesamte Grundstück für alle gleich nutzbar.
Einer der Eigentümer hat sich später ein Gartenhaus aufgebaut und eine Gartenfläche mit
Steinen verlegt und verschiedene Pflanzen eingepflanzt und seit Jahren steht sein Carport auf dem gemeinschaftlichen Grundstück
alles ohne Genehmigung der Eigentümer

Dieser Eigentümer will nun das ich meine Terrasse wieder abbaue und das als Tages –
punkt auf der nächsten Eigentümer setzen lassen vorauf ich auch das Gartenhaus und
dass Carport als Tagespunkte aufnehmen lies. (Abbau?)

Leider hat dieser Eigentümer immer die Stimmenmehrheit da er 2 große Wohnungen besitzt.


Wie soll ich nun weiter verfahren?
Muss ich gegen alle Tagespunke Einspruch einlegen?
(Abbau meiner Terrasse – Abbau vom Gartenhaus & Carport)
Haben sie Gerichtsurteile gegen den Rückbau?
Wenn ich kein Einspruch einlege, wie kann die Hausverwaltung
den Beschluss durchsetzen?
Wie formuliere ich den Einspruch?
Mit freudlichen Grüßen
Sehr geehrter Ratsuchender,


gegen die Tagesordnungspunkte können Sie keinen Einspruch einlegen, so dass es dazu auch keine Formulierungsvorschläge geben kann.


Sie müssen nun die Eigentümerversammlung abwarten und dann gegen einen belastenden Beschluss innerhalb eines Monats nach Beschlussfassung Klage erheben, da er ansonsten rechtskräftig wird.


Hierzu sollten Sie sich unbeding anwaltlicher Hilfe bedienen, da im anzuwendenden WEG bestimmte Form- und Fristvorschriften einzuhalten sind, die die einschaltung eines Anwaltes sinnvoll erscheinen lassen.


Mit Musterurteilen ist es so eine Sache, da jeder Fall individuell zu entscheiden ist, so dass Sie sich nicht einfach auf ein anderes Urteil berufen können. Hier wird wesentlich sein, seit wann genau der Bau besteht und ob es vormals schon Einwendungen geben hat.

Davon ausgehend, dass die Terrasse schon 2000 erstellt worden ist, wird der Miteigentümer wohl kaum mit seinem Ansinnen durchdringen - dieses verlässlich zu beurteilen, bedarf jedoch wegen weiterer Einzelheiten einer individuellen Beratung.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 14.11.2007 | 16:31

Sehr geehrter Herr Bohle,
ich bin mit den Antworten nicht ganz zufrieden.
Leider haben sie nicht angegeben welche Einzelheiten
für eine individuelle Beratung gebraucht werden.
Die Terrasse wurde schon 2000 erstellt und es gab
auch die ganze Zeit keine Einwendungen.
Angenommen wir haben eine Eigentümerversammlung
TOP 1
Abbau meiner Holzterrasse (Angenommen)
Mehrheitsbeschluss 55%
TOP 2
Abbau des Carports u. Gartenhaus (Abgelehnt)
Mehrheitsbeschluss 55%

Soll ich den Beschluss: Abbau des Carports u. Gartenhaus
überhaupt fordern wenn ich gegen den Abbau meiner
Terrasse bin?
Wenn Ja muss ich dann die Beschlussfassung Klage
für TOP 1& 2 erheben?
Welche Gründe könnte man als Widerspruch
nennen?
(Verjährung,keine Einwendungen?)

Mit freudlich Gruß


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.11.2007 | 17:16

Sehr geehrter Ratsuchender,


es ist schon befremdlich, dass Sie bewerten und dann eine Nachfrage stellen. Ihre Frage lautete:

"Muss ich gegen alle Tagespunke Einspruch einlegen?",

und die wurde klar mit "Nein" beantwortet. Gleichwohl wurden Ihnen Möglichkeiten aufgezeigt, wie Sie nun vorzugehen haben. Bitte lesen Sie sich einmal die Nutzungsbedingungen auch zur ERSTberatung durch und warten Sie die Beantwortung der Nachfrage ab, bevor Sie unqualifiziert bewerten.

Gleichwohl beantworte ich Ihre Nachfrage natürlich, da dieses den Nutzungsbedingungen entspricht:

1.)
Einzelheiten für die individuelle Beratung:

Datum des Aufbaues
Einwendungen der Miteigentümer
Bilder der Baumaßnahmen
Teilungsvereinbarung
Grundbuchauszug
Terminsabsprache
Vorschuss von 500,00 EUR

2.)
Eigentümerversammlung mit den von Ihnen genanten TOPen

Ja, den ANTRAG sollten Sie stellen, um so dann Verhandlungsspielraum zu haben und im gerichtlichen Verfahren eine bessere Vergleichsposition zu bekommen.

3.)
Die Klage MÜSSEN Sie nicht erheben, sollten es aber hinsichtlich beider Punkte machen, aus den gleichen Gründen wie zu 2.9 ausgeführt.

4.)
Die Gründe könnten Sie nennen, wobei es kein Widerspruch, sondern eine Klagebegründung ist. Weitere Gründe könnten sich nach Erhalt aller Informationen zu 1.) aus Veränderung der Lichtverhältnisse, der Verwirkung, der Teilungserklärung, der Untätigkeit der Miteigentümer, der unwesentlichen Beeinträchtigung durch Ihre Terrasse, der Unverhältnismäßigkeit der Mittel ergeben.


Sie sehen, so ganz einfach ist es nicht, so dass der Gang zum Anwalt in ihrem Fall sinnvoll ist (siehe Nutzungsbedingungen, DENN dieser Rat wird geschuldet!).

Offenbar scheuen Sie aus Kostengründen den Gang zum Anwalt, wobei dieser nicht durch diese ERSTberatung ersetzt werden kann. Allerdings kann das Sparen am flaschen Ende Sie dann letztlich teuerer zu stehen kommen - denken Sie einmal darüber nach.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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